Kein Freudenfest
Mittwoch, 14. März 2007, 22:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Kein Freudenfest, nur ein Dankeschön fand heute abend im Nordhäuser Theater statt. Alle, die sich für den Musentempel eingesetzt haben, konnten heute Auszüge aus dem aktuellen Programm sehen und sich trotzdem ein bißchen freuen. Zumindest bis 2012.
Vorerst ist das Nordhäuser Theater gerettet, gemeinsam mit dem Lohorchester Sondershausen. Viele Bürger der beiden Städte und Kreise haben für den Erhalt demonstriert. Dafür gab es heute ein kleines Dankeschön. Aus aktuellen Produkten konnten die zahlreichen Gäste Ausschnitte sehen.
Trotzdem gibt es keine Jubelfeier sagte Intendant Lars Tietje bei der Eröffnung. Andere Theater haben es nicht so gut getroffen wie Nordhausen. Eisenach verliert seines weitgehend. Nicht überall standen Bürgermeister und Landräte so zu ihren Häusern. Die Spielräume für Kunst werden kleiner so Tietje weiter. Die Kürzungen von 710.000 Euro können von den Gesellschaftern nur teilweise übernommen werden. Heute beschloß der Kyffhäuserkreis seinen Zuschuß für Theater und Orchester.
Für die Mitarbeiter bedeutet die Rettung des Theaters zwar den Erhalt des Arbeitsplatzes, aber Gehaltserhöhungen sind nicht drin. Im Gegenteil, ein Haustarifvertrag soll ausgehandelt werden, welcher der finanziellen Lage des Hauses angepaßt ist. Doch die Künstler stehen zu ihrem Theater. Sie haben sich nicht an anderen Bühnen beworben, sondern immer für ihr Theater gekämpft. Sie haben sich auf dem Fußballplatz präsentiert, im Boxring und beim Kugelstoß-Indoor.
Thomas Kohl, Sänger und Betriebsratsmitglied, erinnert sich noch gut an seine erste Tournee. Seine Kollegen lernte er erst eine Stunde vor dem Auftritt kennen. Zum Ende der Show stürzte die halbe Dekoration ein. Das war nicht, was ich mir vorgestellt hatte, als ich Berufssänger geworden war, erzählte er und ist froh, daß diese Form von Bespieltheater den Nordhäusern erspart geblieben ist.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und ihr Amtskollege Joachim Kreyer erinnerten daran, wie sehr die Bürger für ihr Theater eingestanden sind. Nordthüringen will nicht ohne Kultur sein sagte Rinke. Diese Aussage vom doofen Rest hat uns erst recht angestachelt. Sagte Kreyer, der sich noch immer an einigen Aussagen der Landespolitiker ärgert.
An den Darbietungen des Musiktheaters, Orchesters und der Ballettkompanie konnte er sich dann gemeinsam mit den Gästen erfreuen. Das Theater war nahezu voll besetzt. Es gab Ausschnitte aus den Drei Musketieren und vielen anderen Produktionen zu sehen. Künstler wie Redner wurden mit jeder Menge Applaus bedacht.
Autor: wfVorerst ist das Nordhäuser Theater gerettet, gemeinsam mit dem Lohorchester Sondershausen. Viele Bürger der beiden Städte und Kreise haben für den Erhalt demonstriert. Dafür gab es heute ein kleines Dankeschön. Aus aktuellen Produkten konnten die zahlreichen Gäste Ausschnitte sehen.
Trotzdem gibt es keine Jubelfeier sagte Intendant Lars Tietje bei der Eröffnung. Andere Theater haben es nicht so gut getroffen wie Nordhausen. Eisenach verliert seines weitgehend. Nicht überall standen Bürgermeister und Landräte so zu ihren Häusern. Die Spielräume für Kunst werden kleiner so Tietje weiter. Die Kürzungen von 710.000 Euro können von den Gesellschaftern nur teilweise übernommen werden. Heute beschloß der Kyffhäuserkreis seinen Zuschuß für Theater und Orchester.
Für die Mitarbeiter bedeutet die Rettung des Theaters zwar den Erhalt des Arbeitsplatzes, aber Gehaltserhöhungen sind nicht drin. Im Gegenteil, ein Haustarifvertrag soll ausgehandelt werden, welcher der finanziellen Lage des Hauses angepaßt ist. Doch die Künstler stehen zu ihrem Theater. Sie haben sich nicht an anderen Bühnen beworben, sondern immer für ihr Theater gekämpft. Sie haben sich auf dem Fußballplatz präsentiert, im Boxring und beim Kugelstoß-Indoor.
Thomas Kohl, Sänger und Betriebsratsmitglied, erinnert sich noch gut an seine erste Tournee. Seine Kollegen lernte er erst eine Stunde vor dem Auftritt kennen. Zum Ende der Show stürzte die halbe Dekoration ein. Das war nicht, was ich mir vorgestellt hatte, als ich Berufssänger geworden war, erzählte er und ist froh, daß diese Form von Bespieltheater den Nordhäusern erspart geblieben ist.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und ihr Amtskollege Joachim Kreyer erinnerten daran, wie sehr die Bürger für ihr Theater eingestanden sind. Nordthüringen will nicht ohne Kultur sein sagte Rinke. Diese Aussage vom doofen Rest hat uns erst recht angestachelt. Sagte Kreyer, der sich noch immer an einigen Aussagen der Landespolitiker ärgert.
An den Darbietungen des Musiktheaters, Orchesters und der Ballettkompanie konnte er sich dann gemeinsam mit den Gästen erfreuen. Das Theater war nahezu voll besetzt. Es gab Ausschnitte aus den Drei Musketieren und vielen anderen Produktionen zu sehen. Künstler wie Redner wurden mit jeder Menge Applaus bedacht.

