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Aus Euro wurde "Teuro"

Donnerstag, 31. Januar 2002, 11:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Am ersten Tag dieses Jahres noch euphorisch bejubelt, entwickelt sich der Euro jetzt zum Sorgenkind, zumindest beim täglichen Einkauf. nnz mit den aktuellen Zahlen und Daten.


Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Thüringen von Dezember 2001 bis Januar 2002 um 1,1 Prozent und erreichte einen Indexstand von 112,5 (Basis 1995 = 100). Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich in fast allen Bereichen des täglichen Lebens die Preise. Entscheidend beeinflusst wurde diese Entwicklung durch die Preisbewegungen bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (2,2 Prozent), den Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (1,6 Prozent), der Haushaltsenergie (1,3 Prozent), im Bildungswesen (2,9 Prozent) sowie im Bereich Verkehr (1,0 Prozent).

So mussten die Verbraucher z.B. für Mischbrot (2,6 Prozent), Brötchen (2,6 Prozent), Weißbrot (3,1 Prozent), Kopfsalat (117,1 Prozent), Salatgurken (53,7 Prozent), Weintrauben (51,8 Prozent), Schnittblumen und Topfpflanzen (6,1 Prozent), Eintrittskarten für Sport- und Erholungseinrichtungen (2,6 Prozent), Friseurleistungen (1,3 Prozent) sowie in Restaurants und Cafes (1,4 Prozent) tiefer in die Tasche greifen als im Dezember 2001.

Aufgrund der zum Jahreswechsel in Kraft getretenen Steuererhöhungen für Zigaretten und der Umsetzung der 4. Stufe der Ökosteuerreform wurden für Tabakwaren (5,4 Prozent) und für Kraftstoffe (3,3 Prozent) mehr ausgegeben als im Vergleich zum Vormonat. In Vorbereitung des Winterschlussverkaufes wurden Preisnachlässe für Bekleidung, besonders für Herrenbekleidung (- 0,1 Prozent), für Sportbekleidung (- 1,2 Prozent), für Handschuhe (- 4,0 Prozent) und für Säuglingsbekleidung (- 0,7 Prozent) festgestellt. Im Nahrungsmittelbereich wurden Fleisch und Fleischwaren im Januar um 0,9 Prozent und Kaffee um 2,7 Prozent billiger angeboten. Die Entwicklung der Heizölpreise ist weiterhin rückläufig. Die Preise sanken im Vergleich zum Vormonat um 2,2 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate betrug im Dezember 2,6 Prozent und stieg im Januar 2002 auf 3,2 Prozent. Überdurchschnittlich wurden die Preise der Saisonwaren (13,0 Prozent) zum Vorjahresvergleich angehoben. Im Dezember lagen sie noch bei 5,2 Prozent. So wurden z.B. Fische und Fischwaren um 12,4 Prozent, Äpfel um 16,9 Prozent und Kartoffeln um 38,0 Prozent teuerer.

Weitere Ursachen für die hohe Jahresteuerungsrate sind die gestiegenen Preise für ambulante Gesundheitsdienstleistungen (11,4 Prozent), für Verkehrsdienstleistungen (6,8 Prozent) und im Bildungswesen (18,8 Prozent). Merkliche Preiserhöhungen gab es hier für zahnärztliche Dienstleistungen (14,6 Prozent) sowie für die Personenbeförderungen im Straßenverkehr (18,0 Prozent) und den halbtags Kindergartenbesuch (20,6 Prozent).
Autor: nnz

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