nnz-Forum: Nicht nur Summe der Bäume
Dienstag, 13. März 2007, 06:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Beseitigung der Folge des Orkans Kyrill spaltet im Südharz die Gemüter. Heute veröffentlicht die nnz die Meinung der Bündnisgrünen im Landkreis Nordhausen.
Mit Interesse verfolge ich die Diskussionen zur forstwirtschaftlichen Nutzung der Wälder im Südharz. Nach meinem Eindruck ist die Kritik an der Art des Forsteinschlages in den Revieren des Forstamtes Nordthüringen berechtigt. Dazu bedarf es keiner forstwirtschaftlichen Vorlesung, sondern einfach klarem Menschenverstandes und einem guten Beobachtungsvermögen.
Auch für den Außenstehenden wurde deutlich, dass die im nnz-Leserbrief von Frau Apel angeführten Missstände in der forstlichen Bewirtschaftung der Südharzer Wälder nicht dazu dienen sollte, eine Berufsklasse in Misskredit zu bringen. Die Thüringer Forstleute haben eine gute Ausbildung. Aber angesichts der aktuellen Einschläge in den Südharzrevieren, dem Raubbau zugunsten klingender Kassen, muss schon die Frage nach der Verantwortlichkeit gestellt werden. Und die hat nun mal, da beißt die Maus keinen Faden ab, der Leiter der Forsteinrichtung.
Unsere Wälder emotionsfrei zu betreten ist angesichts der zerfahrenen Wege und der nach uns die Sinnflut Mentalität, schon nicht mehr möglich. Und wer den Wald nur an Festmetern misst, der hat ihn schlichtweg nicht verdient, und das im doppelten Sinn. Denn, so der bekannter Satz Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Gerade der Süd- und Ostharz ist für strukturreiche Buchen- und Mischwälder bekannt. Und intakte Wälder zeichnen sich u. a. auch durch ihre unterschiedliche Alterklassen und eine höhere Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen aus.
Schaut man sich heute um, wird genau dieser Nachhaltigkeitsaspekt, der für zukünftige Generationen, die auch von unserem Wald profitieren wollen, so außerordentlich wichtig ist, zunichte gemacht. Bleibt zu hoffen, dass sich auch kritische Forstleute und die parteiunabhängige Jägerschaft in diese Diskussion einmischen.
Ursula Burkhardt, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN KV Nordhausen
Arbeitskreis Umwelt und Verkehr
Mit Interesse verfolge ich die Diskussionen zur forstwirtschaftlichen Nutzung der Wälder im Südharz. Nach meinem Eindruck ist die Kritik an der Art des Forsteinschlages in den Revieren des Forstamtes Nordthüringen berechtigt. Dazu bedarf es keiner forstwirtschaftlichen Vorlesung, sondern einfach klarem Menschenverstandes und einem guten Beobachtungsvermögen.
Auch für den Außenstehenden wurde deutlich, dass die im nnz-Leserbrief von Frau Apel angeführten Missstände in der forstlichen Bewirtschaftung der Südharzer Wälder nicht dazu dienen sollte, eine Berufsklasse in Misskredit zu bringen. Die Thüringer Forstleute haben eine gute Ausbildung. Aber angesichts der aktuellen Einschläge in den Südharzrevieren, dem Raubbau zugunsten klingender Kassen, muss schon die Frage nach der Verantwortlichkeit gestellt werden. Und die hat nun mal, da beißt die Maus keinen Faden ab, der Leiter der Forsteinrichtung.
Unsere Wälder emotionsfrei zu betreten ist angesichts der zerfahrenen Wege und der nach uns die Sinnflut Mentalität, schon nicht mehr möglich. Und wer den Wald nur an Festmetern misst, der hat ihn schlichtweg nicht verdient, und das im doppelten Sinn. Denn, so der bekannter Satz Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Gerade der Süd- und Ostharz ist für strukturreiche Buchen- und Mischwälder bekannt. Und intakte Wälder zeichnen sich u. a. auch durch ihre unterschiedliche Alterklassen und eine höhere Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen aus.
Schaut man sich heute um, wird genau dieser Nachhaltigkeitsaspekt, der für zukünftige Generationen, die auch von unserem Wald profitieren wollen, so außerordentlich wichtig ist, zunichte gemacht. Bleibt zu hoffen, dass sich auch kritische Forstleute und die parteiunabhängige Jägerschaft in diese Diskussion einmischen.
Ursula Burkhardt, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN KV Nordhausen
Arbeitskreis Umwelt und Verkehr
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
