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Beyse: Gemeinwohl nicht vergessen!

Dienstag, 29. Januar 2002, 15:01 Uhr
Nordhausen (nnz). „Der Blick auf die Thüringen-Karte mit den großen Investoren-Neuansiedlungen zeigt eines ganz klar: Der Nordosten des Freistaates - unser Landkreis - ist hier ein weißer Fleck. Das ist schlimm“, meint Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU). Was er noch zum Industriegebiet zu sagen hat, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


„Wer will, dass das so bleibt, wer private Einzelinteressen vor das Gemeinwohl stellt, der muss sich fragen lassen, wie wichtig ihm die Zukunft der ganzen Region ist. Er muss sich das fragen lassen - vor allem von denen, die händeringend nach Arbeit suchen müssen“, so Beyse weiter. Es sei erfreulich, dass auch die Gegner des Industriegebietes inzwischen die Verbindung sehen zwischen Bau des Industriegebiets und der wirtschaftlichen Zukunft der Region - wie das auch die Landesregierung tue, die eindeutig „Ja“ zum Industriegebiet sage.

Beyse weiter: „Ich wiederhole es: Das Industriegebiet in der ´Goldenen Aue´ muss kommen. Und es muss schnell kommen“. Mit dem Industrie-Gebiet könne man eine Fläche zur Verfügung stellen, die alle Kriterien für Großansiedlungen erfüllt. „Dazu gehört übrigens auch der Gleisanschluss - vier Varianten sind dafür vorgesehen!“, sagte Beyse. Der Wirtschaftsdezernent stellte klar: Es gibt die Anfragen der Investoren - sowohl beim Land Thüringen, als auch im Rathaus. „Bis jetzt müssen wir oft genug Nein sagen, aus einem einfachen Grund: Wir können keine passende Fläche anbieten. Zehn Hektar am Darrweg reichen großen Investoren eben nicht. Das sind die Fakten. Und die müssen sich nicht immer mit interessengeleiteten Wahrnehmungen derer decken, die das Industriegebiet verhindern wollen.“

Trotz der Dringlichkeit für das Industriegebiet, auch das betonte Beyse, steht bei Planung und Umsetzung die Einhaltung des Rechts im Vordergrund. „Im gesetzlich vorgeschriebenen Bauleitplanverfahren werden alle möglichen Einsprüche und öffentliche Belange geprüft. Wenn nötig auch mit Gutachten. Knapp 80 Institutionen, Verbände, Kommunen, Bürgerinitiativen und Privatpersonen werden hier abgefragt. Am Ende dieses Verfahrens sind alle Fragen schlüssig beantwortet! Das Bauleitplanverfahren schreibt auch die Prüfung der Alternativ-Standorte vor - das tun wir. In diesem Zusammenhang verweise ich aber auch auf das Gutachten der regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen zu potentiellen Industrie-Großflächen, welche die Ansprüche für große Investoren erfüllen. Dort steht - und darüber freuen wir uns: Priorität im Bereich Nordthüringen hat die Fläche in der 'Goldenen Aue'.“

Beyse weiter: „Vorrang des Rechtes vor schneller Realisierung heißt natürlich auch: Der gesetzlich vorgeschriebene Abstand zur Wohnbebauung wird eingehalten - und darüber hinaus noch den speziellen lokalen Erfordernissen angepasst.“
Autor: nnz

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