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Gelder nur ins Eichsfeld

Montag, 05. März 2007, 16:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit der Wende wird über den Ausbau der Straße zwischen Sülzhayn und Rothesütte gesprochen. Die Straße ist im Landesverkehrswegeplan als Landesstraße ausgewiesen und müsste daher auch vom Straßenbauamt Nordthüringen bezahlt und gebaut werden. Doch die Behörde in Leinefelde hat sich mit dem Projekt immer Zeit gelassen...


Erst im Jahr 2004 lagen die genauen Pläne auf dem Tisch und es wurde mit dem Nordhäuser Wasserverband über die Eingriffe in die dortige Trinkwasserschutzzone gesprochen. Ebenfalls im Jahr 2004 hatte dann aber auch der Landrat Joachim Claus (CDU) dem Kreistag vorgeschlagen, dass der Landkreis freiwillig den Straßenausbau übernehmen soll. Denn in der letzten Kreistagssitzung musste nun der Kreistag sogar den Beschluss von 2004 wieder aufheben (siehe nnz-Archiv). In der Beschlussbegründung musste selbst der Landrat Joachim Claus (CDU) dem Kreistag eingestehen, dass "der bestehende Beschluss 052-04 hinderlich für den Neubau ist".

“Schon im Jahre 2004 hatten einige Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion nicht an die Worte von Joachim Claus (CDU) glauben können und hatten sich dem Beschluss verweigert. In der letzten Fraktionssitzung wurde nun Bilanz gezogen und man musste feststellen, dass das Landesgeld inzwischen im Eichsfeld verbaut wurde. Unser Landrat hat dem Straßenbauamt Leinefelde doch das perfekte Alibi geliefert, die Mittel allein im Eichsfeld zu verwenden", erklärte Doris Apel (SPD).

In den letzten Jahren wurden tatsächlich im Eichsfeldkreis erhebliche Gelder für den Straßenbau vom Land Thüringen ausgegeben. Nicht nur Heiligenstadt bekam eine neue Ortsumgehung, auch für Arenshausen wird gerade eine solche neu gebaut. Eigentlich ist der Verkehr auf der B 80 in Arenshausen seit der Autobahneröffnung schon verschwunden, aber das Land hatte trotzdem erklärt, dass die Ortsumgehung dort gebaut werden soll.

Und für ein weiteres Projekt soll es in Zukunft laut dem Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) auch noch Geld geben, nämlich den Weiterbau der Ortsumgehung Heiligenstadt bis nach Westen. "Zwar fährt da nun keiner mehr lang, weil es ja schließlich die neue A 38 gibt, aber wen wundert es, schließlich kommt Althaus ja auch aus Heiligenstadt", erklärte Doris Apel.
Autor: nnz

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