Einer zuviel
Montag, 05. März 2007, 12:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Jahrelang gab es im Landkreis Nordhausen keinen Heimatpfleger. Jetzt scheint es einen zuviel zu geben. Details in Ihrer nnz.
Zur jüngsten Sitzung des Kreisausschusses waren auch zwei gestandene Männer zugegen. Sie gehören nicht den Polit-Kreisen in diesen Landen an, die Heimat hat es ihnen angetan. Beide, deren Namen von der Landkreisverwaltung immer noch geheim gehalten werden, wollen Kreisheimatpfleger werden. Erst kürzlich konnte man in einer Pressemitteilung folgendes von Kultusminister Jens Goebel lesen: Unser Ziel ist es, ein funktionierendes Netz mit Heimatpflegern in Thüringen aufzubauen, zu festigen und ihm regelmäßig Impulse zu geben. Die Heimatpflege in Thüringen muss wieder belebt werden. Sie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung, Dokumentation und Publikation der Einzigartigkeit der Thüringer Kulturlandschaft.
Dafür gibt die Landesregierung die sagenhafte Summe von 8.000 Euro für den Aufbau eines Netzwerkes aus. Doch die Ministerialen haben ein Problem, und zwar mit dem Landkreis Nordhausen: In der Kreisverwaltung und auch im Kreisausschuss hatte man sich darauf verständigt, die beiden Bewerber für den Kreisheimatpfleger zu benennen. Sie würden sich in ihren speziellen Hobbys wunderbar ergänzen. Also wurde dem Kultusministerium dieser Vorschlag unterbreitet. Damit, so war zu hören, habe man in den Amtsstuben ein verwaltungstechnisches Chaos ausgelöst. Es seien unlösbare Konflikte heraufbeschworen worden, wie es Landrat Joachim Claus (CDU) ausdrückte.
Also werden die beiden unbekannten Heimatfreunde weiter ausharren müssen. Oder der Kreistag muß einem eine Absage erteilen. Das wäre dem eigentlichen Heimatgedanken nicht gerade zuträglich, andererseits jedoch ein exaktes Spiegelbild der Bürokratie in diesem Lande.
Autor: nnzZur jüngsten Sitzung des Kreisausschusses waren auch zwei gestandene Männer zugegen. Sie gehören nicht den Polit-Kreisen in diesen Landen an, die Heimat hat es ihnen angetan. Beide, deren Namen von der Landkreisverwaltung immer noch geheim gehalten werden, wollen Kreisheimatpfleger werden. Erst kürzlich konnte man in einer Pressemitteilung folgendes von Kultusminister Jens Goebel lesen: Unser Ziel ist es, ein funktionierendes Netz mit Heimatpflegern in Thüringen aufzubauen, zu festigen und ihm regelmäßig Impulse zu geben. Die Heimatpflege in Thüringen muss wieder belebt werden. Sie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung, Dokumentation und Publikation der Einzigartigkeit der Thüringer Kulturlandschaft.
Dafür gibt die Landesregierung die sagenhafte Summe von 8.000 Euro für den Aufbau eines Netzwerkes aus. Doch die Ministerialen haben ein Problem, und zwar mit dem Landkreis Nordhausen: In der Kreisverwaltung und auch im Kreisausschuss hatte man sich darauf verständigt, die beiden Bewerber für den Kreisheimatpfleger zu benennen. Sie würden sich in ihren speziellen Hobbys wunderbar ergänzen. Also wurde dem Kultusministerium dieser Vorschlag unterbreitet. Damit, so war zu hören, habe man in den Amtsstuben ein verwaltungstechnisches Chaos ausgelöst. Es seien unlösbare Konflikte heraufbeschworen worden, wie es Landrat Joachim Claus (CDU) ausdrückte.
Also werden die beiden unbekannten Heimatfreunde weiter ausharren müssen. Oder der Kreistag muß einem eine Absage erteilen. Das wäre dem eigentlichen Heimatgedanken nicht gerade zuträglich, andererseits jedoch ein exaktes Spiegelbild der Bürokratie in diesem Lande.
