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Klappt es beim dritten Versuch?

Freitag, 02. März 2007, 17:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Erst fünfmal traf der FSV Wacker 90 Nordhausen trotz der langen Tradition beider Vereine auf den SV Schmölln 1913. Immer waren es hart umkämpfte Duelle. Die Mannschaft aus Ostthüringen spielte und kämpfte sich Schritt für Schritt aus der Bezirksliga nach oben. Eine etwas außergewöhnliche Betrachtung von Klaus Verkouter zum Rückrundenstart von Wacker.


2003/2004 begegneten sich FSV Wacker 90 Nordhausen und SV Schmölln 1913 erstmals im Kampf um Punkte in der Thüringer Landesklasse Ost. Zu Hause kamen wir über ein 0:0 nicht hinaus. Auswärts verloren wir beim damaligen souveränen Staffelsieger mit 2:0. Während Schmölln den Aufstieg in die Thüringenliga schaffte, belegte Nordhausen als Fünfter in der sechsten Liga den schlechtesten Platz in seiner Vereinsgeschichte.

In der vergangenen Saison kickten beide Vereine nach Wackers Aufstieg wieder gemeinsam, jetzt jedoch in der höchsten Thüringer Spielklasse. Dieses Mal konnten wir den Spieß umdrehen, holten auswärts ein 1:1 und gewannen das Heimspiel mit 4:0. Auch die Platzierung am Ende sah anders aus: Wacker wurde überraschend guter Vierter, Schmölln landete auf Platz 7.

Am 28.08.2006 musste Wacker im Heimspiel der dritten gemeinsamen Saison beim 1:1 die Kampfkraft und Spielintelligenz der Ostthüringer anerkennen. Der erfahrene „Fuchs“ Bartejs durchkreuzte zwei Minuten vor Spielschluss mit dem Ausgleichstreffer den FSV-Sieg. Die in den drei Jahren erzielten Nordhäuser Treffer teilen sich T. Klaus (3), D. Braun, S. Elle und D. Verkouter (je 1).

In den letzten zehn Jahren konnte Wacker fünfmal sein erstes Spiel nach der Winterpause gewinnen – vier davon aber zu Hause (1991 Stendal 1:0, 2003 Hildburghausen 1:0, 2004 Schleiz 2:1, 2005 Fahner Höhe 2:1). Nur einmal gelang auswärts ein 4:0-Erfolg bei Fortuna Magdeburg (1999). Im vergangenen Jahr unterlag man beim späteren Absteiger Erfurt Nord mit 1:5. Es kann also nur besser werden. Aber in Schmölln hängen die Trauben hoch, zumal sich die Mannschaft in der Winterpause weiter verstärken konnte.

Nun muss sich zeigen, wer besser aus den Startlöchern kommt und ob die Änderungen in der sportlichen Leitung bei Wacker 90 bereits Früchte tragen. Seit Januar dieses Jahres hat Udo Hoffmann das Sagen im sportlichen Bereich. Die Zielstellung der Vereinsführung ist klar - zurück in die Erfolgsspur.

Beim letzten 3:1-Auswärtssieg in Osterode fehlten einige Stammkräfte aus Verletzungs- und Krankheitsgründen. Erst am Spieltag wird sich entscheiden, ob der eine oder andere Spieler wieder fit ist. Ausfälle hat aber, speziell in dieser Jahreszeit, jeder Verein zu beklagen. Es muss demnach eigentlich egal sein, in welcher Besetzung die Nordhäuser auflaufen können. Wer irgendwann nach oben will, muss das verkraften. Vertrauen wir in die gesunden Akteure. Vielleicht klappt es im dritten Anlauf in Schmölln, und die Fans können rufen: Auswärtssieg!
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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