Lichtstreif mit Schmerzen
Freitag, 23. Februar 2007, 11:27 Uhr
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Zwei Kalenderjahre lang wurde in Bleicherode ohne einen Haushalt der Verwaltung gewirtschaftet. Die Zeit ist vorbei, jedoch war es gestern eine Geburt unter Schmerzen.
Eigentlich kann Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek (CDU) schön zufrieden sein. Er kann mit seiner Verwaltung nach einem beschlossenen Zahlenwerk arbeiten. Doch dafür haben wir Teile unseres Tafelsilbers verscherbeln müssen. Gemeint sind damit Aktienpakete, die die Kommune an Energieversorgern hält. Schmerzlich sind für Bleicherode auch die Nachwehen eines beschlossenen Haushaltes der Kreisverwaltung. Die Kreisumlage schlägt mit zusätzlichen 626.000 Euro zu Buche. Für eine Kommune wie Bleicherode nur schwer zu verkraften.
Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 6,9 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 2,4 Millionen Euro. Die größten Brocken bei den Ausgaben sind die Fertigstellung der Alten Kanzlei sowie die Anschaffung einer Drehleiter. Auf dieses Thema angesprochen, reagiert Rostek mehr als sauer. Sein Frust richtet sich in die Behringstraße, ins Landratsamt. Normalerweise kostet eine neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr rund 500.000 Euro. Die Bleicheröder schauten sich jedoch nach einer kostengünstigen Alternative um. Und siehe da, die Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz, wollte eine gebrauchte Leiter verkaufen. Kosten: 120.000 Euro.
Wer in Bleicherode nun dachte, das Landratsamt würde sich an den Anschaffungskosten beteiligen, der wurde schwer enttäuscht, Bürgermeister Rostek inklusive. Keinen Cent wird es als Unterstützung geben. Für die Mitglieder des Stadtrates ist das mehr als unverständlich. Vielleicht, so der Appell des Bürgermeisters, findet die Landkreisverwaltung ja noch einen Weg der Unterstützung, zumal die Bleicheröder Wehr als so genannte Stützpunktfeuerwehr fungiert und damit nicht nur lokale Brandschutzaufgaben wahrnimmt.
Jetzt hofft Frank Rostek noch auf die Genehmigung des Haushaltes durch die Kommunalaufsicht des Landkreises. Übrigens, dem Zahlenwerk stimmte die überwiegende Mehrheit der Stadträte zu, es gab lediglich zwei Enthaltungen.
Autor: nnzEigentlich kann Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek (CDU) schön zufrieden sein. Er kann mit seiner Verwaltung nach einem beschlossenen Zahlenwerk arbeiten. Doch dafür haben wir Teile unseres Tafelsilbers verscherbeln müssen. Gemeint sind damit Aktienpakete, die die Kommune an Energieversorgern hält. Schmerzlich sind für Bleicherode auch die Nachwehen eines beschlossenen Haushaltes der Kreisverwaltung. Die Kreisumlage schlägt mit zusätzlichen 626.000 Euro zu Buche. Für eine Kommune wie Bleicherode nur schwer zu verkraften.
Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 6,9 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 2,4 Millionen Euro. Die größten Brocken bei den Ausgaben sind die Fertigstellung der Alten Kanzlei sowie die Anschaffung einer Drehleiter. Auf dieses Thema angesprochen, reagiert Rostek mehr als sauer. Sein Frust richtet sich in die Behringstraße, ins Landratsamt. Normalerweise kostet eine neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr rund 500.000 Euro. Die Bleicheröder schauten sich jedoch nach einer kostengünstigen Alternative um. Und siehe da, die Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz, wollte eine gebrauchte Leiter verkaufen. Kosten: 120.000 Euro.
Wer in Bleicherode nun dachte, das Landratsamt würde sich an den Anschaffungskosten beteiligen, der wurde schwer enttäuscht, Bürgermeister Rostek inklusive. Keinen Cent wird es als Unterstützung geben. Für die Mitglieder des Stadtrates ist das mehr als unverständlich. Vielleicht, so der Appell des Bürgermeisters, findet die Landkreisverwaltung ja noch einen Weg der Unterstützung, zumal die Bleicheröder Wehr als so genannte Stützpunktfeuerwehr fungiert und damit nicht nur lokale Brandschutzaufgaben wahrnimmt.
Jetzt hofft Frank Rostek noch auf die Genehmigung des Haushaltes durch die Kommunalaufsicht des Landkreises. Übrigens, dem Zahlenwerk stimmte die überwiegende Mehrheit der Stadträte zu, es gab lediglich zwei Enthaltungen.
