Seit 35 Jahren:
Die "Hauptpost" in der Hauptstraße
Montag, 16. März 2026, 08:00 Uhr
Er war, ist und bleibt eine Instanz - nicht nur Nordhausen-Salza: Dorles Laden in der Hauptstraße. Nun sind es auf den Tag genau 35 Jahre, da sich die einstige Drogerie so langsam wandelte: Mitunter redet die Kundschaft sogar von der Hauptpost in Nordhausen…
Doris "Dorle" Bühling vor ihrem Laden in der Hauptstraße (Foto: nnz)
Einst Drogerie, dann, nach der Wende, konnten die Kunden Schreib- und Tabakwaren einkaufen und ihr Glück mit Lotto versuchen. Vor 25 Jahren, exakt am 1. April 2001 kommt die Post hinzu. Das Geschäft muss größer werden, kein Problem in der eigenen Immobilie. Zuerst im hinteren Bereich des Geschäfts etabliert, sind die postalischen Dienstleistungen der Markenkern für die Kundschaft.
Das hat mehrere Gründe: Zum einen mussten und müssen die Salzaer nicht bis an den Lutherplatz in Nordhausen fahren, wenn sie postalische Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen. Zum anderen nimmt das Online-Geschäft so richtig Fahrt auf. Auch wenn alles per Internet zu händeln ist, kommt die Ware mit Menschen zu den Menschen und kann bei Nichtgefallen wieder zurückgeschickt werden.
Bis zu 100 Paketausgaben oder -annahmen sind es aktuell täglich. Hinzu kommen mehr als 1.000 Briefe, die jeden Tag im hinteren, einem abgetrennten Bereich von Doris Bühling und ihrer Mannschaft sortiert werden müssen. Diese postalische Dienstleistung wurde einst vom Lutherplatz an die Hauptstraße von Salza verlegt.
In der vergangenen Woche erhielt Doris Bühling eine Urkunde von der IHK Erfurt (Foto: nnz)
Gibt es da überhaupt mal einen Ruhetag? Frau Bühling schmunzelt. Die einstige Facharbeiterin für Gartenbau meint: Wer A sagt, muss auch B sagen.” Übersetzt bedeutet das: ein längeres Wochenende gönnen sich Doris und Lothar Bühling schon mal, aber 14 Tage am Stück? Eine Woche war mal die längste Auszeit - zur Silberhochzeit”. Selbst in der Corona-Zeit war Dorles Laden nicht geschlossen.
Vielleicht kann das kommende Oster-Wochenende mal ein wenig verlängert werden, dann geht es mit dem Wohnmobil los. Der Ostersamstag wird - eine Aushilfe ist bereits organisiert - wie immer für zwei Stunden für die Kundschaft geöffnet, denn vielleicht benötigt die gerade dann ein Post-Ident-Verfahren oder will sie eine Expresssendung auf die Reise schicken?
Und wie geht es weiter? Ein Interessent für die Übernahme des Geschäfts hatte sich schon mal gemeldet, aber die Bühlings wollen das alles in Ruhe angehen. So, wie in den 35 Jahren bislang in der Ruhe die Kraft lag. Doch bis dahin ist der gewählte Weg noch weit...
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Doris "Dorle" Bühling vor ihrem Laden in der Hauptstraße (Foto: nnz)
Einst Drogerie, dann, nach der Wende, konnten die Kunden Schreib- und Tabakwaren einkaufen und ihr Glück mit Lotto versuchen. Vor 25 Jahren, exakt am 1. April 2001 kommt die Post hinzu. Das Geschäft muss größer werden, kein Problem in der eigenen Immobilie. Zuerst im hinteren Bereich des Geschäfts etabliert, sind die postalischen Dienstleistungen der Markenkern für die Kundschaft.
Das hat mehrere Gründe: Zum einen mussten und müssen die Salzaer nicht bis an den Lutherplatz in Nordhausen fahren, wenn sie postalische Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen. Zum anderen nimmt das Online-Geschäft so richtig Fahrt auf. Auch wenn alles per Internet zu händeln ist, kommt die Ware mit Menschen zu den Menschen und kann bei Nichtgefallen wieder zurückgeschickt werden.
Bis zu 100 Paketausgaben oder -annahmen sind es aktuell täglich. Hinzu kommen mehr als 1.000 Briefe, die jeden Tag im hinteren, einem abgetrennten Bereich von Doris Bühling und ihrer Mannschaft sortiert werden müssen. Diese postalische Dienstleistung wurde einst vom Lutherplatz an die Hauptstraße von Salza verlegt.
In der vergangenen Woche erhielt Doris Bühling eine Urkunde von der IHK Erfurt (Foto: nnz)
Gibt es da überhaupt mal einen Ruhetag? Frau Bühling schmunzelt. Die einstige Facharbeiterin für Gartenbau meint: Wer A sagt, muss auch B sagen.” Übersetzt bedeutet das: ein längeres Wochenende gönnen sich Doris und Lothar Bühling schon mal, aber 14 Tage am Stück? Eine Woche war mal die längste Auszeit - zur Silberhochzeit”. Selbst in der Corona-Zeit war Dorles Laden nicht geschlossen. Vielleicht kann das kommende Oster-Wochenende mal ein wenig verlängert werden, dann geht es mit dem Wohnmobil los. Der Ostersamstag wird - eine Aushilfe ist bereits organisiert - wie immer für zwei Stunden für die Kundschaft geöffnet, denn vielleicht benötigt die gerade dann ein Post-Ident-Verfahren oder will sie eine Expresssendung auf die Reise schicken?
Und wie geht es weiter? Ein Interessent für die Übernahme des Geschäfts hatte sich schon mal gemeldet, aber die Bühlings wollen das alles in Ruhe angehen. So, wie in den 35 Jahren bislang in der Ruhe die Kraft lag. Doch bis dahin ist der gewählte Weg noch weit...
Peter-Stefan Greiner
