FSG Salza: Mehr Schatten als Licht
Montag, 28. Januar 2002, 09:32 Uhr
Nordhausen (nnz). 21 erzielte Treffer - weniger schossen nur noch die Teams aus Treffurt und Leinefelde - und 45 Gegentore. Das besagt die Statistik. Soviel Gegentreffer hat keine andere Mannschaft in der Staffel zugelassen. Eine enttäuschende Bilanz nach 15 Spieltagen. nnz-Mitarbeiter hat sie zusammen getragen.
Dabei hatte man sich vor Beginn der Saison sehr viel vorgenommen. In Fachkreisen wurden die FSG Salza sogar als Mitaufstiegskandidat gehandelt. Der Trainer konnte auf den bewährten Stamm zurückgreifen und erhielt mit Christian Nette (Königshütte), Lars Bockelmann (SV Neuhof) und Michael Bonett (eigener Nachwuchs) hoffnungsvolle Neuzugänge. Die Vorbereitungsspiele gaben Anlass zu Optimismus, so mancher Salzaer Spieler und nicht wenige Fans sahen sich wahrscheinlich schon als Aufsteiger in die Thüringenliga, obwohl offiziell nur ein einstelliger Tabellenplatz als Zielstellung angestrebt wurde.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Beim Aufsteiger Geisa verloren die FSG-Kicker nicht nur deklassierend, sondern auch noch zwei Spieler durch Gelb/Rot bzw. Rote Karten. Nach drei Niederlagen und mit 2:11 Toren fand sich die Böhm-Truppe auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Ein Sieg und ein Unentschieden und 23 Gegentreffer nach acht Spieltagen sprachen eine eindeutige Sprache in Bezug auf Abwehrverhalten und mangelnde Chancenverwertung in der Mannschaft. Als man im Oktober bzw. November auf eigenem Platz im Kellerduell gegen Leinefelde und im Kreisduell beim Aufsteiger Auleben nicht gewinnen konnte, stand allen die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Von Homogenität, technischer Reife und mannschaftlicher Geschlossenheit war weit und breit nichts mehr zu spüren, statt dessen machten sich immer mehr Unsicherheit und Konzentrationsschwächen im Verwerten der Möglichkeiten breit.
Trainer Böhm hatte alle Hände voll zu tun, seine Schützlinge psychisch wieder aufzurichten, um wenigstens am Ende der Halbserie nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. Mit Siegen über Viernau und Treffurt erreichten die Salzaer - gemessen an den spielerischen Potenzen - einen indiskutablen 13. Tabellenplatz. Bemerkenswert ist vor allen die Tatsache, dass wieder mehr Heimspiele verloren wurden als Auswärtspartien. Erinnert sei da nur an die katastrophalen Niederlagen gegen Steinach (1:4), Schwallungen (0:5), Bad Salzungen (0:4), Ruhla ( 1:4) und Hinternah (0:3).
Nach diesem enttäuschendem Abschneiden gilt es in der zweiten Halbserie nur noch zu retten, was zu retten ist. Vom Abstieg will keiner etwas wissen, vom Aufstieg allerdings auch nichts mehr. Wenigstens soll doch noch ein einstelliger Tabellenplatz geschafft werden. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass sich die Mannschaft auf ihre spielerischen Mittel besinnt, eine bessere Chancenverwertung erreicht und die Verteidigung endlich zu stabilen Leistungen zurückfindet und Leistungsträger wie Marco Kühlewind, Jürgen Rieger, Jörg Ermisch, Frank Burghardt und Lars Bockelmann mehr Impulse auf die Nachwuchsspieler ausstrahlen.
Autor: rhDabei hatte man sich vor Beginn der Saison sehr viel vorgenommen. In Fachkreisen wurden die FSG Salza sogar als Mitaufstiegskandidat gehandelt. Der Trainer konnte auf den bewährten Stamm zurückgreifen und erhielt mit Christian Nette (Königshütte), Lars Bockelmann (SV Neuhof) und Michael Bonett (eigener Nachwuchs) hoffnungsvolle Neuzugänge. Die Vorbereitungsspiele gaben Anlass zu Optimismus, so mancher Salzaer Spieler und nicht wenige Fans sahen sich wahrscheinlich schon als Aufsteiger in die Thüringenliga, obwohl offiziell nur ein einstelliger Tabellenplatz als Zielstellung angestrebt wurde.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Beim Aufsteiger Geisa verloren die FSG-Kicker nicht nur deklassierend, sondern auch noch zwei Spieler durch Gelb/Rot bzw. Rote Karten. Nach drei Niederlagen und mit 2:11 Toren fand sich die Böhm-Truppe auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Ein Sieg und ein Unentschieden und 23 Gegentreffer nach acht Spieltagen sprachen eine eindeutige Sprache in Bezug auf Abwehrverhalten und mangelnde Chancenverwertung in der Mannschaft. Als man im Oktober bzw. November auf eigenem Platz im Kellerduell gegen Leinefelde und im Kreisduell beim Aufsteiger Auleben nicht gewinnen konnte, stand allen die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Von Homogenität, technischer Reife und mannschaftlicher Geschlossenheit war weit und breit nichts mehr zu spüren, statt dessen machten sich immer mehr Unsicherheit und Konzentrationsschwächen im Verwerten der Möglichkeiten breit.
Trainer Böhm hatte alle Hände voll zu tun, seine Schützlinge psychisch wieder aufzurichten, um wenigstens am Ende der Halbserie nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. Mit Siegen über Viernau und Treffurt erreichten die Salzaer - gemessen an den spielerischen Potenzen - einen indiskutablen 13. Tabellenplatz. Bemerkenswert ist vor allen die Tatsache, dass wieder mehr Heimspiele verloren wurden als Auswärtspartien. Erinnert sei da nur an die katastrophalen Niederlagen gegen Steinach (1:4), Schwallungen (0:5), Bad Salzungen (0:4), Ruhla ( 1:4) und Hinternah (0:3).
Nach diesem enttäuschendem Abschneiden gilt es in der zweiten Halbserie nur noch zu retten, was zu retten ist. Vom Abstieg will keiner etwas wissen, vom Aufstieg allerdings auch nichts mehr. Wenigstens soll doch noch ein einstelliger Tabellenplatz geschafft werden. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass sich die Mannschaft auf ihre spielerischen Mittel besinnt, eine bessere Chancenverwertung erreicht und die Verteidigung endlich zu stabilen Leistungen zurückfindet und Leistungsträger wie Marco Kühlewind, Jürgen Rieger, Jörg Ermisch, Frank Burghardt und Lars Bockelmann mehr Impulse auf die Nachwuchsspieler ausstrahlen.
