Egboune zur nnz: Wir machen weiter!
Mittwoch, 14. Februar 2007, 09:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete über einen antijüdischen Anschlag in Nordhausen (siehe unten). Jetzt konnte die Redaktion mit dem Betroffenen reden.
Am Tag danach ist Phillip Egboune gefaßt. Ich nehme diese Schmierereien zur Kenntnis, unsere Arbeit beim weiteren Aufbau der Gemeinde werden wir unbeirrt fortführen, sagte deren Vorsitzender gegenüber der nnz. Egboune fordert jedoch vor allem die Polizei auf, ihre Präsenz im Bereich des Nordhäuser Bahnhofes zu verstärken. Ausländische Mitbürger sollten sich in der Nacht in diesem Areal lieber nicht aufhalten. Neben verstärkter Polizeipräsenz müssen auch Streetworker zum Einsatz kommen, fordert Egboune in einem nnz-Gespräch.
Der 27jährige, der auch im Integrationsbeirat im Landkreis Nordhausen aktiv ist, will nicht ausschließen, dass der Anschlag nicht ihm persönlich gegolten habe. Er hat in der Oscar-Cohn-Straße weitere Schmierereien, darunter auch Hakenkreuze, beobachtet. Die seien mit gleicher Farbe angebracht worden. Egboune berichtet der nnz weiterhin, dass dies bereits der zweite Anschlag gewesen sei. Im Jahr 2004 sei das damalige Büro in der Barfüßer Straße beschmiert worden.
Trotz alledem: Wir werden nicht weichen, wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Aus deshalb, weil wir in Nordhausen das Gefühl haben, willkommen zu sein. Wir haben hier viele Freunde und wollen das jüdische Leben in das Leben der Stadt auch weiterhin einbringen.
Autor: nnzAm Tag danach ist Phillip Egboune gefaßt. Ich nehme diese Schmierereien zur Kenntnis, unsere Arbeit beim weiteren Aufbau der Gemeinde werden wir unbeirrt fortführen, sagte deren Vorsitzender gegenüber der nnz. Egboune fordert jedoch vor allem die Polizei auf, ihre Präsenz im Bereich des Nordhäuser Bahnhofes zu verstärken. Ausländische Mitbürger sollten sich in der Nacht in diesem Areal lieber nicht aufhalten. Neben verstärkter Polizeipräsenz müssen auch Streetworker zum Einsatz kommen, fordert Egboune in einem nnz-Gespräch.
Der 27jährige, der auch im Integrationsbeirat im Landkreis Nordhausen aktiv ist, will nicht ausschließen, dass der Anschlag nicht ihm persönlich gegolten habe. Er hat in der Oscar-Cohn-Straße weitere Schmierereien, darunter auch Hakenkreuze, beobachtet. Die seien mit gleicher Farbe angebracht worden. Egboune berichtet der nnz weiterhin, dass dies bereits der zweite Anschlag gewesen sei. Im Jahr 2004 sei das damalige Büro in der Barfüßer Straße beschmiert worden.
Trotz alledem: Wir werden nicht weichen, wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Aus deshalb, weil wir in Nordhausen das Gefühl haben, willkommen zu sein. Wir haben hier viele Freunde und wollen das jüdische Leben in das Leben der Stadt auch weiterhin einbringen.
