Die AnGel hilft
Dienstag, 13. Februar 2007, 18:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Fett sein ist nicht nur häßlich, sondern macht auch krank. Das weiß eigentlich jeder, aber nicht alle wissen, wie sie aus der Falle des immer dicker Werdens rauskommen können. Vielleicht hilft die AnGel. Was sich dahinter verbirgt, verrät nnz.
Einmalig in Thüringen ist das Projekt AnGel. Die Abkürzung verbirgt das Wortungetüm Anlauf- und Koordinierungsstelle für Gesundheits-, Bewegungs- und Ernährungsbewußtes Leben. Es ist Teil des Bundesprojektes Besser essen. Mehr bewegen. Im Rahmen eines Wettbewerbs meldeten sich 450 Initiativen an. 50 kamen in die Vorauswahl. Der Horizont-Verein war mit dabei. 24 Gewinner gingen aus dem Wettbewerb hervor, Nordhausen ist das einzige Projekt in Thüringen.
Allein kann der Horizont die Probleme einer immer fetteren Gesellschaft nicht lösen, also suchte man sich Kooperationspartner. Die Stadt erklärte sich dazu bereit, genau wie die Krankenkasse BKK-VBU und das Gesundheitszentrum Carpe Diem. Weitere Mitwirkende wurden bei den Sportvereinen, den Trägern der Kindertagesstätten und im Südharzkrankenhaus gewonnen. In den nächsten drei Jahren müssen die Partner beweisen, daß sie Übergewicht und Bewegungsmangel zu Leibe rücken können.
Die Versuchseinrichtungen in der Anfangsphase sind die Grundschule Niedersalza und der Kindergarten am Lohmarkt. Nicht nur die Kinder sollen in halbjährigen Kursen die Lust auf pappige Burger und süße Limos verlieren. Ihre Eltern müssen mitmachen, denn ohne sie geht nichts, weiß Projektleiterin Silke Schulze. Kurzfristiger Aktionismus hat da schlechte Karten. Auch wenn Kinder an gesundem Essen Interesse haben, fallen sie ein paar Wochen nach Eßprojekten wieder in den alten Trott zurück. Auch die Mutter verliert die Lust aufs Schulbrot schmieren und gibt wieder abgepackte Leckereien mit.
Am besten ist es, so Silke Schulze, wenn schon die schwangeren Frauen lernen gesund zu essen. Das Südharzkrankenhaus zeigte sich an den entsprechenden Kursen interessiert. In Krabbelgruppen können sie sich dann mit anderen Müttern austauschen. Die Betreuung in Kindertagesstätten schließt sich an. Wandertage mit Picknick, gesundes Frühstück und viele andere Projekte sind in Kitas und Schulen geplant. Bereits nachgefragt wird ein Thementag rund ums Brot, weil viele Kinder gar nicht mehr wissen, wo die Nahrung herkommt.
Grundschulkinder können sich an einer Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsdetektive beteiligen. Sie werden in der Stadt unterwegs sein, Spielplätze testen, Lebensmittelgeschäfte untersuchen und Politikern auch mal unangenehme Fragen stellen. Schirmherrin und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke fühlte sich gut gerüstet auf diese Fragen zu antworten. Sie hofft, daß die neue Anlaufstelle viele Projekte für Stadt und Region bündelt.
Neben der BKK-VBU sollen weitere Krankenkassen ins Boot geholt werden. Ellen Zimmermann als Sprecherin der BBK übernimmt die Aufgabe den Kontakt herzustellen. Außerdem übergab sie einen Koffer zum Thema Gesundheit macht Spaß mit Spiel- und Entspannungsideen, Elterninfos, einer CD mit lustiger Musik und einer Handpuppe. Jede Kindereinrichtung soll so eine Kiste bekommen.
Mit der Zeit sollen alle Kindergärten, Grund- und Förderschulen an Projekten teilnehmen. Diese dauern immer mindestens ein Schulhalbjahr um langfristige Änderungen herbeizuführen. Diese Zielstellung war es auch, welche das Bundesministerium für Nordhausen einnahm und dem Horizont Verein den Bewilligungsbescheid für die nächsten drei Jahre einbrachte. Wer Kontakt sucht ist richtig im Haus der Kinder in der Hohnsteiner Straße in Nordhausen.
Autor: wfEinmalig in Thüringen ist das Projekt AnGel. Die Abkürzung verbirgt das Wortungetüm Anlauf- und Koordinierungsstelle für Gesundheits-, Bewegungs- und Ernährungsbewußtes Leben. Es ist Teil des Bundesprojektes Besser essen. Mehr bewegen. Im Rahmen eines Wettbewerbs meldeten sich 450 Initiativen an. 50 kamen in die Vorauswahl. Der Horizont-Verein war mit dabei. 24 Gewinner gingen aus dem Wettbewerb hervor, Nordhausen ist das einzige Projekt in Thüringen.
Allein kann der Horizont die Probleme einer immer fetteren Gesellschaft nicht lösen, also suchte man sich Kooperationspartner. Die Stadt erklärte sich dazu bereit, genau wie die Krankenkasse BKK-VBU und das Gesundheitszentrum Carpe Diem. Weitere Mitwirkende wurden bei den Sportvereinen, den Trägern der Kindertagesstätten und im Südharzkrankenhaus gewonnen. In den nächsten drei Jahren müssen die Partner beweisen, daß sie Übergewicht und Bewegungsmangel zu Leibe rücken können.
Die Versuchseinrichtungen in der Anfangsphase sind die Grundschule Niedersalza und der Kindergarten am Lohmarkt. Nicht nur die Kinder sollen in halbjährigen Kursen die Lust auf pappige Burger und süße Limos verlieren. Ihre Eltern müssen mitmachen, denn ohne sie geht nichts, weiß Projektleiterin Silke Schulze. Kurzfristiger Aktionismus hat da schlechte Karten. Auch wenn Kinder an gesundem Essen Interesse haben, fallen sie ein paar Wochen nach Eßprojekten wieder in den alten Trott zurück. Auch die Mutter verliert die Lust aufs Schulbrot schmieren und gibt wieder abgepackte Leckereien mit.
Am besten ist es, so Silke Schulze, wenn schon die schwangeren Frauen lernen gesund zu essen. Das Südharzkrankenhaus zeigte sich an den entsprechenden Kursen interessiert. In Krabbelgruppen können sie sich dann mit anderen Müttern austauschen. Die Betreuung in Kindertagesstätten schließt sich an. Wandertage mit Picknick, gesundes Frühstück und viele andere Projekte sind in Kitas und Schulen geplant. Bereits nachgefragt wird ein Thementag rund ums Brot, weil viele Kinder gar nicht mehr wissen, wo die Nahrung herkommt.
Grundschulkinder können sich an einer Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsdetektive beteiligen. Sie werden in der Stadt unterwegs sein, Spielplätze testen, Lebensmittelgeschäfte untersuchen und Politikern auch mal unangenehme Fragen stellen. Schirmherrin und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke fühlte sich gut gerüstet auf diese Fragen zu antworten. Sie hofft, daß die neue Anlaufstelle viele Projekte für Stadt und Region bündelt.
Neben der BKK-VBU sollen weitere Krankenkassen ins Boot geholt werden. Ellen Zimmermann als Sprecherin der BBK übernimmt die Aufgabe den Kontakt herzustellen. Außerdem übergab sie einen Koffer zum Thema Gesundheit macht Spaß mit Spiel- und Entspannungsideen, Elterninfos, einer CD mit lustiger Musik und einer Handpuppe. Jede Kindereinrichtung soll so eine Kiste bekommen.
Mit der Zeit sollen alle Kindergärten, Grund- und Förderschulen an Projekten teilnehmen. Diese dauern immer mindestens ein Schulhalbjahr um langfristige Änderungen herbeizuführen. Diese Zielstellung war es auch, welche das Bundesministerium für Nordhausen einnahm und dem Horizont Verein den Bewilligungsbescheid für die nächsten drei Jahre einbrachte. Wer Kontakt sucht ist richtig im Haus der Kinder in der Hohnsteiner Straße in Nordhausen.

