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Probleme und Offerten

Mittwoch, 07. Februar 2007, 08:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Kreisvorstand des Gemeinde- und Städtebundes beschäftigt sich nicht nur mit kommenden „Verschiebungen“ im Ländle, sondern auch mit der Ordnung und Sicherheit. Wo da die „kommunalen Schuhe“ drücken und was unter einer Arbeitsbeschaffung für die Nordhäuser Stadtverwaltung Nordhausen zu verstehen ist, das hat die nnz erfahren.


Im Mittelpunkt der jüngsten Vorstandssitzung stand die Zusammenarbeit zwischen den Ordnungsämtern in den Kommunen mit der Polizeiinspektion Nordhausen. So war die Rede von freilaufenden Hunden, von lärmenden Zeltern oder von schnellerer Aufklärung bei Brandstiftungen. Der Leiter der Polizeiinspektion, Hartmut Wachtel, und Steffen Mehnert aus dem Sachbereich Einsatz informierten die Bürgermeister und VG-Chefs darüber, dass auch weiterhin an dem System der Kontaktbereichsbeamten festgehalten werde. Eine personelle Aufstockung sei seitens des Innenministeriums allerdings nicht geplant.

Insgesamt plädierten die Vertreter der Polizei, noch intensiver mit den kommunalen Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Dazu gehören zum Beispiel gemeinsame Streifen von Mitarbeitern der jeweiligen Ordnungsämter und den Polizeibeamten vor Ort. Eine Ahndung von Parkvergehen könnten die Polizisten jedoch nur bei schwerwiegenden Fällen (Blockieren von Feuerwehrzufahrten) vornehmen. Die Kontrolle des ruhenden Verkehrs obliege den Kommunen.

Die jedoch haben immer mehr Schwierigkeiten das entsprechende Personal vorzuhalten. In der Goldenen Aue zum Beispiel ist damit eine Sicherheitsdienst beauftrag worden, informierte VG-Leiter Bodo Reitzig. Hier nun kommt die Stadtverwaltung Nordhausen ins Spiel. Bürgermeister Matthias Jendricke bot an, die Aufgabe für andere Gemeinden und Städte zu übernehmen. Allerdings, so der Bürgermeister, sei das Rathaus in dieser Angelegenheit auch personell unterbesetzt, das aber soll sich noch in diesem Jahr ändern.

Und so könnten kommunale Ordnungshüter vielleicht auch Knöllchen in Heringen, Wolkramshausen oder Ilfeld verteilen, so die Nordhäuser Vision vom landkreisumfassenden Dienstleister. Auf die bisherigen Offerten einer Aufgabenübernahme in Richtung Landratsamt soll es bislang keine Antwort, statt dessen ein Lächeln gegeben haben. Man wird also sehen, ob die Kommunen auf das Kreisstadt-Angebot eingehen...
Autor: nnz

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