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Ärger im Vorfeld der 1.100-Jahr-Feier

Sucht Nordhausen doch kein neues Königspaar?

Freitag, 30. Januar 2026, 18:15 Uhr
Mathilden-Darstellerin Hannelore Müller ist verärgert: Bei der städtischen Pressekonferenz zur 1.100-Jahr-Feier war am Donnerstag öffentlich von der Suche nach einem neuen Königspaar für Nordhausen die Rede. Nach Meinung von Müller ein großes Missverständnis, das sie schnell richtigstellen wollte…

Hannelore und Wolfgang Müller, in Nordhausen besser bekannt als Heinrich und Mathilde (Foto: Angelo Glashagel) Hannelore und Wolfgang Müller, in Nordhausen besser bekannt als Heinrich und Mathilde (Foto: Angelo Glashagel)
„Wir suchen keinen Ersatz für uns, sondern lediglich eine Zweitbesetzung, ein Double“, stellte Hannelore Müller im Gespräch mit nnz-online klar. Für sie sei es selbstverständlich, dass sie weiterhin gemeinsam mit Wolfgang Müller als Königin Mathilde und König Heinrich I. auftreten werde. Seit Jahren übernehmen beide dieses Ehrenamt für den Verein für lebendiges Mittelalter. „Und das bleibt auch so, auch beim Thüringentag“, betont Müller nachdrücklich.

Das zusätzliche Königspaar solle vielmehr unterstützen. Angesichts der Vielzahl an Terminen, die im Vorfeld des Thüringentags und des Stadtjubiläums im kommenden Jahr anstehen, sei das kaum anders zu bewältigen. „Das wird schon nicht ohne sein. Das muss auch das neue Paar im Vorfeld wissen“, gibt Müller zu bedenken.

Anders als die Stadt möchte der Mittelalterverein die Auswahl des Doubles gern selbst übernehmen. „Wir würden gern ein Casting durchführen und das neue Paar dann auch anlernen“, erklärt Müller. So sei es bisher auch mit dem Beirat abgesprochen.

König oder Königin zu sein, bedeute weit mehr, als ein Kostüm zu tragen und sich fotografieren zu lassen. „Da steckt viel Erfahrung drin, die gebe ich auch gern weiter“, sagt sie.

Wie es jedoch aus Kreisen des Festbeirates heißt, will die Stadt an ihrem geplanten Interessenbekundungsverfahren festhalten. Der entsprechende Aufruf sollte in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Bereits zum Rolandsfest soll das neue Königspaar der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Verein möchte hingegen mit Unterstützung des Festbeirats aus mehreren Bewerbern das Double aussuchen, das laut Müller auch optisch passen muss. „Es muss auch nicht zwingend im echten Leben ein Paar sein“, sagt Müller.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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