Neue Ausstellung im Meyenburg eröffnet
Das Kunsthaus hat`s jetzt mit den CLOWNS
Sonntag, 25. Januar 2026, 11:53 Uhr
Gestern Nachmittag wurde im Kunsthaus Meyenburg die erste große Kunstausstellung des Jahres eröffnet. Namhafte Künstler und ihr Blick auf den Clown stehen im Fokus, Hans-Georg Backhaus hat sich die Vernissage angesehen...
Vor wenigen Tagen stellten Vertreter der drei Nordhäuser Museen im Beisein von Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) das Jahresprogramm 2026 der Öffentlichkeit vor. Es verspricht wieder abwechslungsreiche sowohl künstlerische wie auch geschichtliche Kost. Insgesamt sind 10 Sonderausstellungen geplant. Den Auftakt machte am Samstagnachmittag das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg…
Auf die geplanten Sonderausstellungen machte Bürgermeisterin Alexandra Rieger eingangs ihrer Begrüßungsrede nochmals aufmerksam (nnz berichtete bereits). Lobende Worte fand sie für Wolfgang Finkbein, der vor einigen Jahren wie heute wieder mit zahlreichen Kunstwerken aus seiner Sammlung zur Schau beigetragen hat. Und verwies dabei auf eine Ausstellung mit dem Titel So ein Zirkus aus dem Jahr 2017.
Mit der Thematik Clowns beschäftigte sich auch Thomas Kübler in seinen Ausführungen und nahm die zahlreich erschienenen Damen und Herren mit auf eine Zeitreise. Alles begann vor etwa 3000 Jahren in der Antike im Zusammenspiel mit artistischen Darbietungen. Es habe über die Zeit unterschiedliche Begriffe für Spaßmacher gegeben. Sie hatten die Aufgabe, Menschen zum Lachen zu bringen, manchmal aber auch zum Weinen oder Nachdenken. Und sie hatten jeweils ein eigenes Kostüm.
Doch das Wort Clown sei ein Kind der Moderne, machte Kübler deutlich. Erst William Shakespeare habe den Begriff erstmals verwendet, nämlich in seiner Komödie Was ihr wollt. Zudem sei es um äußere Fröhlichkeit gegangen. Clowns seien oft vielschichtige Figuren gewesen.
Schließlich ergriff Susanne Hinsching das Wort und hob hervor, dass seit jeher auch die Bildenden Künstler von der Welt der Artisten und des Zirkus fasziniert seien, vom Rausch der Farben, Formen und Körper oder dem phantasievollen Zusammenspiel so vieler Ungewöhnlichkeiten. Der Zirkus wird in der Bildenden Kunst mit allen seinen Sparten widergespiegelt, aber Clowns spielten und spielen immer eine besondere Rolle, so die Kunsthausleiterin.
An anderer Stelle verwies sie auf die vielen Arten von Clowns-Darstellungen und nannte beispielsweise den dummen August, den Weißclown, den Harlekin und Pirrot. Die Gemeinsamkeit bzw. Unterscheidung erfolge durch das jeweilige Kostüm und die jeweils typische Maske – rote Nase oder weißes Gesicht. Und verwies als Beispiel auf das Clownsgesicht von Camille Hilaire.
In Verlauf ihrer Laudatio ging Susanne Hinsching auf zahlreiche weitere Kunstwerke vertiefend ein, bevor sie an die anwesenden Gäste noch ein ganz persönliches Wort richtete, nämlich: Für mich ist es ein besonders faszinierendes Thema, da es so vielschichtig ist und die Künstlerinnen und Künstler immer zum Experimentieren mit neuen künstlerischen Stilmitteln gezwungen hat, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie schloss ihre Ausführungen mit der Bitte: Aber überzeugen Sie sich nun selbst!
Die Räume der Jugendstilvilla präsentieren also einzigartige Clown-Bilder, welche eine zeitliche Spanne vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart umfassen. Zu erleben sind in diesem Bilderreigen u.a. verschiedenartige Clowns in der Manege ebenso wie Harlekins in ihrer tollen Farbenpracht. Nicht immer sind sie fröhlich anzuschauen. Mitgefühl stellt sich da schon mal beim Betrachten der traurigen Clowns ein.
Nur zu verständlich, dass das Kunsthaus bei dieser Thematik der Ausstellung den Titel Clowns gab. Es sind 109 Gemälde und Grafiken, die über zweieinhalb Monate fortan die Wände des Meyenburg schmücken. Vertreten sind u.a. Werke von Karel Appel, Bernhard Buffet, Marc Chagall, Otto Dix, Ilsetraut Glock, Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Wilhelm Lachnit, Otto Mueller, Pablo Picasso und Heinrich Zille.
Aus der Sammlung Finkbein Dresden und der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung stammen die Leihgaben für die aktuelle Präsentation. Die Vernissage wurde künstlerisch untermalt vom Theater Nordhausen. Per Back Nissen (Dänemark )mit seiner Bass-Stimme brachte in der Rolle des Bartolo eine Arie aus der Oper Der Barbier von Sevilla zu Gehör und wurde dabei von Luca Marcossi am Flügel begleitet. Was wunder, dass der herzliche Beifall nicht lange auf sich warten ließ.
Wer sich an diesen Clowns-Bildern erfreuen möchte, kann dies ab sofort bis zum 6. April 2026 gerne tun. Das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg, A.-Puschkin-Straße 31, ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Aber aufgepasst: Am Ostermontag, 6. April, ist das Kunsthaus geöffnet. Zudem gibt es zu dieser Ausstellung wieder ein Begleitprogramm, über das zeitnah in den Medien informiert wird.
Hans-Georg Backhaus
Autor: redVor wenigen Tagen stellten Vertreter der drei Nordhäuser Museen im Beisein von Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) das Jahresprogramm 2026 der Öffentlichkeit vor. Es verspricht wieder abwechslungsreiche sowohl künstlerische wie auch geschichtliche Kost. Insgesamt sind 10 Sonderausstellungen geplant. Den Auftakt machte am Samstagnachmittag das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg…
Auf die geplanten Sonderausstellungen machte Bürgermeisterin Alexandra Rieger eingangs ihrer Begrüßungsrede nochmals aufmerksam (nnz berichtete bereits). Lobende Worte fand sie für Wolfgang Finkbein, der vor einigen Jahren wie heute wieder mit zahlreichen Kunstwerken aus seiner Sammlung zur Schau beigetragen hat. Und verwies dabei auf eine Ausstellung mit dem Titel So ein Zirkus aus dem Jahr 2017.
Mit der Thematik Clowns beschäftigte sich auch Thomas Kübler in seinen Ausführungen und nahm die zahlreich erschienenen Damen und Herren mit auf eine Zeitreise. Alles begann vor etwa 3000 Jahren in der Antike im Zusammenspiel mit artistischen Darbietungen. Es habe über die Zeit unterschiedliche Begriffe für Spaßmacher gegeben. Sie hatten die Aufgabe, Menschen zum Lachen zu bringen, manchmal aber auch zum Weinen oder Nachdenken. Und sie hatten jeweils ein eigenes Kostüm.
Doch das Wort Clown sei ein Kind der Moderne, machte Kübler deutlich. Erst William Shakespeare habe den Begriff erstmals verwendet, nämlich in seiner Komödie Was ihr wollt. Zudem sei es um äußere Fröhlichkeit gegangen. Clowns seien oft vielschichtige Figuren gewesen.
Schließlich ergriff Susanne Hinsching das Wort und hob hervor, dass seit jeher auch die Bildenden Künstler von der Welt der Artisten und des Zirkus fasziniert seien, vom Rausch der Farben, Formen und Körper oder dem phantasievollen Zusammenspiel so vieler Ungewöhnlichkeiten. Der Zirkus wird in der Bildenden Kunst mit allen seinen Sparten widergespiegelt, aber Clowns spielten und spielen immer eine besondere Rolle, so die Kunsthausleiterin.
An anderer Stelle verwies sie auf die vielen Arten von Clowns-Darstellungen und nannte beispielsweise den dummen August, den Weißclown, den Harlekin und Pirrot. Die Gemeinsamkeit bzw. Unterscheidung erfolge durch das jeweilige Kostüm und die jeweils typische Maske – rote Nase oder weißes Gesicht. Und verwies als Beispiel auf das Clownsgesicht von Camille Hilaire.
In Verlauf ihrer Laudatio ging Susanne Hinsching auf zahlreiche weitere Kunstwerke vertiefend ein, bevor sie an die anwesenden Gäste noch ein ganz persönliches Wort richtete, nämlich: Für mich ist es ein besonders faszinierendes Thema, da es so vielschichtig ist und die Künstlerinnen und Künstler immer zum Experimentieren mit neuen künstlerischen Stilmitteln gezwungen hat, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie schloss ihre Ausführungen mit der Bitte: Aber überzeugen Sie sich nun selbst!
Die Räume der Jugendstilvilla präsentieren also einzigartige Clown-Bilder, welche eine zeitliche Spanne vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart umfassen. Zu erleben sind in diesem Bilderreigen u.a. verschiedenartige Clowns in der Manege ebenso wie Harlekins in ihrer tollen Farbenpracht. Nicht immer sind sie fröhlich anzuschauen. Mitgefühl stellt sich da schon mal beim Betrachten der traurigen Clowns ein.
Nur zu verständlich, dass das Kunsthaus bei dieser Thematik der Ausstellung den Titel Clowns gab. Es sind 109 Gemälde und Grafiken, die über zweieinhalb Monate fortan die Wände des Meyenburg schmücken. Vertreten sind u.a. Werke von Karel Appel, Bernhard Buffet, Marc Chagall, Otto Dix, Ilsetraut Glock, Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Wilhelm Lachnit, Otto Mueller, Pablo Picasso und Heinrich Zille.
Aus der Sammlung Finkbein Dresden und der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung stammen die Leihgaben für die aktuelle Präsentation. Die Vernissage wurde künstlerisch untermalt vom Theater Nordhausen. Per Back Nissen (Dänemark )mit seiner Bass-Stimme brachte in der Rolle des Bartolo eine Arie aus der Oper Der Barbier von Sevilla zu Gehör und wurde dabei von Luca Marcossi am Flügel begleitet. Was wunder, dass der herzliche Beifall nicht lange auf sich warten ließ.
Wer sich an diesen Clowns-Bildern erfreuen möchte, kann dies ab sofort bis zum 6. April 2026 gerne tun. Das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg, A.-Puschkin-Straße 31, ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Aber aufgepasst: Am Ostermontag, 6. April, ist das Kunsthaus geöffnet. Zudem gibt es zu dieser Ausstellung wieder ein Begleitprogramm, über das zeitnah in den Medien informiert wird.
Hans-Georg Backhaus
















