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Stadt bereitet digitales Parken vor

Freitag, 23. Januar 2026, 11:31 Uhr
Was in vielen Städten bereits zum Alltag gehört, soll nun auch bald in Nordhausen Realität werden: Wer sein Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellt, soll künftig die Parkgebühr bequem per Smartphone-App bezahlen können. Unklar ist aber noch der Starttermin...

Bald soll in Nordhausen Handy-Parken möglich sein. (Foto: ssc) Bald soll in Nordhausen Handy-Parken möglich sein. (Foto: ssc)
Die Stadt hat sich nach einem Ausschreibungsverfahren für den Anbieter Parkster entschieden. „Es gab ein Ausschreibungsverfahren, an dem sich mehrere Firmen beteiligt haben. Wir haben uns für Parkster entschieden, weil es das kostengünstigste Angebot für Stadt und Nutzer ist“, erklärt Christoph Möllhoff, Sachgebietsleiter Ordnung und Verkehr, am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtordnung und Ortsteile.

In der Grundvariante ist die App für Autofahrer kostenlos nutzbar, auch für die Stadt fallen keine Gebühren an. Zusatzkosten fallen durch Zusatzfunktionen wie ein Familienkonto oder den Überzahlungsschutz (Erinnerung an die Beendigung des Parkvorgangs) an.

Bislang ist auf gebührenpflichtigen Parkplätzen in Nordhausen das Ziehen eines Parkscheins am Automaten Pflicht – inklusive der Notwendigkeit, passendes Kleingeld dabeizuhaben. Das digitale Parken soll hier Abhilfe schaffen: Nutzer wählen in der App Parkplatz und Parkdauer aus und bezahlen online. Die Parkzeit lässt sich zudem minutengenau verlängern oder vorzeitig beenden. So zahlen Autofahrer nur so lange, wie sie tatsächlich parken, und vermeiden Knöllchen wegen abgelaufener Tickets.

Wann der Service in Nordhausen an den Start geht, ist derzeit noch offen. Aktuell stimmt sich die Stadt mit dem Anbieter über die nächsten Schritte ab. „Wir haben verschiedene Dinge zugearbeitet. Jetzt müssen noch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden“, so Möllhoff. Unter anderem müssen die Parkautomaten technisch nachgerüstet werden. Außerdem ist eine Schnittstelle erforderlich, damit der städtische Außendienst auf die digitalen Parkdaten zugreifen kann. Dabei wird die Stadt vom Anbieter unterstützt.

In den kommenden Tagen ist ein erster Abstimmungstermin geplant. „Wir können derzeit noch nicht sagen, ab wann das digitale Parken starten wird. Wir hoffen jedoch auf eine zeitnahe Einführung“, sagt Möllhoff.

Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) kündigt zudem ein hybrides System an: Auf gebührenpflichtigen Parkplätzen soll auch künftig weiterhin mit Bargeld bezahlt werden können. Gleichzeitig will die Stadt prüfen, wie viele Parkautomaten – etwa auf dem August-Bebel-Platz – künftig tatsächlich noch benötigt werden.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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