Was zahlten Sie vor einem Jahr?
Donnerstag, 01. Februar 2007, 10:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch an die Preise im Januar des vergangenen Jahres erinnern? Die nnz hilft Ihnen auf die Sprünge und hat alle wichtigen Daten zusammengefaßt.
In Thüringen ist der Verbraucherpreisindex nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik zwischen Januar 2006 und Januar 2007 um 1,7 Prozent auf 111,7 Punkte gestiegen (Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100).
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wird auf der Grundlage der Ergebnisse aus sechs Bundesländern für Januar 2007 bundesweit mit einer Jahresteuerungsrate von 1,7 Prozent gerechnet.
In Thüringen verteuerten sich gegenüber Januar 2006 besonders 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' um 4,1 Prozent sowie 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' um 4,0 Prozent. Einzig im Bereich 'Nachrichtenübermittlung' lagen die Preise im Januar 2007 unter dem Vorjahresniveau (- 0,4 Prozent).
Trotz Mehrwertsteuererhöhung blieb das Preisniveau in Thüringen im Januar 2007 gegenüber Dezember 2006 unverändert. Bundesweit wird mit einem Preisrückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Dem theoretisch möglichen Effekt der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 wurde bundesweit - und somit auch in Thüringen - durch eine Reihe gezielter Einzelmaßnahmen (Sonderverkäufe) und positiver Preisentwicklungen entgegen gewirkt, so dass die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung nur bei einer tiefer gehenden Betrachtung erkennbar sind.
In Thüringen lag das Preisniveau im Januar 2007 in 8 der 12 Warenhauptgruppen höher als im Dezember 2006.
So stiegen u.a. im Bereich 'andere Waren und Dienstleistungen' (+ 1,6 Prozent) besonders die Preise für Körperpflege (+ 2,2 Prozent; darunter Friseurleistungen + 4,2 Prozent) und Versicherungsdienstleistungen (+ 2,2 Prozent).
Im Bereich 'Verkehr' (+ 1,5 Prozent) verteuerte sich der Kauf von Fahrzeugen um 2,1 Prozent. Die Personenbeförderung im Schienenverkehr kostete im Januar 5,4 Prozent mehr als im Dezember 2006. Der Preisanstieg im Bereich der Nachrichtenübermittlung (+ 1,4 Prozent) ist einzig auf höhere Preise für Telefon- und Telefaxdienstleistungen (+ 1,6 Prozent) zurückzuführen.
Höhere Preise für medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen bestimmen im Wesentlichen das höhere Preisniveau im Bereich 'Gesundheitspflege' (+ 0,9 Prozent).
Wenngleich von der Mehrwertsteuererhöhung ausgeschlossen, belasteten die Preiserhöhungen für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+ 0,7 Prozent) die Budget der Thüringer Haushalte aufgrund der Ausgabenstruktur stark. Abermals waren es saisonale Gründe, die im Wesentlichen für die Preisentwicklung verantwortlich waren. So stiegen die Preise für saisonabhängige Nahrungsmittel um 3,7 Prozent. Mit 6,5 Prozent lag der Preisanstieg gegenüber Dezember 2006 für Gemüse am höchsten. Innerhalb des letzten Monats verteuerten sich u.a. Salat um 24,6 Prozent, Tomaten um 24,0 Prozent, Paprikaschoten um 19,1 Prozent, Blumenkohl um 9,7 Prozent, Lauch um 7,4 Prozent und Gurken um 4,9 Prozent.
Aber auch die Preise für Zucker, Marmelade, Konfitüre, Honig und Süßwaren (+ 0,4 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 0,3 Prozent) zogen an. Der Preisanstieg für alkoholfreie Getränke lag mit 1,0 Prozent höher als der für Nahrungsmittel
(+ 0,7 Prozent). Sowohl für Kaffee, Tee und Kakao (+ 1,4 Prozent) als auch für Mineralwasser, Säfte und Limonaden (+ 0,9 Prozent) mussten die Verbraucher im Januar mehr bezahlen als im Dezember 2006.
Wohnen wurde in Thüringen im Januar 2007 um 0,4 Prozent teuerer. Der Preisanstieg resultierte u.a. aus den zu Beginn des neuen Jahres gestiegenen Preisen für Strom (+ 4,2 Prozent) und Gas (+ 3,3 Prozent), während Heizöl um 5,8 Prozent im Preis zurückging.
Von Preisnachlässen in den Bereichen 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 4,6 Prozent), 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (- 2,3 Prozent) und 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,4 Prozent) konnten die Thüringer Verbraucher profitieren. Die rückläufige Preisentwicklung resultierte in allen 3 Bereichen aus saisonalen oder witterungsbedingten Gründen. Schwerpunkte in den ersten beiden Bereichen waren die gesunkenen Preise für Pauschalreisen (- 23,6 Prozent; Vormonat: + 30,9 Prozent) und für Beherbergungsdienstleistungen (- 15,1 Prozent; Vormonat: + 23,5 Prozent).
Milde Temperaturen - verbunden mit vielen Sonderangeboten - ließen die Preise für Bekleidung und Schuhe um jeweils 0,4 Prozent purzeln. So konnten die Kunden u.a. beim Kauf von Hosen und Kleidern für Mädchen (- 4,8 bzw. - 4,5 Prozent), von Jacken für Knaben (- 4,8 Prozent) und von Herrenlederjacken (- 4,5 Prozent) sparen.
Autor: nnzIn Thüringen ist der Verbraucherpreisindex nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik zwischen Januar 2006 und Januar 2007 um 1,7 Prozent auf 111,7 Punkte gestiegen (Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100).
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wird auf der Grundlage der Ergebnisse aus sechs Bundesländern für Januar 2007 bundesweit mit einer Jahresteuerungsrate von 1,7 Prozent gerechnet.
In Thüringen verteuerten sich gegenüber Januar 2006 besonders 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' um 4,1 Prozent sowie 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' um 4,0 Prozent. Einzig im Bereich 'Nachrichtenübermittlung' lagen die Preise im Januar 2007 unter dem Vorjahresniveau (- 0,4 Prozent).
Trotz Mehrwertsteuererhöhung blieb das Preisniveau in Thüringen im Januar 2007 gegenüber Dezember 2006 unverändert. Bundesweit wird mit einem Preisrückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Dem theoretisch möglichen Effekt der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 wurde bundesweit - und somit auch in Thüringen - durch eine Reihe gezielter Einzelmaßnahmen (Sonderverkäufe) und positiver Preisentwicklungen entgegen gewirkt, so dass die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung nur bei einer tiefer gehenden Betrachtung erkennbar sind.
In Thüringen lag das Preisniveau im Januar 2007 in 8 der 12 Warenhauptgruppen höher als im Dezember 2006.
So stiegen u.a. im Bereich 'andere Waren und Dienstleistungen' (+ 1,6 Prozent) besonders die Preise für Körperpflege (+ 2,2 Prozent; darunter Friseurleistungen + 4,2 Prozent) und Versicherungsdienstleistungen (+ 2,2 Prozent).
Im Bereich 'Verkehr' (+ 1,5 Prozent) verteuerte sich der Kauf von Fahrzeugen um 2,1 Prozent. Die Personenbeförderung im Schienenverkehr kostete im Januar 5,4 Prozent mehr als im Dezember 2006. Der Preisanstieg im Bereich der Nachrichtenübermittlung (+ 1,4 Prozent) ist einzig auf höhere Preise für Telefon- und Telefaxdienstleistungen (+ 1,6 Prozent) zurückzuführen.
Höhere Preise für medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen bestimmen im Wesentlichen das höhere Preisniveau im Bereich 'Gesundheitspflege' (+ 0,9 Prozent).
Wenngleich von der Mehrwertsteuererhöhung ausgeschlossen, belasteten die Preiserhöhungen für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+ 0,7 Prozent) die Budget der Thüringer Haushalte aufgrund der Ausgabenstruktur stark. Abermals waren es saisonale Gründe, die im Wesentlichen für die Preisentwicklung verantwortlich waren. So stiegen die Preise für saisonabhängige Nahrungsmittel um 3,7 Prozent. Mit 6,5 Prozent lag der Preisanstieg gegenüber Dezember 2006 für Gemüse am höchsten. Innerhalb des letzten Monats verteuerten sich u.a. Salat um 24,6 Prozent, Tomaten um 24,0 Prozent, Paprikaschoten um 19,1 Prozent, Blumenkohl um 9,7 Prozent, Lauch um 7,4 Prozent und Gurken um 4,9 Prozent.
Aber auch die Preise für Zucker, Marmelade, Konfitüre, Honig und Süßwaren (+ 0,4 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 0,3 Prozent) zogen an. Der Preisanstieg für alkoholfreie Getränke lag mit 1,0 Prozent höher als der für Nahrungsmittel
(+ 0,7 Prozent). Sowohl für Kaffee, Tee und Kakao (+ 1,4 Prozent) als auch für Mineralwasser, Säfte und Limonaden (+ 0,9 Prozent) mussten die Verbraucher im Januar mehr bezahlen als im Dezember 2006.
Wohnen wurde in Thüringen im Januar 2007 um 0,4 Prozent teuerer. Der Preisanstieg resultierte u.a. aus den zu Beginn des neuen Jahres gestiegenen Preisen für Strom (+ 4,2 Prozent) und Gas (+ 3,3 Prozent), während Heizöl um 5,8 Prozent im Preis zurückging.
Von Preisnachlässen in den Bereichen 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 4,6 Prozent), 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (- 2,3 Prozent) und 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,4 Prozent) konnten die Thüringer Verbraucher profitieren. Die rückläufige Preisentwicklung resultierte in allen 3 Bereichen aus saisonalen oder witterungsbedingten Gründen. Schwerpunkte in den ersten beiden Bereichen waren die gesunkenen Preise für Pauschalreisen (- 23,6 Prozent; Vormonat: + 30,9 Prozent) und für Beherbergungsdienstleistungen (- 15,1 Prozent; Vormonat: + 23,5 Prozent).
Milde Temperaturen - verbunden mit vielen Sonderangeboten - ließen die Preise für Bekleidung und Schuhe um jeweils 0,4 Prozent purzeln. So konnten die Kunden u.a. beim Kauf von Hosen und Kleidern für Mädchen (- 4,8 bzw. - 4,5 Prozent), von Jacken für Knaben (- 4,8 Prozent) und von Herrenlederjacken (- 4,5 Prozent) sparen.
