Umsetzung könnte sehr schwer sein
Donnerstag, 24. Januar 2002, 13:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Landratsamt fand am Vormittag eine höchst interessante Veranstaltung statt. Ökologie und Profit?, diese angebliche Widerspruch soll mit einem neuen Projekt beantwortet werden.
Das Projekt wurde heute in Nordhausen gestartet. Ziel ist es unter anderem, kleine und mittlere Unternehmen der Region für einen nachhaltigen Ressourcen-Verbrauch zu gewinnen. Über einen gewissen Zeitraum sollen in dem Unternehmen die Verbräuche dieser Ressourcen dokumentiert und analysiert werden. Daraus könnten dann Einspareffekte abgeleitet werden. So würde sich der Gesamtprozeß für die Betriebe in zweierlei Hinsicht auszahlen. Die Umwelt wird geschont und das Unternehmen kann seinen Verbrauch von Rohstoffen minimieren und somit Kosten einsparen.
Dieses Programm, angelegt als ein Kooperationsprojekt zwischen den Kommunen und Unternehmen der Region, wurde 1993 in Graz (Österreich) entwickelt. Drei Jahre später wurde es in München auf deutsche Verhältnisse angepasst und bislang in 40 deutschen Städten erfolgreich eingeführt. In Workshops und mit einer individuellen Firmenberatung analysieren die Unternehmen ihren Energie- und Materialverbrauch, ihre Stoffkreisläufe, die Produkte selbst. Auch die Mitarbeitermotivation im Umweltbereich soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Erste Ergebnisse sollen nach nnz-Informationen bereits in Erfurt und Cottbus mit dem Ökoprofit vorliegen.
Kenner der Szene sehen diesem Vorhaben jedoch eher skeptisch entgegen. Sollte das Projekt in einem kleineren Unternehmen (Dienstleistungsbereich, Handwerk) zur Anwendung kommen, dann müssen Mitarbeiter des Betriebes für eine gewisse Zeit für die Erledigung dieser Aufgaben freigestellt werden. Wer aber kann sich das als Arbeitgeber in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation leisten? Diese Frage blieb im Landratsamt ziemlich unbeantwortet.
Autor: nnz
Das Projekt wurde heute in Nordhausen gestartet. Ziel ist es unter anderem, kleine und mittlere Unternehmen der Region für einen nachhaltigen Ressourcen-Verbrauch zu gewinnen. Über einen gewissen Zeitraum sollen in dem Unternehmen die Verbräuche dieser Ressourcen dokumentiert und analysiert werden. Daraus könnten dann Einspareffekte abgeleitet werden. So würde sich der Gesamtprozeß für die Betriebe in zweierlei Hinsicht auszahlen. Die Umwelt wird geschont und das Unternehmen kann seinen Verbrauch von Rohstoffen minimieren und somit Kosten einsparen. Dieses Programm, angelegt als ein Kooperationsprojekt zwischen den Kommunen und Unternehmen der Region, wurde 1993 in Graz (Österreich) entwickelt. Drei Jahre später wurde es in München auf deutsche Verhältnisse angepasst und bislang in 40 deutschen Städten erfolgreich eingeführt. In Workshops und mit einer individuellen Firmenberatung analysieren die Unternehmen ihren Energie- und Materialverbrauch, ihre Stoffkreisläufe, die Produkte selbst. Auch die Mitarbeitermotivation im Umweltbereich soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Erste Ergebnisse sollen nach nnz-Informationen bereits in Erfurt und Cottbus mit dem Ökoprofit vorliegen.
Kenner der Szene sehen diesem Vorhaben jedoch eher skeptisch entgegen. Sollte das Projekt in einem kleineren Unternehmen (Dienstleistungsbereich, Handwerk) zur Anwendung kommen, dann müssen Mitarbeiter des Betriebes für eine gewisse Zeit für die Erledigung dieser Aufgaben freigestellt werden. Wer aber kann sich das als Arbeitgeber in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation leisten? Diese Frage blieb im Landratsamt ziemlich unbeantwortet.
