Theater Nordhausen
Neujahrskonzert 2026
Montag, 05. Januar 2026, 08:43 Uhr
Traditionell und doch ganz anders - so kam das Neujahrskonzert im Theater Nordhausen daher. Es stand unter dem Motto s’ gibt nur a Wien. Es sollten Werke zu Gehör gebracht werden, die viel Wien und wenig Strauß beinhalten, was den Veranstaltern auch bestens gelungen ist, meint Christel Laude...
Es war ein freudiges Musizieren und Zuhören. Dieser Konzertabend dürfte den Besuchern unvergessen bleiben. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabor Hontvari, der auch selbst die Moderation übernommen hatte, musizierte das Loh-Orchester, als Gesangssolisten standen ihm Julia Ermakova und Kyoughan Seo vom Ensemble des Theaters zur Seite.
Mit viel Witz und Sachverstand beschrieb der Moderator die verschiedensten Charaktere der Wiener und unterlegte sie jeweils mit passender Musik. Dabei bewahrte er Wiener Tradition und baute geschickt eine Brücke zu österreichisch- ungarischer Musik, deren er sich als gebürtiger Ungar in besonderer Weise verbunden fühlt.
Klänge der Heimat aus der Fledermaus von Johann Strauß, gefühlvoll interpretiert von Julia Ermakova, unterstrich diesen Gedanken. Weiterhin erklang Musik von Franz von Suppe, Carl Zeller, aus den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms, Musik von Richard Heuberger und das Lied Tanzen möchte ich von Emmerich Kalmann sang Julia Ermakova im Duett mit Kyounghan Seo, der sich weiterhin auf die Interpretation von Wienerliedern von Robert Stolz spezialisiert hatte und dafür neben wohlverdientem Beifall eine spezielle Anerkennung durch den Dirigenten erhielt.
Eine besondere Würdigung erfuhren die Kompositionen von Franz Lehar im Programm. Mit viel innerer Anteilnahme sang Seo Dein ist mein ganzes Herz aus Das Land des Lächelns, beim Vilja-Lied aus der Operette Die lustige Witwe durfte das Publikum sogar mitsingen. Weitere kleine musikalische Gags, wie etwa das Nachahmen des Kuckucksrufes u.a. förderten die gute Stimmung im Konzertsaal.
Selbst das bitterböse Tauben vergiften im Park von Georg Kreisler fand seinen passenden Platz im Programm. Ganz bestimmt wurde auch der Walzer An der schönen grauen Donau aus Donaulegenden, ebenfalls von Franz Lehar, mit Augenzwinkern in das Programm aufgenommen.
Große Beachtung fanden die Orchesterstücke Chinesische Ballettsuite, und mit der Interpretation der Carmen Quadrille bewiesen Orchester und Dirigent ihr hohes spielerisches Können und eine perfekte musikalische Gestaltung. Mit Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände aus Viktoria und der Husar von Paul Abraham klang das Konzert schließlich aus.
Lang anhaltender Beifall und stehende Ovationen waren der Dank des Publikums. Alles in Allem sollte an dieser Stelle auch einmal die passende Hintergrundillumination der Bühne dank Bühnentechnik gewürdigt werden, sowie die herrlichen Blumengebinde, die das ganze Geschehen sinnvoll und geschmackvoll abrundeten. Am Ende kehrte das Konzert jedoch zu den Traditionen zurück und spielte selbstverständlich den Radetzkymarsch.
Christel Laude
Autor: redEs war ein freudiges Musizieren und Zuhören. Dieser Konzertabend dürfte den Besuchern unvergessen bleiben. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabor Hontvari, der auch selbst die Moderation übernommen hatte, musizierte das Loh-Orchester, als Gesangssolisten standen ihm Julia Ermakova und Kyoughan Seo vom Ensemble des Theaters zur Seite.
Mit viel Witz und Sachverstand beschrieb der Moderator die verschiedensten Charaktere der Wiener und unterlegte sie jeweils mit passender Musik. Dabei bewahrte er Wiener Tradition und baute geschickt eine Brücke zu österreichisch- ungarischer Musik, deren er sich als gebürtiger Ungar in besonderer Weise verbunden fühlt.
Klänge der Heimat aus der Fledermaus von Johann Strauß, gefühlvoll interpretiert von Julia Ermakova, unterstrich diesen Gedanken. Weiterhin erklang Musik von Franz von Suppe, Carl Zeller, aus den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms, Musik von Richard Heuberger und das Lied Tanzen möchte ich von Emmerich Kalmann sang Julia Ermakova im Duett mit Kyounghan Seo, der sich weiterhin auf die Interpretation von Wienerliedern von Robert Stolz spezialisiert hatte und dafür neben wohlverdientem Beifall eine spezielle Anerkennung durch den Dirigenten erhielt.
Eine besondere Würdigung erfuhren die Kompositionen von Franz Lehar im Programm. Mit viel innerer Anteilnahme sang Seo Dein ist mein ganzes Herz aus Das Land des Lächelns, beim Vilja-Lied aus der Operette Die lustige Witwe durfte das Publikum sogar mitsingen. Weitere kleine musikalische Gags, wie etwa das Nachahmen des Kuckucksrufes u.a. förderten die gute Stimmung im Konzertsaal.
Selbst das bitterböse Tauben vergiften im Park von Georg Kreisler fand seinen passenden Platz im Programm. Ganz bestimmt wurde auch der Walzer An der schönen grauen Donau aus Donaulegenden, ebenfalls von Franz Lehar, mit Augenzwinkern in das Programm aufgenommen.
Große Beachtung fanden die Orchesterstücke Chinesische Ballettsuite, und mit der Interpretation der Carmen Quadrille bewiesen Orchester und Dirigent ihr hohes spielerisches Können und eine perfekte musikalische Gestaltung. Mit Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände aus Viktoria und der Husar von Paul Abraham klang das Konzert schließlich aus.
Lang anhaltender Beifall und stehende Ovationen waren der Dank des Publikums. Alles in Allem sollte an dieser Stelle auch einmal die passende Hintergrundillumination der Bühne dank Bühnentechnik gewürdigt werden, sowie die herrlichen Blumengebinde, die das ganze Geschehen sinnvoll und geschmackvoll abrundeten. Am Ende kehrte das Konzert jedoch zu den Traditionen zurück und spielte selbstverständlich den Radetzkymarsch.
Christel Laude
