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Landratsamt schläft nicht

Donnerstag, 24. Januar 2002, 12:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf das Steigerthaler Abwasserproblem kam umgehend eine Antwort aus dem Landratsamt. nnz hatte dort nachgefragt.


In seinem Verantwortungsbereich habe es niemals die Aussage „Wir haben keine Zeit“ von irgendeinem Mitarbeiter gegeben. Darüber hinaus sei die Kommunalaufsicht auch gar nicht mit diesem Thema befasst, antwortete deren Chef Holger Lorek auf nnz-Anfrage, sondern die Ordnungsbehörde. Die habe das Thema ausführlich bearbeitet. Jedoch sei ein Austritt wie im Falle Steigerthals nicht einfach zu handhaben. Da müssen die entsprechenden Akten auf den „Großen Thüringer Rundlauf“ geschickt werden.

Folgende Strecke war auch für das Steigerthal Abwasser vorgesehen: Landratsamt Nordhausen - Landesverwaltungsamt Weimar - Innenministerium Erfurt - Umweltministerium Erfurt - Staatliches Umweltamt Sonderhausen - Landratsamt Nordhausen. Alle Behörden müssen da ihre jeweiligen Stellungnahmen formulieren, die wiederum müssen eingearbeitet werden und eventuell geht der Rundlauf dann noch einmal von vorn los.

Der „Schwarze Peter“, der muß nicht unbedingt beim Landratsamt zu finden sein, vielleicht liegt „er“ auch nur erschöpft irgendwo auf der Strecke zwischen Nordhausen, Weimar und Erfurt? Aber mal im Ernst: Zwei Jahre zur Bearbeitung eines Vorganges sind schon ganz schön „happig“. Vielleicht sollten die Verwalter des Freistaates nicht so viel mit ihrer Selbstverwaltung beschäftigt sein?
Autor: nnz

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