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Sorge um die Zukunft der Rolandstadt

Donnerstag, 25. Januar 2007, 19:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Die eventuell anstehende Gebietsreform ist schon ein „Lieblingsthema“ der nnz. Jetzt hat die Redaktion mit dem Nordhäuser SPD-Chef gesprochen. Und dessen Meinung ist eigentlich bekannt...


Nach Ansicht des Nordhäuser SPD-Vorsitzenden Andreas Wieninger wird das vorherrschende Thema bis zum Wahljahr 2009 in Thüringen die Gebiets- und Kreisreform sein. „Zwar versuchen die regierenden Landespolitiker der Christdemokraten das Thema klein zu reden, aber die Wirklichkeit und die finanziellen Probleme holen uns alle ein“, machte Wieninger klar.

Eine solche Reform, verbunden mit der Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs ist aus seiner Sicht zwingend notwendig. „Der Wunsch nach einem dauerhaft kleinen Landkreis wäre vergleichbar mit der mittelalterlichen Kleinstaaterei, wo der jeweilige Landesfürst nach gut Dünken die Geschicke des Landes führte. Die Herausforderung der modernen Zeit und der Wirtschaft benötigt dagegen andere Antworten“, so Wieninger.

Wie das räumliche Gebilde aussieht, ist für die Sozialdemokraten von untergeordneter Bedeutung. Notwendig sei vielmehr, dass für die Bürger die Möglichkeiten erhalten bleiben, Behördengänge zeitnah und unkompliziert regeln zu können. „Wir wollen daher auch unbedingt erreichen, dass Nordhausen Kreisstadt bleibt. Leider verfolgen andere dieses Ziel nicht so eindeutig“, sorgt sich Wieninger um die Zukunft der Rolandstadt. „Allein die Diskussion um die Theaterkürzungen hat gezeigt, dass eine breitere Finanzierungsbasis der Thüringer Theater notwendig ist und dies geht nun einmal nur über größere Landkreise mit mehr Einwohnern“, erklärte Wieninger.

In der nächsten Sitzung des Nordhäuser Hauptausschusses wollen die Sozialdemokraten wissen, welche Antwort die Landkreisverwaltung auf das Angebot der Stadt Nordhausen zur Verwaltungszusammenarbeit übermittelt hat. „Der Landrat kann ruhig wissen - wir werden da nicht locker lassen. Der Grundsatz von Effizienz und Bürgerservice muss auch für die öffentliche Verwaltung gelten“, forderte Wieninger abschließend gegenüber der nnz.
Autor: nnz

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