Schneisen der Verwüstung
Dienstag, 23. Januar 2007, 07:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Vier Tage nach dem Orkan "Kyrill" wird das Ausmaß des Sturms in Deutschlands Wäldern immer deutlicher. nnz mit einem Überblick zu besonders betroffenen Gebieten.
Nach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) wurden bundesweit fast 20 Millionen Kubikmeter Holz vernichtet. Grob hochgerechnet dürfte das mehr als 40 Millionen Bäumen entsprechen. Trotzdem sei die Forstwirtschaft noch mit einem "blauen Auge" davon gekommen, so die Einschätzung des Verbandes. Die Schäden seien nicht mit denen der Stürme "Vivian" und "Wiebke" 1990 zu vergleichen.
Regional betrachtet fällt dieser Vergleich allerdings anders aus, denn anders als 1990 war diesmal vor allem die Mitte Deutschlands betroffen, meldet die ARD. ln den Wäldern Nordrhein-Westfalens richtete "Kyrill" den größten dort jemals festgestellten Schaden an. Nach Schätzungen des Landesbetriebs Forst und Holz knickte er in diesem Bundesland 25 Millionen Bäume oder umgerechnet zwölf Millionen Kubikmeter Holz um. Hier waren vor allem das Sauer- und das Siegerland betroffen. Bis zu 600.000 Festmeter Holz sind in Rheinland-Pfalz gefällt worden. Geschädigt wurden insbesondere ältere Fichtenbestände in den Hochlagen von Hunsrück, Eifel und Westerwald. Kleinere Waldstücke wurden regelrecht weggefegt.
Aber auch in den Wäldern Hessens herrscht noch immer der Ausnahmezustand. Ein genaues Ergebnis der Waldschäden lässt sich dort wohl erst in der kommenden Woche bestimmen, doch schon jetzt ist klar, dass der Orkan in Nord- und Mittelhessen am heftigsten gewütet hat. In einem Waldstück bei Dautphetal im Kreis Marburg-Biedenkopf haben Privatwaldbesitzer nahezu ihren kompletten Baumbestand eingebüßt.
In den Thüringer Wäldern gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums rund eine Million Festmeter gebrochenes und geworfenes Holz. Der Schaden könne jedoch noch anwachsen, da einige Gebiete bislang noch nicht einmal zugänglich seien. Am stärksten betroffen seien die Fichtenbestände in den Kammlagen der Gebirge. Das Ministerium warnt vor dem Betreten der Wälder durch Privatpersonen. Auch wenn der Wind mittlerweile abgeebbt ist, besteht weiter Lebensgefahr: Angebrochene Bäume und Äste sowie Teile, die in den Baumkronen hängen geblieben sind, könnten auch weiterhin herabstürzen.
Die Sturmschäden im sächsischen Wald sind größer als zunächst angenommen. Die bisher geschätzten Verluste von rund einer Million Kubikmeter Holz sind das absolute Minimum, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. Besonders schlimm seien die Regionen Südwestsachsen bei Plauen, das Erzgebirge und die Lausitz betroffen.
Europaweit sind mehr als 62 Millionen Bäume umgeknickt, was etwa 30 Millionen Kubikmetern entspricht.
Autor: nnzNach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) wurden bundesweit fast 20 Millionen Kubikmeter Holz vernichtet. Grob hochgerechnet dürfte das mehr als 40 Millionen Bäumen entsprechen. Trotzdem sei die Forstwirtschaft noch mit einem "blauen Auge" davon gekommen, so die Einschätzung des Verbandes. Die Schäden seien nicht mit denen der Stürme "Vivian" und "Wiebke" 1990 zu vergleichen.
Regional betrachtet fällt dieser Vergleich allerdings anders aus, denn anders als 1990 war diesmal vor allem die Mitte Deutschlands betroffen, meldet die ARD. ln den Wäldern Nordrhein-Westfalens richtete "Kyrill" den größten dort jemals festgestellten Schaden an. Nach Schätzungen des Landesbetriebs Forst und Holz knickte er in diesem Bundesland 25 Millionen Bäume oder umgerechnet zwölf Millionen Kubikmeter Holz um. Hier waren vor allem das Sauer- und das Siegerland betroffen. Bis zu 600.000 Festmeter Holz sind in Rheinland-Pfalz gefällt worden. Geschädigt wurden insbesondere ältere Fichtenbestände in den Hochlagen von Hunsrück, Eifel und Westerwald. Kleinere Waldstücke wurden regelrecht weggefegt.
Aber auch in den Wäldern Hessens herrscht noch immer der Ausnahmezustand. Ein genaues Ergebnis der Waldschäden lässt sich dort wohl erst in der kommenden Woche bestimmen, doch schon jetzt ist klar, dass der Orkan in Nord- und Mittelhessen am heftigsten gewütet hat. In einem Waldstück bei Dautphetal im Kreis Marburg-Biedenkopf haben Privatwaldbesitzer nahezu ihren kompletten Baumbestand eingebüßt.
In den Thüringer Wäldern gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums rund eine Million Festmeter gebrochenes und geworfenes Holz. Der Schaden könne jedoch noch anwachsen, da einige Gebiete bislang noch nicht einmal zugänglich seien. Am stärksten betroffen seien die Fichtenbestände in den Kammlagen der Gebirge. Das Ministerium warnt vor dem Betreten der Wälder durch Privatpersonen. Auch wenn der Wind mittlerweile abgeebbt ist, besteht weiter Lebensgefahr: Angebrochene Bäume und Äste sowie Teile, die in den Baumkronen hängen geblieben sind, könnten auch weiterhin herabstürzen.
Die Sturmschäden im sächsischen Wald sind größer als zunächst angenommen. Die bisher geschätzten Verluste von rund einer Million Kubikmeter Holz sind das absolute Minimum, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. Besonders schlimm seien die Regionen Südwestsachsen bei Plauen, das Erzgebirge und die Lausitz betroffen.
Europaweit sind mehr als 62 Millionen Bäume umgeknickt, was etwa 30 Millionen Kubikmetern entspricht.
