Damals wie heute: Der Höhepunkt
Montag, 22. Januar 2007, 16:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 10 . Juni erwarten die Nordhäuser und die vielen Gäste der Stadt voller Erwartung den angekündigten, feierlichen und glanzvollen Festumzug durch die Straßen Nordhausens. Dazu eine historische Betrachtung von nnz-Autor Tim Schäfer.
Der Festumzug wird als der Höhepunkt des Nordhäuser Jubiläumsjahres 2007 mit 500 Jahre Nordhäuser Korn und dem 1080. Geburtstag der Stadt unter dem Motto: Nordhausen jubiliert- Roland trifft Huhn von tausenden Schaulustigen gefeiert werden. Und voller Stolz darf Nordhausen auf mehrere prachtvolle Festumzüge in der jüngeren Geschichte zurückblicken, so besonders auf den am 29. Mai 1927, zum tausendjährigen Stadtjubiläum von Nordhausen.
Dieser war zweifellos der Höhepunkt der Feierlichkeiten 1927 und wurde mit Unterstützung des Kunstausschusses entworfen und aufgestellt, dies unter Leitung des Nordhäuser Stadtschulrates Dr. Koch. Eigens zum Festumzug erschien, herausgegeben vom honorigen Magistrat der Stadt Nordhausen, eine Broschüre mit dem Titel: Der historische Festzug der tausendjährigen Stadt Nordhausen, der diesem Beitrag auszugsweise zugrunde liegt. Nicht unerwähnt bleibt, dass seinerzeit ganz offenbar alle regionalen Kräfte teilweise große Aufwendungen trafen, um stolz dabei zu sein, die tausendjährige Geschichte der Stadt Nordhausen darzustellen.
Dieser prachtvolle Festumzug von 1927 bewegte sich von der Grimmelallee aus über mehr als 30 Straßen, Ecken und Plätze im Stadtgebiet, bis er am Neumarkt seine Auflösung fand. Historisch wurde in einer bemerkenswerten und detaillierten Breite ein weiter Bogen gespannt. Der Auftakt gehörte Nordhausen als der souveränen Reichsstadt. Dies wurde bildhaft und lebendig verkörpert durch Soldaten und die alten Fahnen der Stadt.
Im Mittelpunkt der Eröffnung wurde der als Gründer von Nordhausen verehrte große König Heinrich besonders geehrt. Über sechshundert Jahre städtischen Lebens und historischen Wirkens folgten in den Darstellungen zur Stadt Nordhausen als selbständiges, starkes Gemeinwesen im Verbande des deutschen Reiches.
Natürlich fehlte eine gebührende Darstellung zur Königin Mathilde nicht, der Gründerin des Nordhäuser Doms, glanzvoll mit edelstem Gefolge in Szene gesetzt. Die Begründung zur Reichsstadt, das Kloster Neuwerk mit Mädchenschule, Patrizier, die Schützengilde, die Zünfte der Stadt waren weitere Schwerpunkte. Hervorzuheben ist auch die Reformation mit Luther Wagen und Geleitschutz, gefolgt von den berühmten Justus Jonas, Lorenz Süße, Philipp Melanchthon und Johannes Spangenberg, die alle in Nordhausen wirkten.
Ebenso vertreten waren insbesondere die Ratsherren und bewaffnete Bauern. Die Landsknechte von 1532, die seinerzeit halfen die Türken zurückzuschlagen, wurden auch gezeigt. Schaubilder zu den Nordhäuser Traditionen wie dem Maifest der Nordhäuser Gymnasiasten, der Handwerker Innungen, den Hohnsteiner Bauern trugen zum großen Erfolg des Umzugs bei.
Der Beginn der Geschichte Nordhausens als nunmehr Preußische Stadt mit dem Bild der Besetzung durch preußische Husaren 1802 blieb nicht unerwähnt, wenngleich man damit den Verlust von historischer Bedeutung der Stadt verknüpfte.
Darstellungen der Freiheitskriege, die Biedermeierzeit bis 1840 mit aufwendigem lebendigen Abbild einer Nordhäuser Straßenszene konnten seinerzeit bestaunt werden. Natürlich war damals schon Tabak und Nordhäuser Kornbranntwein mehrfach vertreten.
Denn die Bedeutung des Nordhäuser Korn für Nordhausen war und ist bis heute jedem Ansatz von Zweifel erhaben. Die historischen Darstellungen des Festumzuges vom 29.Mai 1927 aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums der Stadt Nordhausen fanden dann Ihren Abschluss mit dem Jahre 1870 und der Gründung des deutschen Reiches.
Im Jahre 2007 wird in Nordhausen wieder in einem großen Festumzug jubiliert, am Sonntag dem 10.Juni. Dieses Datum sollten sich alle Bürger der Stadt und Region im Kalender dick anstreichen, um den Umzug nicht zu verpassen. Das Motto Roland trifft Huhn hätte der Autor dieses Beitrages besser in Roland und 500 Jahre Korn umgesetzt gefunden. Doch dieses Moto ist zeitgemäß, ja moderner, so wie die Stadt Nordhausen heute. Die Stadt Nordhausen wird sich als weiter erstarkendes Zentrum der Region mit überregionaler Bedeutung in Mitteldeutschland vor begeisterten Zuschauern präsentieren können.
Tim Schäfer
Autor: nnzDer Festumzug wird als der Höhepunkt des Nordhäuser Jubiläumsjahres 2007 mit 500 Jahre Nordhäuser Korn und dem 1080. Geburtstag der Stadt unter dem Motto: Nordhausen jubiliert- Roland trifft Huhn von tausenden Schaulustigen gefeiert werden. Und voller Stolz darf Nordhausen auf mehrere prachtvolle Festumzüge in der jüngeren Geschichte zurückblicken, so besonders auf den am 29. Mai 1927, zum tausendjährigen Stadtjubiläum von Nordhausen.
Dieser war zweifellos der Höhepunkt der Feierlichkeiten 1927 und wurde mit Unterstützung des Kunstausschusses entworfen und aufgestellt, dies unter Leitung des Nordhäuser Stadtschulrates Dr. Koch. Eigens zum Festumzug erschien, herausgegeben vom honorigen Magistrat der Stadt Nordhausen, eine Broschüre mit dem Titel: Der historische Festzug der tausendjährigen Stadt Nordhausen, der diesem Beitrag auszugsweise zugrunde liegt. Nicht unerwähnt bleibt, dass seinerzeit ganz offenbar alle regionalen Kräfte teilweise große Aufwendungen trafen, um stolz dabei zu sein, die tausendjährige Geschichte der Stadt Nordhausen darzustellen.
Dieser prachtvolle Festumzug von 1927 bewegte sich von der Grimmelallee aus über mehr als 30 Straßen, Ecken und Plätze im Stadtgebiet, bis er am Neumarkt seine Auflösung fand. Historisch wurde in einer bemerkenswerten und detaillierten Breite ein weiter Bogen gespannt. Der Auftakt gehörte Nordhausen als der souveränen Reichsstadt. Dies wurde bildhaft und lebendig verkörpert durch Soldaten und die alten Fahnen der Stadt.
Im Mittelpunkt der Eröffnung wurde der als Gründer von Nordhausen verehrte große König Heinrich besonders geehrt. Über sechshundert Jahre städtischen Lebens und historischen Wirkens folgten in den Darstellungen zur Stadt Nordhausen als selbständiges, starkes Gemeinwesen im Verbande des deutschen Reiches.
Natürlich fehlte eine gebührende Darstellung zur Königin Mathilde nicht, der Gründerin des Nordhäuser Doms, glanzvoll mit edelstem Gefolge in Szene gesetzt. Die Begründung zur Reichsstadt, das Kloster Neuwerk mit Mädchenschule, Patrizier, die Schützengilde, die Zünfte der Stadt waren weitere Schwerpunkte. Hervorzuheben ist auch die Reformation mit Luther Wagen und Geleitschutz, gefolgt von den berühmten Justus Jonas, Lorenz Süße, Philipp Melanchthon und Johannes Spangenberg, die alle in Nordhausen wirkten.
Ebenso vertreten waren insbesondere die Ratsherren und bewaffnete Bauern. Die Landsknechte von 1532, die seinerzeit halfen die Türken zurückzuschlagen, wurden auch gezeigt. Schaubilder zu den Nordhäuser Traditionen wie dem Maifest der Nordhäuser Gymnasiasten, der Handwerker Innungen, den Hohnsteiner Bauern trugen zum großen Erfolg des Umzugs bei.
Der Beginn der Geschichte Nordhausens als nunmehr Preußische Stadt mit dem Bild der Besetzung durch preußische Husaren 1802 blieb nicht unerwähnt, wenngleich man damit den Verlust von historischer Bedeutung der Stadt verknüpfte.
Darstellungen der Freiheitskriege, die Biedermeierzeit bis 1840 mit aufwendigem lebendigen Abbild einer Nordhäuser Straßenszene konnten seinerzeit bestaunt werden. Natürlich war damals schon Tabak und Nordhäuser Kornbranntwein mehrfach vertreten.
Denn die Bedeutung des Nordhäuser Korn für Nordhausen war und ist bis heute jedem Ansatz von Zweifel erhaben. Die historischen Darstellungen des Festumzuges vom 29.Mai 1927 aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums der Stadt Nordhausen fanden dann Ihren Abschluss mit dem Jahre 1870 und der Gründung des deutschen Reiches.
Im Jahre 2007 wird in Nordhausen wieder in einem großen Festumzug jubiliert, am Sonntag dem 10.Juni. Dieses Datum sollten sich alle Bürger der Stadt und Region im Kalender dick anstreichen, um den Umzug nicht zu verpassen. Das Motto Roland trifft Huhn hätte der Autor dieses Beitrages besser in Roland und 500 Jahre Korn umgesetzt gefunden. Doch dieses Moto ist zeitgemäß, ja moderner, so wie die Stadt Nordhausen heute. Die Stadt Nordhausen wird sich als weiter erstarkendes Zentrum der Region mit überregionaler Bedeutung in Mitteldeutschland vor begeisterten Zuschauern präsentieren können.
Tim Schäfer
