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Stiftung blickt nach Nordhausen

Samstag, 20. Januar 2007, 17:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Achtung „graslöwengeprüft“! – Dieses Qualitätssiegel findet man zukünftig auch in der Rolandstadt. Neben fünf anderen Jugendherbergen wurde die Rothleimmühle in dieser Woche zur „Graslöwen“-Jugendherberge als bisher einzige in Thüringen zertifiziert. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.

Ausgezeichnet (Foto: nnz) Ausgezeichnet (Foto: nnz)

„Kinder wachsen in einem Alltag auf, der stark von Terminen, Fernsehen und anderen Medien geprägt ist. Im Schulbus sitzen sie über Kabel miteinander verbunden und hören Musik aus dem MP3Player, tippen Kurznachrichten in ihr Handy und treffen sich nicht im Wald zu spielen, sondern in einer virtuellen Online-Welt“, so Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Jugend für Natur- und Umweltthemen zu begeistern und ihnen die komplexen Zusammenhänge zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem nahe zu bringen – das sei schwer. „Unser Graslöwe hilft uns dabei“, weiß Brickwedde. Umweltbildung soll Kindern Spaß machen. „Der Graslöwe steht als Umweltbotschafter für spannende Umweltbildung ohne mahnenden Zeigefinger“. Die Graslöwen-Initiative gehört seit Ende letzten Jahres zu den offiziellen Projekten der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen.

DJH-Haupteschäftsführer Bernd Dohn erklärte, das Graslöwen-Konzept sei ein wichtiger Baustein für den nachhaltigen Kurs des Verbandes. So saßen engagierte Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands am Donnerstag in Osnabrück an einem Tisch. Neben interessanten Workshops stand ohne Zweifel die Zertifizierung der Jugendherbergen im Mittelpunkt. „Um die Auszeichnung zu bekommen, müssen die Herbergen ein spezielles Programm entwickeln“, betonten Judith Perez, DBU-Projektleiterin und DJH-Referent Bernd Lampe. So spiele Medienkompetenz eine wichtige Rolle. Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich anhand von Schwerpunkten wie ein roter Faden durch das Programm.

Carmen Witzel, Leiterin der Rothleimmühle, nahm die Urkunde entgegen und kommentierte stolz: „So ein Produkt ist immer Teamarbeit. Neben wichtigen inhaltlichen Standards muss auch das Umfeld stimmen. Vom Service, der Verpflegung bis hin zur Auswahl der pädagogischen Methoden, alles wird auf einander abgestimmt und das Rothleimmühlen-Team zieht an einem Strang. Bei der Entwicklung der Programmideen sind wir sehr stark davon ausgegangen, welche Voraussetzungen in unserem Umfeld liegen. So ist die Nähe zum Stadtpark und Gehege idealer Ausgangspunkt für umweltpädagogische Programme. Die langjährige Kooperation mit dem Ökologischen Gartenbau der LIFT gGmbH liefert Bio-Gemüse und ergänzt damit eine ausgewogene Ernährung der jungen Gäste.“
Autor: nnz

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