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Parteiarbeit auf Campus?

Donnerstag, 18. Januar 2007, 13:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Am vergangenen Mittwoch haben sich in der Fachhochschule Nordhausen einige Studenten mit den Mitgliedern der Jungen Union Nordhausen getroffen. Ihr Ziel war die Gründung einer Hochschulgruppe. Ob sie es geschafft haben, das hat die nnz erfahren.


Schnell war man sich einig, dass es einen dringenden Bedarf für eine solche studentische Vereinigung gibt. Unter Leitung des JU-Kreisvorsitzenden, Manuel Thume, begann man über Positionen, Ziele und Arbeitsfelder zu diskutieren. Die wichtigsten Ziele waren schnell ausgemacht. Zum einen will man der Demokratie- und Politikverdrossenheit etwas entgegensetzen. Zweites Hauptziel ist natürlich die Interessenvertretung der Studentenschaft auf politischer Ebene. Man will auf Probleme und Missstände an der FH hinweisen, sich aber auch mit Vorschlägen und Veranstaltungen aktiv an der Gestaltung beteiligen.

„Natürlich gab es im Vorfeld viele Diskussionen darum, ob die FH Nordhausen eine christdemokratische Studentenvereinigung benötigt. Aber gerade weil die Union in Thüringen die Verantwortung trägt ist es sehr wichtig, dass wir die Hochschulpolitik der Mutterpartei kritisch und konstruktiv begleiten. Wir müssen und werden nicht mit allen Entscheidungen des Kultusministeriums einverstanden sein.“ so Stephan Convent, der Gründungsbeauftragte.

Unter anderem wendet man sich gegen die eingeführte Verwaltungsgebühr und fordert bei der Einführung von Studiengebühren, dass hierbei sensibel vorgegangen wird und soziale Härten unbedingt berücksichtigt werden. Die weitestgehende Forderung ist unter anderem die Abschaffung der Zentralen Vermittlungsstelle für Studienplätze (ZVS).

Der JU-Kreisvorsitzende Manuel Thume bringt die wichtigsten Punkte der Hochschulpolitik aus Sicht der Jungen Union auf den Punkt: „Bildungspolitik ist Zukunftspolitik! Die Hochschulen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Zukunft von Bildung und Ausbildung darf sich nicht ohne die Studenten entscheiden. Sie wollen und müssen sich an der Hochschule des 21. Jahrhunderts aktiv beteiligen. Erfolg durch Leistung! Auch an den Hochschulen muss sich Leistung wieder lohnen. Wir sagen Ja zur Leistungsorientierung in Forschung und Lehre. Beim Hochschulzugang darf nicht der Geldbeutel der Eltern entscheidend sein. An die Hochschulen gehören die Fähigsten! Internationalisierung ist Trumpf! Die Hochschulen benötigen eine stärkere internationale Ausrichtung mit internationalen Abschlüssen, fremdsprachlichen Vorlesungen und integrierten Auslandsaufenthalten. Wir fordern einen Ausbau der Austauschprogramme und die Beseitigung von finanziellen Benachteiligungen, um die Zahl der deutschen Studenten im Ausland und die Zahl ausländischer Studenten an unseren Hochschulen zu erhöhen.“

In ihrer nächsten Sitzung wollen die Studenten ein endgültiges Positionspapier verabschieden. Die Hochschulgruppe der Jungen Union heißt jeden willkommen, der sich aktiv einbringen möchte – die Tür ist für jeden offen. Interessenten können per Mail unter hochschulgruppe@ju-nordhausen.de Kontakt aufnehmen. Fakt ist jedoch: Parteiarbeit im originären Sinne soll es auf dem Campus der Nordhäuser Fachhochschule nicht geben...
Autor: nnz

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