Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Mittwoch, 23. Januar 2002, 09:12 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 23.1.2002
Die amerikanischen Aktienmärkte haben nach dem Feiertag vom Montag am gestrigen ersten Handelstag schwach geschlossen. Der Markt hat zur Zeit Angst, dass die Kurse der Technologie-Titel stark überbewertet sind. Richard Bernstein, Analyst von Merill Lynch, brachte gestern eine Studie auf den Markt, in der er von Bubble-Preisen spricht. Vor diesem Hintergrund gaben vor allem Aktien von Hardware-Herstellern und Chip-Produzenten ab. Insbesondere Titel wie Intel oder AMD mussten darauf hin Einbußen hinnehmen. Eher positiv wurden die während des Vormittagshandels veröffentlichten Daten zu den US-Frühindikatoren aufgenommen. Nach Angaben des Conference Board sind sie im Dezember mit 1,2 Prozent deutlich stärker gestiegen als von US-Volkswirten erwartet. Der Dow Jones 30 Index, der die 30 wichtigsten Industrie-Werte enthält, zeigte sich zum Handelsende schließlich etwas schwächer und sank um 0,59 Prozent auf 9.713,80 Punkte. Im Handelsverlauf schwankte er zwischen 9.696,57 und 9.842,84 Zählern. Der marktbreitere S&P 500 Index verlor 0,73 Prozent auf 1.119,31 Punkte. Erneut am schwächsten schloss die Technologie Börse Nasdaq. Der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index schloss mit einem Minus von 2,47 Prozent auf 1.882,57 Punkten.
Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Gewinne aus dem Tagesgeschäft am späten Nachmittag nicht mehr halten. Mein Widerstand von 5140 Punkten im Dax wurde dabei als Trendumkehrmarke erreicht. Auch meine Handelsbreite wurde gestern voll ausgenutzt, denn der Tiefstkurs im Dax lag bei 5028,89 und der Höchstkurs lag bei 5136,42 Punkten. Aus diesem Grund bleibe ich heute morgen zunächst einmal bei dieser Handelsbreite. Ich bin jedoch der Meinung, dass es zur Eröffnung zu einem Test der unteren Marke kommen wird. Sollte diese gebrochen werden, könnten wir sehr schnell in Richtung 4950 bis 4960 fallen. Meine erste Indikation im Helaba Dax liegt zur Zeit bei 5034 Punkten und somit noch über der Unterstützung von 5020. Auch der gestrige umsatzlose und eigentlich über weite Strecken bullisch handelnde Markt konnte mich nicht überzeugen. Ein Markt, der am Nachmittag so schnell wieder zusammenbrechen kann, sollte eher einmal die unteren Marken im Bereich 4850 testen, als den alten Widerstand bei 5220 zu überwinden.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnz
Die amerikanischen Aktienmärkte haben nach dem Feiertag vom Montag am gestrigen ersten Handelstag schwach geschlossen. Der Markt hat zur Zeit Angst, dass die Kurse der Technologie-Titel stark überbewertet sind. Richard Bernstein, Analyst von Merill Lynch, brachte gestern eine Studie auf den Markt, in der er von Bubble-Preisen spricht. Vor diesem Hintergrund gaben vor allem Aktien von Hardware-Herstellern und Chip-Produzenten ab. Insbesondere Titel wie Intel oder AMD mussten darauf hin Einbußen hinnehmen. Eher positiv wurden die während des Vormittagshandels veröffentlichten Daten zu den US-Frühindikatoren aufgenommen. Nach Angaben des Conference Board sind sie im Dezember mit 1,2 Prozent deutlich stärker gestiegen als von US-Volkswirten erwartet. Der Dow Jones 30 Index, der die 30 wichtigsten Industrie-Werte enthält, zeigte sich zum Handelsende schließlich etwas schwächer und sank um 0,59 Prozent auf 9.713,80 Punkte. Im Handelsverlauf schwankte er zwischen 9.696,57 und 9.842,84 Zählern. Der marktbreitere S&P 500 Index verlor 0,73 Prozent auf 1.119,31 Punkte. Erneut am schwächsten schloss die Technologie Börse Nasdaq. Der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index schloss mit einem Minus von 2,47 Prozent auf 1.882,57 Punkten.Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Gewinne aus dem Tagesgeschäft am späten Nachmittag nicht mehr halten. Mein Widerstand von 5140 Punkten im Dax wurde dabei als Trendumkehrmarke erreicht. Auch meine Handelsbreite wurde gestern voll ausgenutzt, denn der Tiefstkurs im Dax lag bei 5028,89 und der Höchstkurs lag bei 5136,42 Punkten. Aus diesem Grund bleibe ich heute morgen zunächst einmal bei dieser Handelsbreite. Ich bin jedoch der Meinung, dass es zur Eröffnung zu einem Test der unteren Marke kommen wird. Sollte diese gebrochen werden, könnten wir sehr schnell in Richtung 4950 bis 4960 fallen. Meine erste Indikation im Helaba Dax liegt zur Zeit bei 5034 Punkten und somit noch über der Unterstützung von 5020. Auch der gestrige umsatzlose und eigentlich über weite Strecken bullisch handelnde Markt konnte mich nicht überzeugen. Ein Markt, der am Nachmittag so schnell wieder zusammenbrechen kann, sollte eher einmal die unteren Marken im Bereich 4850 testen, als den alten Widerstand bei 5220 zu überwinden.
Jörg Dechert, Aktienhandel
