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Logistische Hilfe

Mittwoch, 17. Januar 2007, 08:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Südharz-Krankenhaus Nordhausen. In der Notaufnahme wird ein Mann mit schweren Verletzungen eingeliefert. Unter anderem wird ihm Blut entnommen. Noch vor einigen Jahren mußte diese Probe durch eine Schwester zum Labor gebracht werden. Das dauerte, die Mitarbeiterin fehlte vor Ort.

Die medizinisch-technische Assistentin Andrea Kühmstedt bei der Entnahme einer Probe im Labor des Sü (Foto: shk) Die medizinisch-technische Assistentin Andrea Kühmstedt bei der Entnahme einer Probe im Labor des Sü (Foto: shk)


Seit der Inbetriebnahme der Rohrpostanlage hat sich das geändert. Die Blutprobe wird sorgfältig verpackt und mittels der modernen Anlage zum Labor geschickt. Um vor allem Blutproben nicht zu schädigen, erfolgt die Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit (2 Meter je Sekunde). Günther Witthauer, der Institutsleiter Labor, und seine Mitarbeiter wissen die Vorzüge der Anlage zu schätzen, kommen doch täglich bis zu 250 Sendungen an. Hinzu kommt die Tatsache, daß im Labor kontinuierlich gearbeitet werden kann, die Befunde sind eher verfügbar und können in die zentrale EDV eingegeben werden.

Auch die Apotheke des Südharz-Krankenhauses ist an die Rohrpostanlage angeschlossen. Deren Mitarbeiter profitieren von diesem außergewöhnlichen Transportsystem vor allem dann, wenn es schnell gehen muß, an den Wochenenden und während der Nachtdienste. Selbst zwischen den einzelnen Stationen können Medikamente hin und her geschickt werden.

„Schnell, sicher, zuverlässig“, so schätzen die beiden Bereichpflegedienstleiterinnen Angela Fricke und Konstanze Seidel-Teichert die Post per Rohr ein. Die Schwestern auf den Stationen werden von Botengängen entlastet, können sich so intensiver um die ihnen anvertrauten Patienten kümmern.

Die moderne Rohrpostanlage hat nicht nur die Logistik innerhalb der medizinischen Einrichtung wesentlich verbessert, sie dient mit ihren Möglichkeiten in erster Linie dem Patienten.

Zurück zur Notaufnahme. Mitunter entscheiden hier – zum Beispiel bei Schlaganfallpatienten – Sekunden und Minuten über den Erfolg der Behandlung. Und da spielt auch eine eher unmedizinische Einrichtung wie die Rohrpost im Südharz-Krankenhaus eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Autor: nnz

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