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Affront gegenüber Nordhäuser Bürger

Dienstag, 22. Januar 2002, 14:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Die SPD-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat wollte gestern das Thema Rettungsdienst in Nordhausen auf die Tagesordnung bringen. Eine Fraktion hatte jedoch etwas dagegen.


Es waren formale Probleme, welche die CDU-Fraktion bei der Einbringung der Beschlussvorlage (siehe dazu nnz-Archiv) bemängelte. So seien Fristen nicht einhalten worden, zum anderen hätte Barbara Rinke nicht als Oberbürgermeisterin den Begründungstext unterschreiben dürfen. Für die Sozialdemokraten liegt dagegen die Vermutung nahe, dass die CDU kein Interesse an der weiteren qualitative Absicherung des Rettungsdienstes in der Stadt Nordhausen habe, wie Stadtrat Andreas Wieninger (SPD) gegenüber der nnz betonte. Oder es gebe in CDU-Kreisen solche Befindlichkeiten, weil eventuell „Sachen innerhalb des Rettungsdienstzweckverbandes aufgedeckt“ werden könnten.

Wieninger bewertete das Verhalten, vor allem von Thomas Pape (CDU), als Affront gegenüber dem Stadtrat und vor allem gegenüber den Nordhäuser Bürgern. Es sei vielmehr die Vehemenz mit der Pape seine Argumentation vorgetragen habe, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD zu solchen Bewertungen bewegt hat. Seiner Fraktion geht es lediglich darum, dass die weitere qualitative Absicherung des Rettungsdienstes für die Stadt Nordhausen gewährleistet sei. „Panikmache wie auch Effekthascherei liegen uns fern. Dennoch müssen die Tatsachen genannt werden und diese bedeuten für Nordhausen sowie die in nordöstlicher Richtung liegenden Ortsteile und Gemeinde eine Verlängerung der Einsatzzeiten“, so Wieninger. Bisher sei aus seiner Sicht ein Rettungswagen vom Südharz-Krankenhaus rund fünf Minuten unterwegs. Diese Zeit würde sich in Zukunft verdreifachen und dies unabhängig davon, ob der Krankenwagen aus Sundhausen oder Niedersachswerfen komme.
Autor: nnz

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