nnz-Rückspiegel: Heilen und kochen
Sonntag, 14. Januar 2007, 08:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einer Warnung der Thüringer Apotheker mussten sich die Leser der nnz vor einem Jahr auseinandersetzen. Was am 14. Januar 2006 noch so los war, das hat die nnz-Redaktion im Rückspiegel zusammengestellt.
Nicht nur heilsam
Immer wieder werden im Internet so genannte Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die Ginkgo enthalten. Davor warnen nun die Thüringer Apotheker. Diese Produkte sind keine Alternative zu Ginkgo-Arzneimitteln aus der Apotheke, sondern können krank machen”, warnt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen. Der Apotheker beruft sich auf Untersuchungen von Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz vom Zentrallaboratorium (ZL) Deutscher Apotheker. Es ist medizinisch erwiesen, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Blätter des Ginkgobaums positiv auf Nervenzellen, Hirnleistung und bei Durchblutungsstörungen wirken ... ausführlich im nnz-Archiv
Aber Ginkgoblätter beinhalten auch Allergien auslösende Substanzen. Deshalb gibt es in Deutschland strenge Regeln für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Ginkgo-Arzneimitteln”, erklärt Prof. Schubert-Zsilavecz. Zugelassene Ginkgo-Arzneimittel enthalten einen Trockenextrakt aus Ginkgoblättern, bei dem die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe angereichert und die unerwünschten Substanzen weitestgehend entfernt wurden. Qualitativ hochwertige und wissenschaftlich untersuchte Ginkgo-Präparate sind nur in der Apotheke erhältlich”, stellt Danny Neidel klar. Wer den Werbeversprechen aus dem Internet glaubt, kommt nicht billig weg, sondern geht Risiken ein”, appelliert der Apotheker weiter.
Alle vom Zentrallaboratorium getesteten Internetprodukte enthielten neben Ginkgo-Bestandteilen auch extrem hohe Konzentrationen schädlicher Ginkgosäuren. Ihr Anteil lag laut Prof. Schubert-Zsilavecz um das bis zu 1500fache über dem hierzulande erlaubten Wert. Im Internet werden solche Produkte als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Viele Kunden glauben, es handelt sich um eine Alternative zu Ginkgo-Fertigarzneimitteln. Das ist ein Irrtum. Gesundheitsrisiken nach dem Verzehr durch Ginkgosäuren belastete Produkte können nicht ausgeschlossen werden”, so Prof. Schubert-Zsilavecz.
Millionen investieren
Rund 15 Millionen Euro will die ostthüringische Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in diesem Jahr investieren. Das Geld soll vor allem in neue Anlagen fließen, teilte das Unternehmen am Freitag am Sitz in Blankenstein im Saale-Orla-Kreis mit. Die Rosenthal GmbH, die zur nordamerikanischen Mercer-Gruppe gehört, reagiert mit den Investitionen auf ein gutes Geschäftsjahr 2005. Das Unternehmen mit rund 480 Mitarbeitern erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 135 Millionen Euro.
In Berlin gekocht
Der Thüringentag mit Spezialitäten, Musik und Ferienangeboten hat heute hunderte Schaulustige auf der Grünen Woche in Berlin angelockt. Unter dem Motto Thüringen Wirtuos kochten Ministerpräsident Dieter Althaus und Umweltminister Volker Sklenar landestypische Speisen. Bis zum 22. Januar präsentieren sich elf Thüringer Unternehmen auf der 1926 gegründeten Messe. Vorgestellt werden Angebote für Touristen wie Wasserwandern an der Werra und der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich.
Autor: nnzNicht nur heilsam
Immer wieder werden im Internet so genannte Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die Ginkgo enthalten. Davor warnen nun die Thüringer Apotheker. Diese Produkte sind keine Alternative zu Ginkgo-Arzneimitteln aus der Apotheke, sondern können krank machen”, warnt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen. Der Apotheker beruft sich auf Untersuchungen von Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz vom Zentrallaboratorium (ZL) Deutscher Apotheker. Es ist medizinisch erwiesen, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Blätter des Ginkgobaums positiv auf Nervenzellen, Hirnleistung und bei Durchblutungsstörungen wirken ... ausführlich im nnz-Archiv
Aber Ginkgoblätter beinhalten auch Allergien auslösende Substanzen. Deshalb gibt es in Deutschland strenge Regeln für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Ginkgo-Arzneimitteln”, erklärt Prof. Schubert-Zsilavecz. Zugelassene Ginkgo-Arzneimittel enthalten einen Trockenextrakt aus Ginkgoblättern, bei dem die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe angereichert und die unerwünschten Substanzen weitestgehend entfernt wurden. Qualitativ hochwertige und wissenschaftlich untersuchte Ginkgo-Präparate sind nur in der Apotheke erhältlich”, stellt Danny Neidel klar. Wer den Werbeversprechen aus dem Internet glaubt, kommt nicht billig weg, sondern geht Risiken ein”, appelliert der Apotheker weiter.
Alle vom Zentrallaboratorium getesteten Internetprodukte enthielten neben Ginkgo-Bestandteilen auch extrem hohe Konzentrationen schädlicher Ginkgosäuren. Ihr Anteil lag laut Prof. Schubert-Zsilavecz um das bis zu 1500fache über dem hierzulande erlaubten Wert. Im Internet werden solche Produkte als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Viele Kunden glauben, es handelt sich um eine Alternative zu Ginkgo-Fertigarzneimitteln. Das ist ein Irrtum. Gesundheitsrisiken nach dem Verzehr durch Ginkgosäuren belastete Produkte können nicht ausgeschlossen werden”, so Prof. Schubert-Zsilavecz.
Millionen investieren
Rund 15 Millionen Euro will die ostthüringische Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in diesem Jahr investieren. Das Geld soll vor allem in neue Anlagen fließen, teilte das Unternehmen am Freitag am Sitz in Blankenstein im Saale-Orla-Kreis mit. Die Rosenthal GmbH, die zur nordamerikanischen Mercer-Gruppe gehört, reagiert mit den Investitionen auf ein gutes Geschäftsjahr 2005. Das Unternehmen mit rund 480 Mitarbeitern erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 135 Millionen Euro.
In Berlin gekocht
Der Thüringentag mit Spezialitäten, Musik und Ferienangeboten hat heute hunderte Schaulustige auf der Grünen Woche in Berlin angelockt. Unter dem Motto Thüringen Wirtuos kochten Ministerpräsident Dieter Althaus und Umweltminister Volker Sklenar landestypische Speisen. Bis zum 22. Januar präsentieren sich elf Thüringer Unternehmen auf der 1926 gegründeten Messe. Vorgestellt werden Angebote für Touristen wie Wasserwandern an der Werra und der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich.
