Wie weiter in Nordhausen-Ost?
Dienstag, 09. Januar 2007, 15:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt ein merkwürdiges Haus in diesem Nordhäuser Stadtteil. Eigentümer ist die Stadtverwaltung, es hat aber zwei Nutzer: Das Jugendsozialwerk und das Landratsamt. Schon allein aus dieser Tatsache ergeben sich einige Schwierigkeiten...
In einem Teil des Gebäudes betreibt das Jugendsozialwerk Nordhausen einen Kindergarten. Dort steht nicht nur die Qualität der Betreuung im Mittelpunkt, sondern auch das Ambiente ist ansprechend. In der anderen Hälfte ein anderes Bild: Die Fenster sind alt, die Einrichtung versprüht nicht gerade den Eindruck dessen, was für die vorschulische Betreuung von Kindern angesagt wäre. Dieser Unterschied hat aber auch seine Ursachen.
Das Landratsamt hat in der unansehnlichen Hälfte des Plattenbaus die vorschulische Einrichtung des Förderzentrums Pestalozzi und Klassenräume eingerichtet. Mit dem Jugendsozialwerk wurde ein Untermietvertrag abgeschlossen, der jetzt fristgerecht gekündigt wurde. Das Jugendsozialwerk wiederum hat einen Mietvertrag mit der Stadtverwaltung – zu günstigsten Konditionen, versteht sich. Im Klartext: sowohl das JuSoWe als auch der Landkreis zahlen jeweils nur die Betriebskosten, so die zweite Beigeordnete des Landrates, Loni Grünwald (Linkspartei).
Die Betreuung der Kinder in der Vorschuleinrichtung hat jedoch einen erheblichen Vorteil, einen finanziellen: Sie ist für die Eltern kostenfrei, da die Einrichtung dem Kultusministerium zugeordnet ist. In etwa lehne sich die Erziehung der Kinder dort an die eines integrativen Kindergartens an. Die Eltern können entscheiden, wo das Kind auf die Schule vorbereitet werden soll. 35 Plätze hat das Kultusministerium genehmigt, wie derzeit die Auslastung der Einrichtung ist, das hatte die nnz nicht in Erfahrung bringen können. Da neben der vorschulischen Betreuung auch die ersten und zweiten Klassen des Förderzentrums Pestalozzi in der Gebäudehälfte untergebracht sind, wird es eng. Und für notwendige Investitionen gibt es Bedenken im Landratsamt. Nicht nur wegen der schwierigen Eigentumssituation, sondern auch wegen dem fehlenden Geld in der Kreiskasse.
Nach massiven Beschwerden seitens der Eltern erwägt die Kreisverwaltung nun einen Umzug der Vorschuleinrichtung in das Gebäude der Förderschule St. Martin am Nordhäuser August-Bebel-Platz. Das jedoch kann erst mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 erfolgen, da erst die Trägerschaft der Förderschule von der Nordthüringer Lebenshilfe und die des Landkreises wechseln muß.
Was passiert also bis dahin? Wir sind in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, um einen alternativen Standort auszuloten. Möglich wäre die Nutzung des nicht mehr genutzten Kindergartens an der Darre. Möglich wäre auch ein anderer Standort in Nordhausen. Den will Loni Grünwald jedoch nicht nennen.
Autor: nnzIn einem Teil des Gebäudes betreibt das Jugendsozialwerk Nordhausen einen Kindergarten. Dort steht nicht nur die Qualität der Betreuung im Mittelpunkt, sondern auch das Ambiente ist ansprechend. In der anderen Hälfte ein anderes Bild: Die Fenster sind alt, die Einrichtung versprüht nicht gerade den Eindruck dessen, was für die vorschulische Betreuung von Kindern angesagt wäre. Dieser Unterschied hat aber auch seine Ursachen.
Das Landratsamt hat in der unansehnlichen Hälfte des Plattenbaus die vorschulische Einrichtung des Förderzentrums Pestalozzi und Klassenräume eingerichtet. Mit dem Jugendsozialwerk wurde ein Untermietvertrag abgeschlossen, der jetzt fristgerecht gekündigt wurde. Das Jugendsozialwerk wiederum hat einen Mietvertrag mit der Stadtverwaltung – zu günstigsten Konditionen, versteht sich. Im Klartext: sowohl das JuSoWe als auch der Landkreis zahlen jeweils nur die Betriebskosten, so die zweite Beigeordnete des Landrates, Loni Grünwald (Linkspartei).
Die Betreuung der Kinder in der Vorschuleinrichtung hat jedoch einen erheblichen Vorteil, einen finanziellen: Sie ist für die Eltern kostenfrei, da die Einrichtung dem Kultusministerium zugeordnet ist. In etwa lehne sich die Erziehung der Kinder dort an die eines integrativen Kindergartens an. Die Eltern können entscheiden, wo das Kind auf die Schule vorbereitet werden soll. 35 Plätze hat das Kultusministerium genehmigt, wie derzeit die Auslastung der Einrichtung ist, das hatte die nnz nicht in Erfahrung bringen können. Da neben der vorschulischen Betreuung auch die ersten und zweiten Klassen des Förderzentrums Pestalozzi in der Gebäudehälfte untergebracht sind, wird es eng. Und für notwendige Investitionen gibt es Bedenken im Landratsamt. Nicht nur wegen der schwierigen Eigentumssituation, sondern auch wegen dem fehlenden Geld in der Kreiskasse.
Nach massiven Beschwerden seitens der Eltern erwägt die Kreisverwaltung nun einen Umzug der Vorschuleinrichtung in das Gebäude der Förderschule St. Martin am Nordhäuser August-Bebel-Platz. Das jedoch kann erst mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 erfolgen, da erst die Trägerschaft der Förderschule von der Nordthüringer Lebenshilfe und die des Landkreises wechseln muß.
Was passiert also bis dahin? Wir sind in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, um einen alternativen Standort auszuloten. Möglich wäre die Nutzung des nicht mehr genutzten Kindergartens an der Darre. Möglich wäre auch ein anderer Standort in Nordhausen. Den will Loni Grünwald jedoch nicht nennen.

