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So viel wie nie zuvor

Dienstag, 09. Januar 2007, 10:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Keine Tote durch Feuer, weniger Brandeinsätze, allerdings eine Unmenge toter Vögel - das sind die Kernpunkte der Bilanz des Jahres 2006 der Nordhäuser Berufsfeuerwehr und der elf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt. Brandoberinspektor Volker Menzel hat die Chronik für die nnz zusammengestellt.

Die Feuerwehren beim Brandeinsatz auf dem Bahnhofsgelände im Mai 2006 (Foto: psv) Die Feuerwehren beim Brandeinsatz auf dem Bahnhofsgelände im Mai 2006 (Foto: psv)


1599 Mal rückten die Beamten der Berufsfeuerwehr und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus. Im Vergleich zum Jahre 2005 waren das 338 Einsätze mehr. „Es ist zugleich die höchste Einsatzzahl, die es bei den Nordhäuser Feuerwehren je gab“, sagte Menzel. Die Berufsfeuerwehr kam dabei 1495 Mal zum Einsatz, die „Freiwilligen“ 104 Mal. „Statistisch gesehen sind das pro Tag 4,38 Einsätze“, so Menzel.

Gesunken ist die Zahl der Brandeinsätze - von 115 im Jahr 2005 auf 89 im Jahr 2006. „88 Mal musste dabei die Berufsfeuerwehr Brände bekämpfen. Der Sachschaden, der bei den Bränden entstand, betrug 345.200 Euro. 2005 belief sich die Schadensumme auf 526.300 Euro“, so Menzel.

Etwas verringert hat sich die Anzahl der bei Bränden verletzten Personen. Waren es im Jahre 2005 noch 18 verletzte- und durch die Feuerwehr gerettete Bürger, so betrug diese Zahl im abgelaufenen Jahr 15 Personen. Weitere 91 Personen mussten im Rahmen von Evakuierungsmaßnahmen - insbesondere bei Wohnhausbränden - gerettet oder in Sicherheit gebracht werden. Die Personenschäden traten ausschließlich bei Bränden im Wohnbereich auf. „Getötet wurde bei Bränden im Jahr 2006 glücklicherweise niemand; 2005 hatten wir zwei Opfer zu beklagen.“

Neben Bränden von Müll- und Papiercontainern - es waren 40% aller Brände -, lag der Schwerpunkt 2006 wieder im Wohnbereich mit 24 Prozent der Brände, hier besonders bei Keller und Küchenbränden. 16 Prozent der Brände fallen auf den Bereich von Ödlandflächen und die Landwirtschaft.

Erheblich erhöht hat sich im vergangenen Jahr die Anzahl der Hilfeleistungseinsätze der Feuerwehren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu 1300 Einsätzen wurden die Feuerwehren hinzugezogen, um Rettungsarbeiten, Hilfsmaßnahmen bzw. Unterstützung zu leisten. Davon wurden 1267 Hilfeleistungen durch die Berufs- und 33 durch die Freiwilligen Feuerwehren geleistet. Im Jahre 2005 waren es 987 Einsätze solcher Art.

64 Personen wurden im Rahmen der Hilfeleistungseinsätze durch die Feuerwehr gerettet und in Sicherheit gebracht. Das waren 21 Personen mehr als im Jahre 2005, wo die Feuerwehren für 43 Personen Rettungsmaßnahmen eingeleitet hatten. Sieben Menschen mussten im Vorjahr durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr tot geborgen werden - dieselbe Zahl wie im Jahr 2005. Die Sachschäden bei den Hilfeleistungseinsätzen beliefen sich im Jahre 2006 auf ca.1, 43 Millionen Euro. Im Jahre 2005 betrug diese Schadensumme 888.300 Euro.

„Die um über 300 Hilfeleistungseinsätze angestiegene Zahl gegenüber dem Jahr 2005 resultiert im Wesentlichen aus Einsätzen der Feuerwehren im Rahmen zur Vorbeugung der Bedrohungen durch die Vogelgrippe. Ca. 250 Einsätze dienten allein der Bergung von toten Vögeln im Territorium der Stadt Nordhausen“, sagte Menzel Hinsichtlich der Anzahl Hilfeleistungen folgten Einsätze sonstiger Art und Ereignisse, Sicherungsmaßnahmen verschiedener Art, Einsätze zu Verkehrsunfällen, Einsätze zur Beseitigung von Gefahren durch Insekten und die Beseitigung von Ölspuren.

Im Bereich der Tierunfälle wurden im vergangenen Jahr 344 Tiere tot geborgen, 2005 waren es109. In dieser Zahl sind die geborgenen toten Vögel inbegriffen. 60 Tiere wurden in Sicherheit gebracht, bzw. verletzt gerettet. 2005 waren es 72 Tiere

135 Fehleinsätze gab es 2006. Im Jahre 2005 mussten die Feuerwehren hierzu 117 Mal ausrücken. Im Einzelnen gab es 106 „blinde“ Alarme (80 im Jahre 2005), 3 böswillige Alarme (11 im Vorjahr) sowie und 26 Mal Alarm durch Brandmelderanlagen - soviel wie im Jahr 2005.
Autor: nnz

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