Wir sind für Wettbewerb!
Donnerstag, 04. Januar 2007, 08:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Bundeskartellamt hat gestern einen Preisvergleich unter den Gasversorgen veröffentlicht. Die Energieversorgung Nordhausen GmbH (EVN) kommt da nicht so gut weg. Die nnz sprach mit Geschäftsführer Hans-Peter Dörflinger.
Für 20.000 Kilowattstunden sollen die EVN-Kunden pro Jahr 1.262,50 Euro hinlegen, haben die Preiswächter veröffentlicht. Damit belegt das Versorgungsunternehmen unter den teuersten Anbietern in Deutschland den 7. Platz. Hans-Peter Dörflinger verweist im Gespräch mit der nnz auf die Tatsache, daß dieser Vergleich nicht den aktuellen Realitäten entspreche. Die EVN habe gerade zum 1. Januar 2007 den Preis für eine Kilowattstunde um 0,2 Cent gesenkt.
Natürlich will sich das Unternehmen noch eingehender mit der Auswertung und der Analyse des Preisvergleichs beschäftigen. Eines sei aber schon jetzt klar: Der EVN-Preis ist knallhart kalkuliert, wir greifen unseren Kunden nicht einfach so in die Taschen, meinte Dörflinger. Ob der Preisspiegel überhaupt korrekt sei, müsse untersucht werden, denn bei vielen Anbietern gebe es einen Tarifdschungel, der selbst für Fachleute schwer zu durchschauen sei. Als Beispiel führte der EVN-Chef Weimar an. Dort gebe es annähernd 100 verschiedene Tarife.
Zum anderen kommt die Tatsache hinzu, daß die Nordhäuser Energieversorger nicht unbedingt zu den Giganten am Markt gehören. Und die Menge des Einkaufs bestimme auch beim Erdgas den Preis. Die EVN bezieht im Jahr annähernd 500 Millionen Kilowattstunden, bei E.ON Thüringer Energie seien es zwischen sieben und acht Milliarden Kilowattstunden.
Hans-Peter Dörflinger meint aber auch, daß die EVN nicht der billige Jakob sei. Allein im vergangenen Jahr seien Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro getätigt worden. Davon wiederum bleiben bis zu 85 Prozent als Aufträge in der Region. Auch die zurückliegenden Investitionen in neue Ortsnetze müssen refinanziert werden. Man habe letztlich eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den Anteilseignern des Unternehmens.
Wir sind generell für Wettbewerb im Gasbereich, die Entwicklung auf dem Strommarkt hat schließlich gezeigt, daß unser Unternehmen da sehr gut mithalten kann, so Dörflinger gegenüber der nnz. Letztlich aber spielen beim Gassektor viele andere Faktoren eine Rolle, die von der EVN nicht beeinflußt werden können. Eine davon ist die immer noch bestehende Kopplung an die Ölpreis.
Autor: nnzFür 20.000 Kilowattstunden sollen die EVN-Kunden pro Jahr 1.262,50 Euro hinlegen, haben die Preiswächter veröffentlicht. Damit belegt das Versorgungsunternehmen unter den teuersten Anbietern in Deutschland den 7. Platz. Hans-Peter Dörflinger verweist im Gespräch mit der nnz auf die Tatsache, daß dieser Vergleich nicht den aktuellen Realitäten entspreche. Die EVN habe gerade zum 1. Januar 2007 den Preis für eine Kilowattstunde um 0,2 Cent gesenkt.
Natürlich will sich das Unternehmen noch eingehender mit der Auswertung und der Analyse des Preisvergleichs beschäftigen. Eines sei aber schon jetzt klar: Der EVN-Preis ist knallhart kalkuliert, wir greifen unseren Kunden nicht einfach so in die Taschen, meinte Dörflinger. Ob der Preisspiegel überhaupt korrekt sei, müsse untersucht werden, denn bei vielen Anbietern gebe es einen Tarifdschungel, der selbst für Fachleute schwer zu durchschauen sei. Als Beispiel führte der EVN-Chef Weimar an. Dort gebe es annähernd 100 verschiedene Tarife.
Zum anderen kommt die Tatsache hinzu, daß die Nordhäuser Energieversorger nicht unbedingt zu den Giganten am Markt gehören. Und die Menge des Einkaufs bestimme auch beim Erdgas den Preis. Die EVN bezieht im Jahr annähernd 500 Millionen Kilowattstunden, bei E.ON Thüringer Energie seien es zwischen sieben und acht Milliarden Kilowattstunden.
Hans-Peter Dörflinger meint aber auch, daß die EVN nicht der billige Jakob sei. Allein im vergangenen Jahr seien Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro getätigt worden. Davon wiederum bleiben bis zu 85 Prozent als Aufträge in der Region. Auch die zurückliegenden Investitionen in neue Ortsnetze müssen refinanziert werden. Man habe letztlich eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den Anteilseignern des Unternehmens.
Wir sind generell für Wettbewerb im Gasbereich, die Entwicklung auf dem Strommarkt hat schließlich gezeigt, daß unser Unternehmen da sehr gut mithalten kann, so Dörflinger gegenüber der nnz. Letztlich aber spielen beim Gassektor viele andere Faktoren eine Rolle, die von der EVN nicht beeinflußt werden können. Eine davon ist die immer noch bestehende Kopplung an die Ölpreis.
