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Zahl der Verkehrstoten weiter gesunken

Montag, 01. Januar 2007, 08:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz einer Zunahme des Straßenverkehrs hat die Zahl der Verkehrstoten erneut deutlich abgenommen, ist Berichten von Verkehrsministerium und ADAC zu entnehmen. nnz hat sie zusammengestellt.


Für das gesamte Bundesgebiet erwartet der ADAC in diesem Jahr 5020 Todesfälle auf deutschen Straßen. 2005 waren bundesweit 5361 Menschen nach Unfällen gestorben. Als Grund für den Rückgang nannte der ADAC unter anderem die größere Sicherheit der Autos, ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein der Fahrer und ein verbessertes Rettungssystem.

Im ersten Halbjahr 2006 starben 349 Motorradfahrer, während es im Vorjahreszeitraum 404 waren. Die Zahl der getöteten Radfahrer sank von 239 auf 206.

Gegenüber 2005 sei dies insgesamt ein Rückgang von sechs Prozent, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der "Bild am Sonntag". Im Vergleich zum Jahr 1991 habe sich die Zahl der Verkehrstoten sogar mehr als halbiert. Auch seien deutlich weniger Kinder und Jugendliche bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Im abgelaufenen Jahr habe es rund 2,23 Millionen Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen gegeben.

Tiefensee sagte, er gehe davon aus, dass 2007 die Zahl der Opfer im Straßenverkehr abermals sinken wird. Dies solle unter anderem mit dem absoluten Alkoholverbot für Fahranfänger erreicht werden, das die Bundesregierung im kommenden Jahr beschließen wolle.

Die meisten Todesopfer auf deutschen Straßen gab es laut ADAC-Statistik 1970. Damals kamen 21.332 Menschen im Verkehr um. Der ADAC nannte es bemerkenswert, dass sich die Zahl der Todesopfer seither so stark verringerte, obwohl sich sowohl die Zahl der Autos als auch die jährliche Fahrleistung bis heute verdreifachten.
Autor: js

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