Probleme nicht auf Bürger abwälzen
Montag, 21. Januar 2002, 13:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein halbes Jahr gehen nun schon die Querelen im Rettungsdienstzweckverband und ein Ende ist nicht abzusehen. Gegenüber der nnz äußerte sich heute eine Landespolitikerin zu diesem Thema.
Ihr Wahlkreis, ihre berufliche Anbindung und für sie ein großes Bedürfnis: Landtagsabgeordnete Dr. Ursula Fischer (49) sprach heute über den Rettungsdienstzweckverband. Als Ein Fass ohne Boden bezeichnete sie das Drama und die äußerst emotionale Thematisierung um den Rettungs-Machtkampf in Nordthüringen. Ursula Fischer: Wir müssen sachlich miteinander umgehen, denn schließlich liegen wohl die Hauptprobleme in der Vorgeschichte der Johanniter-Unfall-Hilfe. Daran hat deren ehemaliger Vorstand einen nicht geringen Anteil. Ob der Streit diese Woche allerdings vor dem Gericht in Weimar beendet werden kann, mag ich zu bezweifeln.
Dabei betonte sie noch einmal eindeutig, dass gerade die Nordhäuser Region mit dem Südharz-Krankenhaus die besten medizinischen Voraussetzungen und damit ideal geeignet ist für den Standort eines Rettungsdienst. Was also machen? Wo hingegen andernorts wie zum Beispiel im Eichsfeld-Kreis die Meinung in Richtung Auflösung des Zweckverbandes geht, kann dies nach Ursula Fischer nicht die richtige Lösung sein. Ich kann Dr. Werner Henning und Harald Zanker nicht zustimmen. Natürlich kann man über eine Auflösung und Neu-Ausschreibung nachdenken, aber dann hätten wir ein noch größeres Problem. Dann könnte nämlich eine europäische Ausschreibung drohen und der billigste Anbieter das Rennen machen.
Große Fragen wirft bei ihr auch die Beziehung des Nordhäuser Landrates Joachim Claus zum Zweckverband auf: Eigentlich hätte sich der Landrat als befangen erklären müssen, zumal er der Vorsitzende des DRK ist und Stimmenmehrheit im Zweckverband besitzt. Fakt ist jedenfalls nicht nur nach Aussage von Ursula Fischer, dass die derzeitigen Probleme nicht auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden dürfen. Es kann hier nicht um die Befindlichkeiten beider Seiten gehen, sondern um eine klare und sachliche Klärung der Tatsachen, betont die parteilose Politikerin.
Autor: vf
Ihr Wahlkreis, ihre berufliche Anbindung und für sie ein großes Bedürfnis: Landtagsabgeordnete Dr. Ursula Fischer (49) sprach heute über den Rettungsdienstzweckverband. Als Ein Fass ohne Boden bezeichnete sie das Drama und die äußerst emotionale Thematisierung um den Rettungs-Machtkampf in Nordthüringen. Ursula Fischer: Wir müssen sachlich miteinander umgehen, denn schließlich liegen wohl die Hauptprobleme in der Vorgeschichte der Johanniter-Unfall-Hilfe. Daran hat deren ehemaliger Vorstand einen nicht geringen Anteil. Ob der Streit diese Woche allerdings vor dem Gericht in Weimar beendet werden kann, mag ich zu bezweifeln.Dabei betonte sie noch einmal eindeutig, dass gerade die Nordhäuser Region mit dem Südharz-Krankenhaus die besten medizinischen Voraussetzungen und damit ideal geeignet ist für den Standort eines Rettungsdienst. Was also machen? Wo hingegen andernorts wie zum Beispiel im Eichsfeld-Kreis die Meinung in Richtung Auflösung des Zweckverbandes geht, kann dies nach Ursula Fischer nicht die richtige Lösung sein. Ich kann Dr. Werner Henning und Harald Zanker nicht zustimmen. Natürlich kann man über eine Auflösung und Neu-Ausschreibung nachdenken, aber dann hätten wir ein noch größeres Problem. Dann könnte nämlich eine europäische Ausschreibung drohen und der billigste Anbieter das Rennen machen.
Große Fragen wirft bei ihr auch die Beziehung des Nordhäuser Landrates Joachim Claus zum Zweckverband auf: Eigentlich hätte sich der Landrat als befangen erklären müssen, zumal er der Vorsitzende des DRK ist und Stimmenmehrheit im Zweckverband besitzt. Fakt ist jedenfalls nicht nur nach Aussage von Ursula Fischer, dass die derzeitigen Probleme nicht auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden dürfen. Es kann hier nicht um die Befindlichkeiten beider Seiten gehen, sondern um eine klare und sachliche Klärung der Tatsachen, betont die parteilose Politikerin.
