Reemtsma-Betriebsrat: Erste Reaktionen
Montag, 21. Januar 2002, 09:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Bericht der nnz über die Reaktion der Gewerkschaft zum Verhalten des Reemtsma-Betriebsrates hat eine große Resonanz hervorgerufen. Am Samstag bezog sich unter anderem die BILD-Zeitung auf den nnz-Beitrag. Heute erhielt die nnz-Redaktion weitere Reaktionen.
Nicht ganz so scharf wie Anke Siedentop äußerte sich das Nordhäuser Landratsamt. Grundsätzlich wurde aber die Kritik der NGG-Funktionärin unterstrichen. Der mit dem Thema Reemtsma befasste Leiter des Landratsbüros, Manfred Thiel, sprach gegenüber nnz von einer seidenweichen Haltung des Betriebsrates, die nicht geeignet war, den Standort Nordhausen auch nur annähernd zu retten. Mehr Kampfgeist und Impulse hätte ich da schon erwartet, so Thiel.
Sowohl Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) als auch Landrat Joachim Claus (CDU) hätten die kommunalpolitischen Möglichkeiten ausgereizt. In Gesprächen mit dem Reemtsma-Vorstand hätten beide ihre Befindlichkeiten zur Schließung des Standortes zum Ausdruck gebracht. Auf Initiative von Rinke und Claus sei erst die Unterschriften-Aktion gestartet worden. Auch der Auftritt des Betriebsrates und der Belegschaft auf einer Kreistagssitzung seien durch den Impuls aus der Kreisverwaltung zustande gekommen. Eigentlich, so fragt Thiel, hätte es doch ungekehrt sein müssen? Weiterhin verweist das Landratsamt auf einen umfangreichen Schriftverkehr mit dem Wirtschaftsministerium, dem Bundeskanzleramt sowie auf persönliche Gespräche von Landrat Claus mit Ministerpräsident Vogel sowie Wirtschaftsminister Franz Schuster. Letzter habe persönlich in Hamburg vorgesprochen.
Nach Ansicht von Landrat Claus, sei die Haltung des Betriebsrates bislang saft- und kraftlos gewesen. Ich bin der Meinung, dass der Ball vom Betriebsrat bewusst flach gehalten wurde, man wollte in Nordhausen nicht der Stein des Anstoßes sein. Deshalb seien auch keine öffentlichkeitswirksamen Aktionen initiiert worden, so Claus.
Autor: nnzNicht ganz so scharf wie Anke Siedentop äußerte sich das Nordhäuser Landratsamt. Grundsätzlich wurde aber die Kritik der NGG-Funktionärin unterstrichen. Der mit dem Thema Reemtsma befasste Leiter des Landratsbüros, Manfred Thiel, sprach gegenüber nnz von einer seidenweichen Haltung des Betriebsrates, die nicht geeignet war, den Standort Nordhausen auch nur annähernd zu retten. Mehr Kampfgeist und Impulse hätte ich da schon erwartet, so Thiel.
Sowohl Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) als auch Landrat Joachim Claus (CDU) hätten die kommunalpolitischen Möglichkeiten ausgereizt. In Gesprächen mit dem Reemtsma-Vorstand hätten beide ihre Befindlichkeiten zur Schließung des Standortes zum Ausdruck gebracht. Auf Initiative von Rinke und Claus sei erst die Unterschriften-Aktion gestartet worden. Auch der Auftritt des Betriebsrates und der Belegschaft auf einer Kreistagssitzung seien durch den Impuls aus der Kreisverwaltung zustande gekommen. Eigentlich, so fragt Thiel, hätte es doch ungekehrt sein müssen? Weiterhin verweist das Landratsamt auf einen umfangreichen Schriftverkehr mit dem Wirtschaftsministerium, dem Bundeskanzleramt sowie auf persönliche Gespräche von Landrat Claus mit Ministerpräsident Vogel sowie Wirtschaftsminister Franz Schuster. Letzter habe persönlich in Hamburg vorgesprochen.
Nach Ansicht von Landrat Claus, sei die Haltung des Betriebsrates bislang saft- und kraftlos gewesen. Ich bin der Meinung, dass der Ball vom Betriebsrat bewusst flach gehalten wurde, man wollte in Nordhausen nicht der Stein des Anstoßes sein. Deshalb seien auch keine öffentlichkeitswirksamen Aktionen initiiert worden, so Claus.
