Kleine Freiheit äußert sich zu AfD Vorwürfen
Völlig unverständlich
Sonntag, 21. September 2025, 09:21 Uhr
Der Verein "Kleine Freiheit" weist die jüngsten Vorwürfe der AfD-Fraktion im Kreistag Nordhausen entschieden zurück. Die Diskussion sei irritierend und die Kritik aus Sicht der Kulturschaffenden unverständlich...
In den vergangenen fünf Jahren gab es zwei Förderungen aus dem Bundesprogramm Demokratie leben!. Diese dienten nicht parteipolitischen Zielen, sondern der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts insgesamt. Im Mittelpunkt stand stets die Schaffung von Räumen für Begegnung, Dialog und Perspektiventwicklung.
Mit Unterstützung von Demokratie leben! konnte während der Pandemie eine besondere Online-Veranstaltung realisiert werden, die sich mit Island als weltweit führendem Land in Fragen von Demokratie, Gleichstellung und Menschenrechten befasste. Dafür wurde eine Live-Schaltung nach Reykjavik organisiert, die es den Teilnehmenden ermöglichte, direkt ins Gespräch mit Expert:innen vor Ort zu kommen. Dieses außergewöhnliche Angebot wurde von vielen Menschen unserer Region mit großem Dank angenommen und eröffnete neue Perspektiven auf gelebte Demokratie in einem internationalen Kontext.
Im vergangenen Jahr organisierte die Kleine Freiheit außerdem einen Überraschungstag für mehr als 40 Kinder und Jugendliche aus einer stationären Jugendpflegeeinrichtung. Die Veranstaltung wurde bewusst nicht öffentlich gemacht, da der Schutz der Privatsphäre der Kinder und Jugendlichen oberste Priorität hatte. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern verbrachten sie einen unbeschwerten Tag in der Kleinen Freiheit, schauten zwei jugendgerechte Kinofilme – und erlebten eine einmalige Überraschung: Die Hauptdarsteller:innen und der Regisseur waren angereist, um mit ihnen über Filme, über Berufsperspektiven und über das Leben zu sprechen. Für die Kinder war dies ein ganz besonderes Erlebnis. Sie waren an diesem Tag selbst die Hauptpersonen und durften etwas Außergewöhnliches erfahren, das sonst für sie nicht möglich gewesen wäre.
Die aufwendige Organisation – von der Klärung der Filmrechte über die Unterbringung der Gäste bis hin zur Einbindung von technischem und gastronomischem Personal sowie der Moderation vor Ort – wurde vom Verein ehrenamtlich und mit erheblichen Eigenmitteln getragen. Nicht einmal eine kleine Essenversorgung für die Betreuer:innen der Kinder sowie die ehrenamtlichen Helfer:innen vor Ort konnten über das Programm geltend gemacht werden.
Gerade deshalb zeigt sich der Verein irritiert über die aktuelle Diskussion. Es ist für uns völlig unverständlich, wie ausgerechnet eine Projektförderung in den Fokus politischer Auseinandersetzung geraten kann, die einzig und allein darauf zielte, Kindern und Jugendlichen aus einer stationären Jugendpflegeeinrichtung – in der Bevölkerung besser bekannt als Kinderheim – einen beteiligungsorientierten und schönen Tag zu ermöglichen, erklärt Doreen Knabe, Vorstandsvorsitzende der Kleinen Freiheit.
Der Verein hebt hervor, dass Veranstaltungen, die von Demokratie leben! gefördert werden, einen erheblichen Eigenanteil erfordern – finanziell wie organisatorisch. Der Zuschuss ist eine wichtige Unterstützung, ersetzt aber niemals das, was an ehrenamtlicher Arbeit, Eigenmitteln und freiwilligem Engagement zusätzlich erbracht wird.
Die Kleine Freiheit versteht sich vorrangig als kulturschaffender Verein. Projekte wie der Kinotag für die Kinder oder auch nicht geförderte Hilfsaktionen – etwa für Obdachlose an kalten Wintertagen – sind Zusatzangebote, die das kulturelle Profil des Vereins erweitern und mit denen zugleich soziale Verantwortung übernommen wird.
Autor: redIn den vergangenen fünf Jahren gab es zwei Förderungen aus dem Bundesprogramm Demokratie leben!. Diese dienten nicht parteipolitischen Zielen, sondern der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts insgesamt. Im Mittelpunkt stand stets die Schaffung von Räumen für Begegnung, Dialog und Perspektiventwicklung.
Mit Unterstützung von Demokratie leben! konnte während der Pandemie eine besondere Online-Veranstaltung realisiert werden, die sich mit Island als weltweit führendem Land in Fragen von Demokratie, Gleichstellung und Menschenrechten befasste. Dafür wurde eine Live-Schaltung nach Reykjavik organisiert, die es den Teilnehmenden ermöglichte, direkt ins Gespräch mit Expert:innen vor Ort zu kommen. Dieses außergewöhnliche Angebot wurde von vielen Menschen unserer Region mit großem Dank angenommen und eröffnete neue Perspektiven auf gelebte Demokratie in einem internationalen Kontext.
Im vergangenen Jahr organisierte die Kleine Freiheit außerdem einen Überraschungstag für mehr als 40 Kinder und Jugendliche aus einer stationären Jugendpflegeeinrichtung. Die Veranstaltung wurde bewusst nicht öffentlich gemacht, da der Schutz der Privatsphäre der Kinder und Jugendlichen oberste Priorität hatte. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern verbrachten sie einen unbeschwerten Tag in der Kleinen Freiheit, schauten zwei jugendgerechte Kinofilme – und erlebten eine einmalige Überraschung: Die Hauptdarsteller:innen und der Regisseur waren angereist, um mit ihnen über Filme, über Berufsperspektiven und über das Leben zu sprechen. Für die Kinder war dies ein ganz besonderes Erlebnis. Sie waren an diesem Tag selbst die Hauptpersonen und durften etwas Außergewöhnliches erfahren, das sonst für sie nicht möglich gewesen wäre.
Die aufwendige Organisation – von der Klärung der Filmrechte über die Unterbringung der Gäste bis hin zur Einbindung von technischem und gastronomischem Personal sowie der Moderation vor Ort – wurde vom Verein ehrenamtlich und mit erheblichen Eigenmitteln getragen. Nicht einmal eine kleine Essenversorgung für die Betreuer:innen der Kinder sowie die ehrenamtlichen Helfer:innen vor Ort konnten über das Programm geltend gemacht werden.
Gerade deshalb zeigt sich der Verein irritiert über die aktuelle Diskussion. Es ist für uns völlig unverständlich, wie ausgerechnet eine Projektförderung in den Fokus politischer Auseinandersetzung geraten kann, die einzig und allein darauf zielte, Kindern und Jugendlichen aus einer stationären Jugendpflegeeinrichtung – in der Bevölkerung besser bekannt als Kinderheim – einen beteiligungsorientierten und schönen Tag zu ermöglichen, erklärt Doreen Knabe, Vorstandsvorsitzende der Kleinen Freiheit.
Der Verein hebt hervor, dass Veranstaltungen, die von Demokratie leben! gefördert werden, einen erheblichen Eigenanteil erfordern – finanziell wie organisatorisch. Der Zuschuss ist eine wichtige Unterstützung, ersetzt aber niemals das, was an ehrenamtlicher Arbeit, Eigenmitteln und freiwilligem Engagement zusätzlich erbracht wird.
Die Kleine Freiheit versteht sich vorrangig als kulturschaffender Verein. Projekte wie der Kinotag für die Kinder oder auch nicht geförderte Hilfsaktionen – etwa für Obdachlose an kalten Wintertagen – sind Zusatzangebote, die das kulturelle Profil des Vereins erweitern und mit denen zugleich soziale Verantwortung übernommen wird.
