Interessengemeinschaft Ilfelder Heimatmuseum
125 Freiwillige Feuerwehr in Ilfeld
Mittwoch, 17. September 2025, 09:38 Uhr
Einen Rückblick auf die Entstehungs- und Entwicklungszeit der freiwilligen Feuerwehr in Ilfeld-Wiegersdorf unternimmt das Heimatmuseum des Ortes in seinem Beitrag und weist auf die Jubiläen der Feuerwehr in diesem Jahr hin...
Die Freiwillige Feuerwehr Ilfeld- Wiegersdorf begeht am 3. Oktober 2025 mehrere runde Jubiläen, vom Ilfelder Heimatmuseum, möchten wir gratulieren und die Entstehungsgeschichte dieser den Lesern nicht vorenthalten: Bernhard Julius von Fumetti war ein deutscher Verwaltungsjurist und 1869 bis 1900 Landrat des Kreises Ilfeld. Unter ihn wurde im Flecken und Stift 1877 ein Rettungsverein und anschließend ein Feuerwehrverband, als Vorläufer der Feuerwehr eingeführt, der sich als seh r nachhaltig erweisen sollte.
Als erstes entstand schon 1845 ein sogenanntes Spritzenhaus zwischen der Fleckenskirche und dem Eingangstor des Klostergeländes. Das Feuerlöschwesen ist ab 1872 in der Weise geregelt, das das Stift die Geräte einschließlich Spritzenwagen und der Flecken die Mannschaft zu stellen hat. Die Bespannung der Spritze ist Aufgabe des Stiftsgutes. Der erste bekannte Großbrand im Ilfelder Tal entstand im Dezember 1878, als die Parkettfabrik Carl Schulze in Flammen stand und nur das Wohnhaus gerettet werden konnte. Es waren die Feuerwehren aus Ilfeld, Niedersachswerfen und Nordhausen im Einsatz.
Nach Abriss des Saigerturms 1865 befand sich das 2.
Spritzenhaus auf dem Grundstück der ehemaligen Familie Dr. Blumenthal unterhalb der Doktorklippe. Dieses Spritzenhaus wurde in den 90-ziger Jahren durch Lutz Ibe abgerissen.
Wenn man sich vor Augen führt mit was für einer Technik unsere Vorfahren der Feuersbrunst entgegnen konnten, ist man froh heute solch eine Ausrüstung zu haben, die fast allen auch neuen Herausforderungen gewachsen ist. Ihren ersten großen Einsatz hatte die Ilfelder Feuerwehr 1878 beim Großfeuer in der Schulzischen Parkettfabrik. Diese brennt in der Nacht zum 18. Dezember ab. Alle Fabrikgebäude wurden ein Opfer der Flammen. Nur das Wohnhaus konnte gerettet werden.
Um 1900 gründete sich aus dem Rettungsverein die Freiwillige Feuerwehr zu Ilfeld (ab 1949 dann Ilfeld-Wiegersdorf), die sich schon 1902 ein Statut gab. Die Klosterkammer Hannover überließ im Februar 1904 der Gemeinde Ilfeld eine Parzelle mit dem darauf stehenden damals neuen dritten Spritzenhaus neben der Kirche mit sämtlichen stiftischen Feuerlöschgeräten.
Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Ilfeld 1885:von links stehend Hermann Bornemann, Fritz Libau, Carl Hoppe, Carl Schulz, W. Schüler, Carl Hans sitzend Links Ernst Beckmann, G. Stadelmann, Robert Schemm, Witschel, Herbohte vorn Hermann Böttcher (Foto: IG Heimatmuseum Ilfeld)
In Wiegersdorf entstand 1935 bis 1949 auf dem Wisselbeerasen ebenfalls ein Spritzenhaus mit Schlauchturm. Dieses existiert nicht mehr. Geplant war in den 1950er Jahren nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Ilfeld-Wiegersdorf der Anbau und Aufbau eines Stockwerkes
auf dieses vorhandene Ilfelder Spritzenhaus. Realisiert wurde aber nur ein hinterer Anbau zur
Unterbringung des neuen Feuerwehrautos. Es wurde 2021 durch die Gemeinde verkauft.
Inzwischen steht der Freiwilligen Feuerwehr seit dem Jahr 2000 an der Schröterstraße ein ganzes Grundstück zur Verfügung mit einem neuen Multifunktionsgebäude.
Derzeit kann die Einsatzgruppe Ilfeld/Wiegersdorf auf 27 aktive Mitglieder zurück greifen, davon fünf Frauen und 22 Männer, die in Ihrer Freizeit ehrenamtlich allen Bürgern und Besuchern der Gemeinde Harztor und deren Ortsteilen helfen. Zu unserem Einsatzgebiet gehörten unter anderem eines der größten Waldgebiete Thüringens, zwei Bundesstraßen, zwei Alten- und Pflegeheime, ein Wohnheim für psychisch Kranke und ein Solarpark mit über 24000 Modulen.
Die Jubiläen werden am 3. Oktober mit einem Festumzug gefeiert, der um 11 Uhr am Sportplatz in Wiegersdorf beginnt und in der Schröterstaße endet.
Achtung!
Die IG bittet die Leser bei zukünftigen Haushaltsauflösungen an das Ilfelder Heimatmuseum zu denken. Wir sind in der Lage historisch Wertvolles mit besonders starken Bezug zu unserer Region. ob Bilder, Literatur oder Gegenstände, als Exponat aufzukaufen bzw. zu überlassen. Im Voraus vielen Dank!
Ihr Ilfelder Heimatmuseum
Autor: redDie Freiwillige Feuerwehr Ilfeld- Wiegersdorf begeht am 3. Oktober 2025 mehrere runde Jubiläen, vom Ilfelder Heimatmuseum, möchten wir gratulieren und die Entstehungsgeschichte dieser den Lesern nicht vorenthalten: Bernhard Julius von Fumetti war ein deutscher Verwaltungsjurist und 1869 bis 1900 Landrat des Kreises Ilfeld. Unter ihn wurde im Flecken und Stift 1877 ein Rettungsverein und anschließend ein Feuerwehrverband, als Vorläufer der Feuerwehr eingeführt, der sich als seh r nachhaltig erweisen sollte.
Als erstes entstand schon 1845 ein sogenanntes Spritzenhaus zwischen der Fleckenskirche und dem Eingangstor des Klostergeländes. Das Feuerlöschwesen ist ab 1872 in der Weise geregelt, das das Stift die Geräte einschließlich Spritzenwagen und der Flecken die Mannschaft zu stellen hat. Die Bespannung der Spritze ist Aufgabe des Stiftsgutes. Der erste bekannte Großbrand im Ilfelder Tal entstand im Dezember 1878, als die Parkettfabrik Carl Schulze in Flammen stand und nur das Wohnhaus gerettet werden konnte. Es waren die Feuerwehren aus Ilfeld, Niedersachswerfen und Nordhausen im Einsatz.
Nach Abriss des Saigerturms 1865 befand sich das 2.
Spritzenhaus auf dem Grundstück der ehemaligen Familie Dr. Blumenthal unterhalb der Doktorklippe. Dieses Spritzenhaus wurde in den 90-ziger Jahren durch Lutz Ibe abgerissen.
Wenn man sich vor Augen führt mit was für einer Technik unsere Vorfahren der Feuersbrunst entgegnen konnten, ist man froh heute solch eine Ausrüstung zu haben, die fast allen auch neuen Herausforderungen gewachsen ist. Ihren ersten großen Einsatz hatte die Ilfelder Feuerwehr 1878 beim Großfeuer in der Schulzischen Parkettfabrik. Diese brennt in der Nacht zum 18. Dezember ab. Alle Fabrikgebäude wurden ein Opfer der Flammen. Nur das Wohnhaus konnte gerettet werden.
Um 1900 gründete sich aus dem Rettungsverein die Freiwillige Feuerwehr zu Ilfeld (ab 1949 dann Ilfeld-Wiegersdorf), die sich schon 1902 ein Statut gab. Die Klosterkammer Hannover überließ im Februar 1904 der Gemeinde Ilfeld eine Parzelle mit dem darauf stehenden damals neuen dritten Spritzenhaus neben der Kirche mit sämtlichen stiftischen Feuerlöschgeräten.
Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Ilfeld 1885:von links stehend Hermann Bornemann, Fritz Libau, Carl Hoppe, Carl Schulz, W. Schüler, Carl Hans sitzend Links Ernst Beckmann, G. Stadelmann, Robert Schemm, Witschel, Herbohte vorn Hermann Böttcher (Foto: IG Heimatmuseum Ilfeld)
In Wiegersdorf entstand 1935 bis 1949 auf dem Wisselbeerasen ebenfalls ein Spritzenhaus mit Schlauchturm. Dieses existiert nicht mehr. Geplant war in den 1950er Jahren nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Ilfeld-Wiegersdorf der Anbau und Aufbau eines Stockwerkes
auf dieses vorhandene Ilfelder Spritzenhaus. Realisiert wurde aber nur ein hinterer Anbau zur
Unterbringung des neuen Feuerwehrautos. Es wurde 2021 durch die Gemeinde verkauft.
Inzwischen steht der Freiwilligen Feuerwehr seit dem Jahr 2000 an der Schröterstraße ein ganzes Grundstück zur Verfügung mit einem neuen Multifunktionsgebäude.
Derzeit kann die Einsatzgruppe Ilfeld/Wiegersdorf auf 27 aktive Mitglieder zurück greifen, davon fünf Frauen und 22 Männer, die in Ihrer Freizeit ehrenamtlich allen Bürgern und Besuchern der Gemeinde Harztor und deren Ortsteilen helfen. Zu unserem Einsatzgebiet gehörten unter anderem eines der größten Waldgebiete Thüringens, zwei Bundesstraßen, zwei Alten- und Pflegeheime, ein Wohnheim für psychisch Kranke und ein Solarpark mit über 24000 Modulen.
Die Jubiläen werden am 3. Oktober mit einem Festumzug gefeiert, der um 11 Uhr am Sportplatz in Wiegersdorf beginnt und in der Schröterstaße endet.
Achtung!
Die IG bittet die Leser bei zukünftigen Haushaltsauflösungen an das Ilfelder Heimatmuseum zu denken. Wir sind in der Lage historisch Wertvolles mit besonders starken Bezug zu unserer Region. ob Bilder, Literatur oder Gegenstände, als Exponat aufzukaufen bzw. zu überlassen. Im Voraus vielen Dank!
Ihr Ilfelder Heimatmuseum








