Ministerin warnt Eltern
Sonntag, 24. Dezember 2006, 06:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt werdende Eltern davor, die Geburt ihres Kindes mit Blick auf die Einführung des Elterngeldes zum 1. Januar 2007 künstlich hinauszuzögern. Zur Problematik siehe nnz-Archiv und folgenden Beitrag.
In den letzten Wochen hatte es Berichte gegeben, dass Schwangere versuchten, den Entbindungstermin hinauszuzögern. nnz hatte darüber bereits am 21.11. berichtet. Der "Saarbrücker Zeitung" sagte nun von der Leyen, sie könne gut verstehen, dass viele Eltern hoffen, dass ihr Kind nach in Kraft treten des neuen Elterngeldes geboren wird. Die siebenfache Mutter fügte hinzu: "Den Eltern, die in den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel ihr Kind bekommen, sage ich: Ein Kind ist so unendlich kostbar, dass es mit einem Jahr Elterngeld nicht zu vergleichen ist."
Bei der Geburt eines Kindes noch in diesem Jahr, erhalten die Eltern noch das alte Erziehungsgeld. Es beträgt maximal 300 Euro monatlich über einen Zeitraum von zwei Jahren oder höchstens 450 Euro monatlich für ein Jahr. Bei einem erst im Jahr 2007 geborenen Kind wird das neue Elterngeld gezahlt. Es beträgt einkommensabhängig zwischen 300 und 1.800 Euro pro Monat und wird maximal 14 Monate lang gezahlt.
Nun schreibt dazu in einem Leitartikel der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Bischof Wolfgang Hube in der Berliner Morgenpost, deren Weihnachtsausgabe er verantwortlich gestaltete: Schwangere machen sich in diesen Tagen ihre eigenen Gedanken. Die Ärmeren unter ihnen hoffen auf eine Geburt vor dem Jahreswechsel, die besser Gestellten wollen die Geburt bis zum Neujahrstag hinauszögern. Die einen wollen noch vom Erziehungsgeld profitieren, die anderen wollen in den Genuss des Elterngelds kommen.
Damit zusammenhängend schlägt Huber eine zeitweise Wahlfreiheit beim Elterngeld vor: Eltern, die zwischen dem 24. Dezember 2006 und dem 6. Januar 2007 ein Kind bekommen, sollen frei wählen können, ob sie das neue Elterngeld oder wie bisher Erziehungsgeld bekommen. Damit würde der Druck von vielen Müttern genommen, die Geburt bis ins neue Jahr hinauszuzögern. Die Wahlmöglichkeit bis zum 6. Januar wäre ein unbürokratischer, ein weihnachtlicher Weg. Und er wäre gangbar.
Autor: jsIn den letzten Wochen hatte es Berichte gegeben, dass Schwangere versuchten, den Entbindungstermin hinauszuzögern. nnz hatte darüber bereits am 21.11. berichtet. Der "Saarbrücker Zeitung" sagte nun von der Leyen, sie könne gut verstehen, dass viele Eltern hoffen, dass ihr Kind nach in Kraft treten des neuen Elterngeldes geboren wird. Die siebenfache Mutter fügte hinzu: "Den Eltern, die in den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel ihr Kind bekommen, sage ich: Ein Kind ist so unendlich kostbar, dass es mit einem Jahr Elterngeld nicht zu vergleichen ist."
Bei der Geburt eines Kindes noch in diesem Jahr, erhalten die Eltern noch das alte Erziehungsgeld. Es beträgt maximal 300 Euro monatlich über einen Zeitraum von zwei Jahren oder höchstens 450 Euro monatlich für ein Jahr. Bei einem erst im Jahr 2007 geborenen Kind wird das neue Elterngeld gezahlt. Es beträgt einkommensabhängig zwischen 300 und 1.800 Euro pro Monat und wird maximal 14 Monate lang gezahlt.
Nun schreibt dazu in einem Leitartikel der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Bischof Wolfgang Hube in der Berliner Morgenpost, deren Weihnachtsausgabe er verantwortlich gestaltete: Schwangere machen sich in diesen Tagen ihre eigenen Gedanken. Die Ärmeren unter ihnen hoffen auf eine Geburt vor dem Jahreswechsel, die besser Gestellten wollen die Geburt bis zum Neujahrstag hinauszögern. Die einen wollen noch vom Erziehungsgeld profitieren, die anderen wollen in den Genuss des Elterngelds kommen.
Damit zusammenhängend schlägt Huber eine zeitweise Wahlfreiheit beim Elterngeld vor: Eltern, die zwischen dem 24. Dezember 2006 und dem 6. Januar 2007 ein Kind bekommen, sollen frei wählen können, ob sie das neue Elterngeld oder wie bisher Erziehungsgeld bekommen. Damit würde der Druck von vielen Müttern genommen, die Geburt bis ins neue Jahr hinauszuzögern. Die Wahlmöglichkeit bis zum 6. Januar wäre ein unbürokratischer, ein weihnachtlicher Weg. Und er wäre gangbar.
