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Warum lassen wir uns das gefallen?
Montag, 08. September 2025, 09:00 Uhr
Eine Nordhäuser Familie geht gern in der Stadt einkaufen. Sie nutzt dazu die nahegelegene Marktpassage. Einiges sind sie da bereits gewohnt, doch gestern beobachteten sie den "berühmten Tropfen", der das bekannte Fass zum Überlaufen brachte. Sie schrieben an die nnz-Redaktion einen Brief...
Wiederholt kommt es, in letzter Zeit verstärkt, zu verschiedensten kaum hinnehmbaren Vorfällen, durch bereits mehrfach in Erscheinung getretene Jugendliche und Heranwachsende, welche sich im und um das Einkaufszentrum "Echte Nordhäuser Marktpassage" bewegen.
Wir sind als Familie und Bürger dieser Stadt nicht nur mehrfach Zeugen verschiedenster unschöner Situationen und diverser Straftaten, sondern bereits auch selber betroffen gewesen.
Vorweg möchten wir auch ganz deutlich sagen, dass sich der größere Teil der Jugendlichen und Heranwachsenden vor Ort vernünftig und respektvoll zu benehmen weiß und sich vom Fehlverhalten anderer Gruppierungen klar distanziert. Auch mehr als positiv erstaunt und erfreut waren wir über die Zivilcourage und die Hilfsangebote vieler.
Wir waren alle mal jung, die Zeit vergeht und ändert sich, die Jugend von heute ist nicht mit unserer Jugend vergleichbar, wo Respekt und vernünftiges miteinander noch oberstes Credo war. Prioritäten haben sich verschoben und Lebenseinstellungen drastisch verändert. Man kann und sollte auch mit der Zeit gehen, Verständnis zeigen, immer mit dem Hintergedanken, dass die Jugend auch ihren Platz - ihren Freiraum benötigt.
Kein Verständnis haben wir jedoch, wenn Geschehnisse fern von Dumme-Jungen-Streiche sind.
So kam es am Freitag (5. September 2025), in den frühen Abendstunden und über einen längeren Zeitraum, vom obersten Parkdeck der Marktpassage zu Würfen von verschiedensten Gegenständen, zum Beispiel mit Wasser gefüllte Kondome, Ballons und Tüten, Flaschen und Steinen auf Passanten und andere Jugendliche.
Ein weiterer Fall war wenig später im Inneren zu beobachten, als ein vielleicht zweijähriges Kleinkind, welches an der Hand des Familienvaters neben seiner Frau durch das Einkaufszentrum geführt wurde, durch Jugendliche einfach umgerannt und somit zu Fall gebracht wurde. Zurück blieben geschockte Eltern und ein weinendes Kind, was den Verursachern nicht nur gleichgültig, vielmehr noch als lustig empfanden.
Es werden ältere Menschen und Familien hinterrücks zur Belustigung anderer nachgeäfft, mit Dingen beworfen, angepöbelt, beleidigt und sogar angespuckt. Teilweise wird durch Minderjährige ganz offensichtlich Alkohol konsumiert, es wird herumgeschrien und Streitigkeiten unter verschiedenen Gruppierungen werden handfest ausgetragen.
Immer wieder problematisch erweisen sich in den Nachmittags- & Abendstunden auch die Zugänge, dass sämtliche Bänke im Center durch ausschließlich Jugendliche besetzt sind und als Treffpunkt genutzt werden, dass Passanten beim Entwerten des Parkchips angepöbelt und beleidigt, jüngere Kinder angegriffen und verjagt werden.
Der durch Verkäuferinnen informierte Sicherheitsdienst ist inzwischen maßlos überfordert, wird respektlos und herablassend behandelt, muss sich Diskussion aussetzen, kann ausgesprochene Hausverbote kaum um- und durchsetzen und steht den zahllosen Vorfällen überfordert gegenüber. Auch vom Verkaufspersonal der einzelnen Geschäfte erfährt man in letzter Zeit verstärkt von unmöglichen Zuständen.
Die zur Unterstützung gerufene Polizei ist teilweise so zeitversetzt am Einsatzort, dass man den Beschuldigten kaum habhaft wird, dem ständigen Katz- & Mausspiel inzwischen resigniert gegenüber steht und Betroffene nur auf die Möglichkeit einer Strafanzeige gegen Unbekannt hinweist.
Wir wissen, dass diese Problematik bekannt ist, dass Centermanagement, sowie die Stadtverwaltung immer wieder versucht, Lösungen zu erarbeiten, dass es wichtigere Aufgaben zu bewältigen gibt, Einzelfälle und Beschwerden einzelner Bürger das Aufgabenpensum sprengen würden. Jedoch möchten wir anmerken, dass wir als Teil der Gesellschaft und Bürger der Stadt Nordhausen, gern ruhig leben, einkaufen und spazieren gehen möchten, zu jeder Zeit, ohne zu überlegen, ob es aus Gründen der Sicherheit ratsam ist, in den frühen Abendstunden einen Bogen um die Echte Nordhäuser Marktpassage zu machen und grundsätzlich besser nicht in dieser einkaufen zu gehen.
Wir möchten weiterhin gern Familienangehörige, Freunde und ehemalige Kollegen zu uns nach Nordhausen einladen, die Stadt zeigen und genießen, ohne sich, so Leid es uns tut, für diverse Geschehnisse entschuldigen zu müssen.
Ich bin in Nordhausen groß geworden und arbeite in dieser Stadt. Wir halten wenig vom Onlinehandel, möchten gern weiterhin die Einzelhändler dieser Stadt unterstützen und sind immer wieder von den verschiedenen Aktionen, die Stadt zu beleben, begeistert. Wir möchten nicht wie Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Nachbarn nach Sondershausen, Halberstadt oder gar Erfurt, Leipzig, Magdeburg usw. zum Einkaufen fahren und das nicht wegen des Angebots, sondern vielmehr wegen diverser Vorkommnisse.
Ich habe vor vielen Jahren meine Frau, welche gebürtig aus Sachsen-Anhalt stammt, davon überzeugen können, gemeinsam hier in dieser schönen Stadt zu leben. Inzwischen traut sich meine Frau nach ihrem Spät- oder Nachtdienst kaum noch allein fußläufig den Heimweg anzutreten oder allein in der Echten Nordhäuser Marktpassage einzukaufen.
Wir wissen, dass Vorkommnisse in der Nordhäuser Marktpassage und die Aufarbeitung von Vorfällen, hauptsächlich durch das Hausrecht, dem Centermanagement und außerhalb der Marktpassage der Stadtverwaltung obliegt. Jedoch sollten nach unserer Einschätzung beide Seiten gemeinsam an einer zufriedenstellenden Lösung arbeiten.
Sicher läuft in anderen Städten auch nicht immer alles zur Zufriedenheit aller, aber man hat in einigen Städten, so traurig es ist, durch verstärkte Präsenz von Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst, welche im Gegensatz zu Nordhausen auch verstärkt fußläufig unterwegs ist, zumindest ein sicheres Gefühl und einen Ansprechpartner vor Ort.
Wir sind ganz klar der Meinung, dass diesbezüglich zeitnah Lösungen geschaffen werden müssen, für die Jugend und für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Bürger in dieser Stadt.
S. B. der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Wiederholt kommt es, in letzter Zeit verstärkt, zu verschiedensten kaum hinnehmbaren Vorfällen, durch bereits mehrfach in Erscheinung getretene Jugendliche und Heranwachsende, welche sich im und um das Einkaufszentrum "Echte Nordhäuser Marktpassage" bewegen.
Wir sind als Familie und Bürger dieser Stadt nicht nur mehrfach Zeugen verschiedenster unschöner Situationen und diverser Straftaten, sondern bereits auch selber betroffen gewesen.
Vorweg möchten wir auch ganz deutlich sagen, dass sich der größere Teil der Jugendlichen und Heranwachsenden vor Ort vernünftig und respektvoll zu benehmen weiß und sich vom Fehlverhalten anderer Gruppierungen klar distanziert. Auch mehr als positiv erstaunt und erfreut waren wir über die Zivilcourage und die Hilfsangebote vieler.
Wir waren alle mal jung, die Zeit vergeht und ändert sich, die Jugend von heute ist nicht mit unserer Jugend vergleichbar, wo Respekt und vernünftiges miteinander noch oberstes Credo war. Prioritäten haben sich verschoben und Lebenseinstellungen drastisch verändert. Man kann und sollte auch mit der Zeit gehen, Verständnis zeigen, immer mit dem Hintergedanken, dass die Jugend auch ihren Platz - ihren Freiraum benötigt.
Kein Verständnis haben wir jedoch, wenn Geschehnisse fern von Dumme-Jungen-Streiche sind.
So kam es am Freitag (5. September 2025), in den frühen Abendstunden und über einen längeren Zeitraum, vom obersten Parkdeck der Marktpassage zu Würfen von verschiedensten Gegenständen, zum Beispiel mit Wasser gefüllte Kondome, Ballons und Tüten, Flaschen und Steinen auf Passanten und andere Jugendliche.
Ein weiterer Fall war wenig später im Inneren zu beobachten, als ein vielleicht zweijähriges Kleinkind, welches an der Hand des Familienvaters neben seiner Frau durch das Einkaufszentrum geführt wurde, durch Jugendliche einfach umgerannt und somit zu Fall gebracht wurde. Zurück blieben geschockte Eltern und ein weinendes Kind, was den Verursachern nicht nur gleichgültig, vielmehr noch als lustig empfanden.
Es werden ältere Menschen und Familien hinterrücks zur Belustigung anderer nachgeäfft, mit Dingen beworfen, angepöbelt, beleidigt und sogar angespuckt. Teilweise wird durch Minderjährige ganz offensichtlich Alkohol konsumiert, es wird herumgeschrien und Streitigkeiten unter verschiedenen Gruppierungen werden handfest ausgetragen.
Immer wieder problematisch erweisen sich in den Nachmittags- & Abendstunden auch die Zugänge, dass sämtliche Bänke im Center durch ausschließlich Jugendliche besetzt sind und als Treffpunkt genutzt werden, dass Passanten beim Entwerten des Parkchips angepöbelt und beleidigt, jüngere Kinder angegriffen und verjagt werden.
Der durch Verkäuferinnen informierte Sicherheitsdienst ist inzwischen maßlos überfordert, wird respektlos und herablassend behandelt, muss sich Diskussion aussetzen, kann ausgesprochene Hausverbote kaum um- und durchsetzen und steht den zahllosen Vorfällen überfordert gegenüber. Auch vom Verkaufspersonal der einzelnen Geschäfte erfährt man in letzter Zeit verstärkt von unmöglichen Zuständen.
Die zur Unterstützung gerufene Polizei ist teilweise so zeitversetzt am Einsatzort, dass man den Beschuldigten kaum habhaft wird, dem ständigen Katz- & Mausspiel inzwischen resigniert gegenüber steht und Betroffene nur auf die Möglichkeit einer Strafanzeige gegen Unbekannt hinweist.
Wir wissen, dass diese Problematik bekannt ist, dass Centermanagement, sowie die Stadtverwaltung immer wieder versucht, Lösungen zu erarbeiten, dass es wichtigere Aufgaben zu bewältigen gibt, Einzelfälle und Beschwerden einzelner Bürger das Aufgabenpensum sprengen würden. Jedoch möchten wir anmerken, dass wir als Teil der Gesellschaft und Bürger der Stadt Nordhausen, gern ruhig leben, einkaufen und spazieren gehen möchten, zu jeder Zeit, ohne zu überlegen, ob es aus Gründen der Sicherheit ratsam ist, in den frühen Abendstunden einen Bogen um die Echte Nordhäuser Marktpassage zu machen und grundsätzlich besser nicht in dieser einkaufen zu gehen.
Wir möchten weiterhin gern Familienangehörige, Freunde und ehemalige Kollegen zu uns nach Nordhausen einladen, die Stadt zeigen und genießen, ohne sich, so Leid es uns tut, für diverse Geschehnisse entschuldigen zu müssen.
Ich bin in Nordhausen groß geworden und arbeite in dieser Stadt. Wir halten wenig vom Onlinehandel, möchten gern weiterhin die Einzelhändler dieser Stadt unterstützen und sind immer wieder von den verschiedenen Aktionen, die Stadt zu beleben, begeistert. Wir möchten nicht wie Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Nachbarn nach Sondershausen, Halberstadt oder gar Erfurt, Leipzig, Magdeburg usw. zum Einkaufen fahren und das nicht wegen des Angebots, sondern vielmehr wegen diverser Vorkommnisse.
Ich habe vor vielen Jahren meine Frau, welche gebürtig aus Sachsen-Anhalt stammt, davon überzeugen können, gemeinsam hier in dieser schönen Stadt zu leben. Inzwischen traut sich meine Frau nach ihrem Spät- oder Nachtdienst kaum noch allein fußläufig den Heimweg anzutreten oder allein in der Echten Nordhäuser Marktpassage einzukaufen.
Wir wissen, dass Vorkommnisse in der Nordhäuser Marktpassage und die Aufarbeitung von Vorfällen, hauptsächlich durch das Hausrecht, dem Centermanagement und außerhalb der Marktpassage der Stadtverwaltung obliegt. Jedoch sollten nach unserer Einschätzung beide Seiten gemeinsam an einer zufriedenstellenden Lösung arbeiten.
Sicher läuft in anderen Städten auch nicht immer alles zur Zufriedenheit aller, aber man hat in einigen Städten, so traurig es ist, durch verstärkte Präsenz von Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst, welche im Gegensatz zu Nordhausen auch verstärkt fußläufig unterwegs ist, zumindest ein sicheres Gefühl und einen Ansprechpartner vor Ort.
Wir sind ganz klar der Meinung, dass diesbezüglich zeitnah Lösungen geschaffen werden müssen, für die Jugend und für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Bürger in dieser Stadt.
S. B. der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: psgDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
