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Meine Meinung

Die tollen Ideen des Marcel Fratzscher

Samstag, 06. September 2025, 10:13 Uhr
Herr Fratzscher besticht schon seit vielen Jahren mit innovativen Vorschlägen. Aktuell favorisiert er ein soziales Pflichtjahr für jeden Rentner, damit diese sich nicht langweilen und für ihre bisherige Lebensweise „zahlen“ müssen. Schließlich haben sie zu wenige Kinder gezeugt und zu wenig für den Klimaschutz und Verteidigung getan. Dazu die Meinung von nnz-Kolumnist Achit Tölle...


Genau diese Defizite seien ursächlich für die heutigen hohen Ausgaben, die nun die jüngeren Generationen übernehmen müssen.
Des Weiteren will er einen Boomer-Soli einführen. Nach seiner Meinung sollten Rentner mit höheren Rentenanwartschaften Rentner mit niedrigen Rentenanwartschaften unterstützen. So könnten diese Ruheständler mehr Rente erhalten. Denkbar sei aber auch eine Sonderabgabe auf Alterseinkünfte.                            

Da frage ich mich, was sollen wir denn noch alles leisten? Wir, die Boomer haben in der Regel zwischen 40 und 45 sozialversicherungspflichtige Beitragsjahre. Einige Boomer, von denen ich mich nicht ausschließe, werden sogar bis zum 48. oder 50. Beitragsjahr weiterarbeiten. Wir haben in der Regel, vor allem im Osten, Kinder großgezogen und kümmern uns aktuell um unsere greisen und teils dementen Eltern.
Sollen wir jetzt etwa auch noch auf unsere mühsamen erworbenen höheren Rentenpunkte verzichten? Diese haben wir schließlich durch mehr Beitragsjahre und oder höheren Bildungsabschlüsse erworben.

Da die Mehrzahl der Boomer-Generation bereits in der NVA oder Bundeswehr in der Regel 18 bzw. 15 Monate ihren Grundwehrdienst absolviert hat, ist somit auch das angestrebte „Pflichtjahr“ bereits längst geleistet.

Auch kann ich mich nicht erinnern, dass aus unserer Generation jemand nach seiner „work life balance“ gefragt hätte oder, wie heute weit verbreitet, den Wehr- oder Ersatzdienst abgelehnt hätte.

Wie wäre es denn, wenn diejenigen, die wirklich eine sorgenfreie Lebensweise praktiziert haben, mehr herangezogen würden, z.B. mit Abzügen ihrer Renten oder Pensionen?

Ich meine hier all jene, die nie Kinder großgezogen und finanziert haben. Denn diese mussten weder finanziell noch immaterielle Einschränkungen in Kauf nehmen, konnten in Zusatzrenten einzahlen und profitieren jetzt von den Auszahlungen ihrer Zusatzrenten und den Rentenbeiträgen unserer Kinder.                                                      

Der Grund der hohen Belastung unserer Sozialsysteme und der damit verbundenen hohen Lohnnebenkosten liegt meines Erachtens in einer nicht zielgenauen Ausschüttung der Sozialleistungen nach dem Gießkannenprinzip.

Hier sollten wir endlich aufhören alle bedingungslos zu alimentieren und Anreize schaffen, dass die Vielen, die nicht in unsere Sozialkassen Einzahlenden, früher und schneller in Lohn und Brot kommen und so ihre Beiträge selbst leisten.
Achit Tölle
Autor: psg

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