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Tankstellen und Integration

Donnerstag, 21. Dezember 2006, 17:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Ende des Jahres geht die 15monatige Projektlaufzeit für das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt „Erweiterung und Vertiefung der Netzwerkstruktur der Beschäftigungsinitiative Nordhausen - ProNetz “ zu Ende. Was verbirgt sich hinter diesem schwierigen Namen? Das wollte die nnz wissen...

Projekte erläutert (Foto: lift) Projekte erläutert (Foto: lift)


Projektträger ist die LIFT gGmbH. Diese gemeinnützige Gesellschaft bemüht sich als arbeitsmarktpolitischer Dienstleister der Region gemeinsam mit Netzwerkpartnern seit vielen Jahren um zusätzliche und zielgruppenspezifische Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für Langzeitarbeitslose. Dabei wurde eine Vielzahl von Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geschaffen, bei denen auch Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt erfolgten.

Die Projektidee von „ProNetz“ bestand darin, ein vorhandenes Netzwerk zu nutzen, um durch neue Kooperationen weitere Akteure auch aus benachbarten Nordthüringer Landkreisen zu gewinnen und Kompetenzen zu bündeln, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Projekte zu realisieren, die der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit dienen. Dazu wurde zu Projektbeginn im Oktober 2005 eine Management- und Koordinierungsstelle geschaffen, die erfolgreich arbeitet und Koordinations- und Organisationsaufgaben wahrnimmt.

Im Februar 2006 wurde ein Projektbeirat gegründet, dessen Mitglieder als überregional tätige Multiplikatoren, Ideen-, Impuls- und Ratgeber fungieren und die Netzwerkerweiterung begleiten. Durch die Arbeitsgruppe Projektentwicklung des Beirates wurden bereits Konzeptideen und Aktionen angeregt und zur Weiterbearbeitung ins Netzwerk gegeben. So entstand z. B. die Idee zur Serviceerweiterung an Tankstellen und die zur Umsetzung erforderliche Befragung von Tankkunden und Tankstellenbetreibern wurde begonnen.

Durch die Management- und Koordinierungsstelle wurden mehrere nutzbringende Workshops auch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus anderen Nordthüringer Landkreisen durchgeführt. Ein wichtiges Ereignis war z. B. der gemeinsame Workshop mit der Geschäftsstelle des Regionalbeirates für Arbeitsmarktpolitik in Nordthüringen, bei dem konstruktiv über bisherige Erfahrungen und zukünftige Umsetzungsmöglichkeiten im Rahmen der Fördermöglichkeiten des Europäischen Sozialfonds diskutiert wurde. Dieser Workshop hat u. a. zur weiteren Vertiefung der Kontakte zwischen „ProNetz“, dem Regionalbeirat und anderen arbeitsmarktpolitischen Akteuren der Region beigetragen.

Resümee der heutigen Präsentation der Projektergebnisse war, dass während der Projektlaufzeit die Projektidee umgesetzt werden konnte und ein landkreisübergreifendes Netzwerk von Arbeitsmarktakteuren und assoziierten Partnern geschaffen wurde, das gemeinsam Vorschläge unterbreitet, um Beschäftigung Langzeitarbeitsloser zu ermöglichen. Das Gesamtnetzwerk besteht aus Unternetzwerken, die sich nach themenbezogenen Erfordernissen einbringen und dadurch dazu beitragen, dass bereits gewonnene Resultate einfließen und Doppelarbeit vermieden wird.

Als Ergebnis der Arbeit im und für das Netzwerk entstanden verschiedene Produkte, die auch nach Projektende weiter bearbeitet werden, wie z. B. „Überregionale Vernetzung und Vermarktung eines Radwanderweges durch Nordthüringen“, „Generationenübergreifende Gemeinwohlarbeit“, „Regionales Entwicklungs- und Integrationszentrum“ oder „Qualifizierungsnetzwerk“.

Der Beirat schätzte ein, dass das somit entstandene offene Netzwerk „ProNetz“ zukünftig in der Lage sein wird, als Dienstleister arbeitsmarktpolitische Aufgabenstellungen erfolgreich zu bearbeiten und als ein weiterer zuverlässiger Ansprechpartner in der Region Nordthüringen zu fungieren.
Autor: nnz

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