Vorwürfe gegen Reemtsma-Betriebsrat
Freitag, 18. Januar 2002, 12:09 Uhr
Nordhausen (nnz). In einem Beitrag Keine Chance für einen Verkauf hatte die nnz am Montag über den aktuellen Stand bei Reemtsma in Nordhausen berichtet. Da übte Betriebsratschef Harald Messner Kritik in Richtung Politik. Jetzt kam dazu eine überraschende Reaktion von der Gewerkschaft.
Die Rettung des Standortes Reemtsma in Nordhausen hätte glücken können, wenn nicht Teile des Betriebsrates, welche schon demnächst einen neuen Job bei Reemtsma in Hannover antreten wollen, die Rettungsversuche nicht systematisch hintertrieben hätten, berichtet Anke Siedentop von der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) der nnz. Eine solche Arbeitsweise von Teilen des Betriebsrates hätten die Gewerkschaft noch nie erlebt. Alle Versuche der NGG für und mit der Belegschaft für den Standort Nordhausen zu kämpfen seien von Teilen des Betriebsrates boykottiert worden. So avancierte die groß angesagte Protestfahrt von Mitarbeitern zu Aufsichtsratssitzung in Hamburg zu einer Kaffeefahrt von mal gerade 20 Personen. Schüchtern hätte man in der Reentsma-Zentrale eine Stellungnahme abgegeben. Siedentop erinnert an dieser Stelle noch an eine kämpferische Stimmung bei einer Belegschaftsversammlung im September. Auch vom Recht des Betriebsrates einen Wirtschaftssachverständigen zu benennen, hätte man in Nordhausen keinen Gebrauch gemacht. Wirtschaftsdaten des Unternehmens hätte die Arbeitnehmervertretung ebenfalls anfordern können. Auch hier Fehlanzeige!
Landesregierung, Landrat, Oberbürgermeisterin und NGG haben sich nicht nur bemüht zu retten, was zu retten ist, sondern haben konkrete Alternativen zur Werkschließung aufgezeigt! Auch Geldmittel zum Erhalt des Werkes hätten bereitgestanden, teilte Siedentop der nnz weiter mit. Wenn sich der Betriebsrat Meßner jetzt hinstellt und erklärt, den kämpferischen Worten folgten keine Taten, so ist dies pure Heuchelei und wider besseren Wissens! Dem Betriebsrat ging es - einen anderen Schluss lässt seine verzögernde, alle angedachten Maßnahmen torpedierende Verhaltensweise nicht zu - einzig und alleine darum, im Einklang mit dem Reemtsma-Vorstand das Werk einvernehmlich zu schließen, meint die Gewerkschafterin wütend. Das Motto von Meßner und seiner Erfüllungsgehilfen könne deshalb nur lauten: Pakta sunt servanda! (Immer schön an die Regeln halten!) Zum Nachteil der Belegschaft!
Autor: nnzDie Rettung des Standortes Reemtsma in Nordhausen hätte glücken können, wenn nicht Teile des Betriebsrates, welche schon demnächst einen neuen Job bei Reemtsma in Hannover antreten wollen, die Rettungsversuche nicht systematisch hintertrieben hätten, berichtet Anke Siedentop von der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) der nnz. Eine solche Arbeitsweise von Teilen des Betriebsrates hätten die Gewerkschaft noch nie erlebt. Alle Versuche der NGG für und mit der Belegschaft für den Standort Nordhausen zu kämpfen seien von Teilen des Betriebsrates boykottiert worden. So avancierte die groß angesagte Protestfahrt von Mitarbeitern zu Aufsichtsratssitzung in Hamburg zu einer Kaffeefahrt von mal gerade 20 Personen. Schüchtern hätte man in der Reentsma-Zentrale eine Stellungnahme abgegeben. Siedentop erinnert an dieser Stelle noch an eine kämpferische Stimmung bei einer Belegschaftsversammlung im September. Auch vom Recht des Betriebsrates einen Wirtschaftssachverständigen zu benennen, hätte man in Nordhausen keinen Gebrauch gemacht. Wirtschaftsdaten des Unternehmens hätte die Arbeitnehmervertretung ebenfalls anfordern können. Auch hier Fehlanzeige!
Landesregierung, Landrat, Oberbürgermeisterin und NGG haben sich nicht nur bemüht zu retten, was zu retten ist, sondern haben konkrete Alternativen zur Werkschließung aufgezeigt! Auch Geldmittel zum Erhalt des Werkes hätten bereitgestanden, teilte Siedentop der nnz weiter mit. Wenn sich der Betriebsrat Meßner jetzt hinstellt und erklärt, den kämpferischen Worten folgten keine Taten, so ist dies pure Heuchelei und wider besseren Wissens! Dem Betriebsrat ging es - einen anderen Schluss lässt seine verzögernde, alle angedachten Maßnahmen torpedierende Verhaltensweise nicht zu - einzig und alleine darum, im Einklang mit dem Reemtsma-Vorstand das Werk einvernehmlich zu schließen, meint die Gewerkschafterin wütend. Das Motto von Meßner und seiner Erfüllungsgehilfen könne deshalb nur lauten: Pakta sunt servanda! (Immer schön an die Regeln halten!) Zum Nachteil der Belegschaft!
