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AfD Nordhausen wütend: Salzabad ohne Landesunterstützung

„Erneut wird Thüringens Norden abgehängt"

Montag, 25. August 2025, 18:27 Uhr
Die Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann kommentiert die Antwort der Thüringer Staatskanzlei auf ihre Kleine Anfrage zum Salzaquellbad....

"Es ist ein enttäuschender Schlag für Nordhausen und die gesamte Region. Die Landesregierung macht klar: Weder das einhundertjährige Jubiläum des Bades im Jahr 2028 noch das anstehende 1100-jährige Stadtjubiläum Nordhausens spielen irgendeine Rolle. Besondere Maßnahmen oder Unterstützung? Fehlanzeige." So reagierte Kerstin Düben-Schaumann auf den negativen bescheid der Erfurter Koalition auf ihre Anfrage.

"Damit zeigt sich einmal mehr, wie wenig die sogenannte Brombeerregierung in Erfurt – mit tatkräftiger Duldung durch die Linke – die Belange des Nordens ernst nimmt.", stellte die AfD-Politikerin im Anschluss fest.

Die Sanierung des Salzaquellbades wäre nicht nur lebendige und nachhaltige Traditionspflege gewesen, meint sie, sondern es hätte auch ein wichtiges Signal für Nordhausen gesetzt, wo bald das große Jubiläum begangen wird. Gerade ein historisches Freibad, das Generationen von Nordhäuserinnen und Nordhäusern geprägt habe, hätte mehr verdient als das kalte ‚Nein‘ aus Erfurt.

In ihren Antworten hat die Staatskanzlei deutlich gemacht, dass Fördermöglichkeiten für das Bad praktisch nicht bestehen – weder über Sportstättenbau noch über touristische Programme. Auch die Idee, Synergien zwischen dem Naherholungsgebiet Salzaquelle und dem Freibad zu nutzen wurde ausdrücklich verworfen. Damit bleibt für die AfD der Eindruck: Thüringens Norden wird wieder abgehängt.

"Während Millionen in andere Regionen fließen, lässt man unsere Traditionen und unsere Infrastruktur einfach verfallen. Ich appelliere nun an die anderen politischen Kräfte in Nordhausen: Jetzt sind SPD, CDU und ihre Unterstützer von den Linken im Stadtrat in der Pflicht. Sie müssen endlich Druck auf ihre Parteizentralen in Erfurt machen. Wer vor Ort für das Bad spricht, darf sich nicht in Erfurt wegducken. Auch Oberbürgermeister Kai Buchmann muss sich jetzt endlich ins Zeug legen gegenüber der Landesregierung in Erfurt."

Abschließend sagte die Landtagsabgeordnete: "Ich hätte mir mehr Weitsicht, mehr Heimatverbundenheit und vor allem mehr Respekt für die Menschen im Norden Thüringens gewünscht. Stattdessen erleben wir eine Politik des Abwinkens – auf Kosten unserer Stadt und ihrer Geschichte.“
Autor: red

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