Richter Kropp: Falling Down
Montag, 18. Dezember 2006, 08:24 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Zur Weihnachtszeit sehnen sich viele Väter nach ihren Kindern. Umgangsverfahren vor den Familiengerichten des Freistaates nehmen dabei in den Wochen vor Weihnachten stark zu, um ja noch den Besuch an den Weihnachtstagen regeln zu können. Mit einem solchen Fall, jedoch krassester Art, hatte es jetzt der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp zu tun.
Eine Mutter war mit ihren beiden Kindern aus Sachsen in den Kyffhäuserkreis vor ihrem Mann geflüchtet. Dieser hatte sie ständig bedroht. So war das Vorhalten einer Pistole an die Schläfe der Frau, das Androhen von Gewalt und Schlägen an der Tagesordnung. Um seine Erziehungsfähigkeit zu demonstrieren, nagelte Mike N. (36, Namen geändert) zum Beispiel eine Maus an die Wand. Auch Gewalt gegenüber den Kindern in Form von Schlägen wurde immer häufiger. Ein Aufenthalt in einer sächsischen Psychiatrie hatte keine Abhilfe gebracht.
Trotz des Umzuges der Mutter war es ihrem Mann gelungen, die Anschrift herauszubekommen. So ging es weiter mit Belästigungen in Form des Übersendens von Mails und auch einer DVD mit dem Titel Falling Down, in welcher der Held seine Probleme mit einer Pump-Gun regelt.
Genug Grund für das Sonderhäuser Amtsgericht, dem Treiben des Mannes ein juristisches Ende zu setzen. Die Hauptverhandlung gegen Mike N. fand unter massiven Sicherungsvorkehrungen durch Beamte der Polizeiinspektion Kyffhäuser statt. Immerhin konnte nicht ausgeschlossen werden, dass N. etwa eine Waffe in die Hauptverhandlung mitbringen würde. Zum Termin erschien N. jedoch nicht. Offensichtlich hatte er Angst vor den Konsequenzen.
Per Urteil verbot nun der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp dem Manne, sich seiner Frau zu nähern oder auf andere Art und Weise mit ihr Kontakt zu suchen. Verstößt er dagegen, wird dies als Straftat verfolgt und N. muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Die Sorge für die Kinder wurde zudem im Wege einer einstweiligen Anordnung auf die Mutter übertragen.
Es ist offen, wie das Verfahren weitergeht und ob Mike N. sich an die juristischen Vorgaben aus Sondershausen richten wird. Der Familie ist in jedem Fall ein ruhiges Weihnachtsfest zu wünschen.
Autor: nnzEine Mutter war mit ihren beiden Kindern aus Sachsen in den Kyffhäuserkreis vor ihrem Mann geflüchtet. Dieser hatte sie ständig bedroht. So war das Vorhalten einer Pistole an die Schläfe der Frau, das Androhen von Gewalt und Schlägen an der Tagesordnung. Um seine Erziehungsfähigkeit zu demonstrieren, nagelte Mike N. (36, Namen geändert) zum Beispiel eine Maus an die Wand. Auch Gewalt gegenüber den Kindern in Form von Schlägen wurde immer häufiger. Ein Aufenthalt in einer sächsischen Psychiatrie hatte keine Abhilfe gebracht.
Trotz des Umzuges der Mutter war es ihrem Mann gelungen, die Anschrift herauszubekommen. So ging es weiter mit Belästigungen in Form des Übersendens von Mails und auch einer DVD mit dem Titel Falling Down, in welcher der Held seine Probleme mit einer Pump-Gun regelt.
Genug Grund für das Sonderhäuser Amtsgericht, dem Treiben des Mannes ein juristisches Ende zu setzen. Die Hauptverhandlung gegen Mike N. fand unter massiven Sicherungsvorkehrungen durch Beamte der Polizeiinspektion Kyffhäuser statt. Immerhin konnte nicht ausgeschlossen werden, dass N. etwa eine Waffe in die Hauptverhandlung mitbringen würde. Zum Termin erschien N. jedoch nicht. Offensichtlich hatte er Angst vor den Konsequenzen.
Per Urteil verbot nun der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp dem Manne, sich seiner Frau zu nähern oder auf andere Art und Weise mit ihr Kontakt zu suchen. Verstößt er dagegen, wird dies als Straftat verfolgt und N. muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Die Sorge für die Kinder wurde zudem im Wege einer einstweiligen Anordnung auf die Mutter übertragen.
Es ist offen, wie das Verfahren weitergeht und ob Mike N. sich an die juristischen Vorgaben aus Sondershausen richten wird. Der Familie ist in jedem Fall ein ruhiges Weihnachtsfest zu wünschen.
