Ein Besuch beim Traditions-Triathlon
Staffel-Sieg, starke Organisation und sportlicher Familiengeist
Samstag, 23. August 2025, 08:00 Uhr
Der See am Scheunenhof Sundhausen liegt still im Morgenlicht, doch auf den Wiesen rundherum herrscht gespannte Aufregung. Zwischen Startnummern, Laufschuhen und Rennrädern trifft man auch Franz Stäter, den Läufer einer Sprint-Staffel, die in diesem Jahr den Wettbewerb für sich entscheiden konnte...
Ja, also ich bin ja nur gelaufen, sagt Franz bescheiden und lächelt. Für ihn war es bereits die zweite Staffel-Teilnahme, auch wenn er ansonsten vor allem bei Laufwettkämpfen zu Hause ist. Sechs Wochen bereitete er sich in den Sommerferien auf den Wettkampf vor. Da mein Fahrradfahrer schon sehr viel Zeit rausgekämpft hat, musste ich einfach nur das Ding nach Hause bringen. Ich bin schon schnell gelaufen, aber ich habe mir kein Duell geliefert mit irgendjemandem. Die Strecke bestand für ihn aus zwei Runden von jeweils 2,5 Kilometern, die Franz schließlich absolvierte und brachte die Staffel sicher ins Ziel.
An seiner Seite: Carla Höpker, eine junge Schwimmerin, die für das Team die erste Disziplin übernahm. Ich bin ein paar Mal mit meinem Papa hier im See trainieren gegangen, erzählt Carla. Im Schwimmverein ist sie zwar aktiv, doch für die längere Strecke übte sie extra am See im Sommer. Der Wettkampftag selbst stellte sie vor keine Probleme: Der See war angenehm. Einem wird ja schnell warm, wenn man da durchzieht, sagt die junge Athletin.
Dritter im Bunde ist Martin Höpker, ein 53-jähriger Radfahrer, der seine Leidenschaft seit vielen Jahren pflegt: Ich fahre schon viele Jahre Rennrad. Aber in meinem Alter ist es natürlich auch anstrengend, so schnell zu fahren – gerade auf kurzen Strecken. Trotzdem: Es hat Spaß gemacht.
Drei Sportler, drei Disziplinen – und am Ende der Sieg. Es waren ja nur drei Staffeln am Start, und da wollten wir schon gewinnen, sagt Franz. Natürlich ist die Atmosphäre schön, aber man möchte immer gewinnen.
Hinter den Kulissen: Ulrich Konschak und 20 Jahre Organisation
Damit der Triathlon überhaupt stattfinden kann, geschieht hinter den Kulissen viel Arbeit. Seit 2003 ist Ulrich Konschak Gesamtleiter der Veranstaltung. Nur im Corona-Jahr 2020 musste eine Pause eingelegt werden. Ansonsten fand der Triathlon jedes Jahr statt, berichtet er. Austragungsort war stets derselbe See. Doch zwischen 2013 und 2019 lagen die Rad- und Laufstrecken in der Stadt, erst nach der Pandemie kehrte alles wieder an den See zurück.
In diesem Jahr waren 450 Teilnehmer gemeldet, hinzu kamen Nachmeldungen am Wettkampftag. Besonders viele Starter kommen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen, so Konschak. Aber auch aus Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen reisten Sportler an.
Warum gerade dieser Ort? Der See ist optimal, und die große Wiese ist wichtig. Wir brauchen viel Platz für die Wechselzone, den Zieleinlauf und die Parkplätze. Das ist hier einfach ideal.
Die größte Herausforderung sei Jahr für Jahr die Radstrecke: Wir bewegen uns auf öffentlichem Gebiet und müssen die Straßen sperren. Das ist das Komplizierteste. Zwar laufe vieles inzwischen routiniert, dennoch bleibe es eine Aufgabe. Mit zehn Leuten organisiert Konschak das Event das ganze Jahr über, am Wettkampftag selbst unterstützen rund 50 bis 60 Helfer. Unser Team ist seit 20 Jahren eingespielt – jeder weiß, was der andere tut.
Notfälle gehören leider dazu: In diesem Jahr mussten zwei Schwimmer aus dem Wasser geholt werden. Schlimmere Unfälle seien selten, aber nicht ausgeschlossen. Deshalb haben wir immer die Wasserwacht und die Johanniter hier, sagt Konschak.
Der Triathlon verfolgt mehrere Ziele – Sport, Gesundheit, regionale Bedeutung. Wir sind inzwischen eine etablierte Veranstaltung. Viele Teilnehmer übernachten hier, gehen essen, lassen Geld in der Region, betont Konschak. Besonders am Herzen liegen ihm die Kinderwettkämpfe, damit der Nachwuchs den Sport ausprobieren kann.
Ulrich Konschak selbst war 30 Jahre Triathlet, seine Frau gewann die Gesamtwertung sogar zehnmal. Heute treiben auch die Kinder der Familie Sport: Die älteste Tochter ist erfolgreiche Nachwuchstriathletin, die jüngste startet bereits mit fünf Jahren und der Sohn hat den Weg ins Tennis gefunden. Wir sind eine sportliche Familie, sagt Konschak mit einem Lächeln.
Wieder bei der Staffel– Freude über den Wettkampf
Zurück auf der Wiese, wo sich Staffeln und Einzelstarter nach dem Zieleinlauf mischen, spürt man, was Ulrich Konschak meint: das Zusammenspiel aus sportlichem Ehrgeiz und familiärer Atmosphäre. Für Franz und sein Team war es eine gelungene Rückkehr. Ich wurde gefragt und habe mich dann entschieden, dass es eigentlich ganz cool ist, erzählt er. Schon vor einigen Jahren hatte er einmal in Nordhausen eine Staffel absolviert, diesmal konnte er wieder einen Erfolg feiern.
Nach der langen Vorbereitung und dem Sieg bleibt vor allem Freude. Ich hatte lange keinen Wettkampf. Da war es einfach mal wieder cool, dabei zu sein. Und damit spricht Franz wohl vielen aus der Seele, die Jahr für Jahr an den See kommen – um zu schwimmen, zu radeln, zu laufen. Oder einfach, um Teil dieser besonderen Stimmung zu sein.
Yelyzaveta Khurshudian
Autor: praJa, also ich bin ja nur gelaufen, sagt Franz bescheiden und lächelt. Für ihn war es bereits die zweite Staffel-Teilnahme, auch wenn er ansonsten vor allem bei Laufwettkämpfen zu Hause ist. Sechs Wochen bereitete er sich in den Sommerferien auf den Wettkampf vor. Da mein Fahrradfahrer schon sehr viel Zeit rausgekämpft hat, musste ich einfach nur das Ding nach Hause bringen. Ich bin schon schnell gelaufen, aber ich habe mir kein Duell geliefert mit irgendjemandem. Die Strecke bestand für ihn aus zwei Runden von jeweils 2,5 Kilometern, die Franz schließlich absolvierte und brachte die Staffel sicher ins Ziel.
An seiner Seite: Carla Höpker, eine junge Schwimmerin, die für das Team die erste Disziplin übernahm. Ich bin ein paar Mal mit meinem Papa hier im See trainieren gegangen, erzählt Carla. Im Schwimmverein ist sie zwar aktiv, doch für die längere Strecke übte sie extra am See im Sommer. Der Wettkampftag selbst stellte sie vor keine Probleme: Der See war angenehm. Einem wird ja schnell warm, wenn man da durchzieht, sagt die junge Athletin.
Dritter im Bunde ist Martin Höpker, ein 53-jähriger Radfahrer, der seine Leidenschaft seit vielen Jahren pflegt: Ich fahre schon viele Jahre Rennrad. Aber in meinem Alter ist es natürlich auch anstrengend, so schnell zu fahren – gerade auf kurzen Strecken. Trotzdem: Es hat Spaß gemacht.
Drei Sportler, drei Disziplinen – und am Ende der Sieg. Es waren ja nur drei Staffeln am Start, und da wollten wir schon gewinnen, sagt Franz. Natürlich ist die Atmosphäre schön, aber man möchte immer gewinnen.
Hinter den Kulissen: Ulrich Konschak und 20 Jahre Organisation
Damit der Triathlon überhaupt stattfinden kann, geschieht hinter den Kulissen viel Arbeit. Seit 2003 ist Ulrich Konschak Gesamtleiter der Veranstaltung. Nur im Corona-Jahr 2020 musste eine Pause eingelegt werden. Ansonsten fand der Triathlon jedes Jahr statt, berichtet er. Austragungsort war stets derselbe See. Doch zwischen 2013 und 2019 lagen die Rad- und Laufstrecken in der Stadt, erst nach der Pandemie kehrte alles wieder an den See zurück.
In diesem Jahr waren 450 Teilnehmer gemeldet, hinzu kamen Nachmeldungen am Wettkampftag. Besonders viele Starter kommen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen, so Konschak. Aber auch aus Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen reisten Sportler an.
Warum gerade dieser Ort? Der See ist optimal, und die große Wiese ist wichtig. Wir brauchen viel Platz für die Wechselzone, den Zieleinlauf und die Parkplätze. Das ist hier einfach ideal.
Die größte Herausforderung sei Jahr für Jahr die Radstrecke: Wir bewegen uns auf öffentlichem Gebiet und müssen die Straßen sperren. Das ist das Komplizierteste. Zwar laufe vieles inzwischen routiniert, dennoch bleibe es eine Aufgabe. Mit zehn Leuten organisiert Konschak das Event das ganze Jahr über, am Wettkampftag selbst unterstützen rund 50 bis 60 Helfer. Unser Team ist seit 20 Jahren eingespielt – jeder weiß, was der andere tut.
Notfälle gehören leider dazu: In diesem Jahr mussten zwei Schwimmer aus dem Wasser geholt werden. Schlimmere Unfälle seien selten, aber nicht ausgeschlossen. Deshalb haben wir immer die Wasserwacht und die Johanniter hier, sagt Konschak.
Der Triathlon verfolgt mehrere Ziele – Sport, Gesundheit, regionale Bedeutung. Wir sind inzwischen eine etablierte Veranstaltung. Viele Teilnehmer übernachten hier, gehen essen, lassen Geld in der Region, betont Konschak. Besonders am Herzen liegen ihm die Kinderwettkämpfe, damit der Nachwuchs den Sport ausprobieren kann.
Ulrich Konschak selbst war 30 Jahre Triathlet, seine Frau gewann die Gesamtwertung sogar zehnmal. Heute treiben auch die Kinder der Familie Sport: Die älteste Tochter ist erfolgreiche Nachwuchstriathletin, die jüngste startet bereits mit fünf Jahren und der Sohn hat den Weg ins Tennis gefunden. Wir sind eine sportliche Familie, sagt Konschak mit einem Lächeln.
Wieder bei der Staffel– Freude über den Wettkampf
Zurück auf der Wiese, wo sich Staffeln und Einzelstarter nach dem Zieleinlauf mischen, spürt man, was Ulrich Konschak meint: das Zusammenspiel aus sportlichem Ehrgeiz und familiärer Atmosphäre. Für Franz und sein Team war es eine gelungene Rückkehr. Ich wurde gefragt und habe mich dann entschieden, dass es eigentlich ganz cool ist, erzählt er. Schon vor einigen Jahren hatte er einmal in Nordhausen eine Staffel absolviert, diesmal konnte er wieder einen Erfolg feiern.
Nach der langen Vorbereitung und dem Sieg bleibt vor allem Freude. Ich hatte lange keinen Wettkampf. Da war es einfach mal wieder cool, dabei zu sein. Und damit spricht Franz wohl vielen aus der Seele, die Jahr für Jahr an den See kommen – um zu schwimmen, zu radeln, zu laufen. Oder einfach, um Teil dieser besonderen Stimmung zu sein.
Yelyzaveta Khurshudian

















