Kein Pakt mit der Natur möglich
Freitag, 15. Dezember 2006, 06:55 Uhr
Nordhausen (nnz). In den achtziger Jahren wurden in Bayern um den Einsatz der ersten Schneekanonen Prozesse geführt. Kläger waren die Naturschützer. Die Natur könnte nun leicht ihr Helfer werden.
Die Erderwärmung gefährdet nämlich laut OECD nahezu alle Wintersportgebiete in Deutschland und fast drei Viertel der Skiregionen in Österreich. Einzig in den Schweizer Alpen ist der Verlauf des Winters noch normal. Schon ein Temperaturanstieg um ein Grad würde die Zahl der schneesicheren Gebiete in Oberbayern um 90 Prozent und im Allgäu um 47 Prozent verringern. In Österreich, wo die Hälfte des Tourismusgeschäfts auf den Wintersport entfällt, wären nur 18 Prozent der bislang 190 schneesicheren Regionen betroffen. Weniger beeinträchtigt wäre die Schweiz:
Erst bei einem Temperaturanstieg um vier Grad wären die meisten Skigebiete im Berner Oberland, in der Zentralschweiz und den anderen Wintersport-Regionen nicht mehr schneesicher. Nur das Wallis und Graubünden würden dank ihrer sehr hohen Lage kaum betroffen, erklärte die OECD. Derzeit gelten 609 von 666 großen Skiregionen in den Alpen als schneesicher - das heißt, sie haben für mindestens 100 Tage im Jahr eine Schneedecke von über 30 Zentimeter.
Die Jahre 1994, 2000, 2002 und 2003 seien die wärmsten der letzten 500 Jahre gewesen, sagte der OECD-Klimaexperte Shardul Agrawala. Klimamodelle ließen eine beschleunigte Erwärmung erwarten. Bei einem Anstieg der durchschnittlichen regionalen Jahrestemperatur um ein Grad Celsius wären noch rund 500 Gebiete schneesicher, bei vier Grad noch 200 Skiregionen. In den Alpen mache sich der Klimawandel besonders deutlich bemerkbar.
Wenn die Temperaturen weiter stiegen, könnte auch der Einsatz von Schneekanonen problematisch werden, weil die Anlagen Wasser und Energie in Größenordnungen verbrauchen, dass die künstliche Beschneiung unrentabel werden könnte.
Autor: jsDie Erderwärmung gefährdet nämlich laut OECD nahezu alle Wintersportgebiete in Deutschland und fast drei Viertel der Skiregionen in Österreich. Einzig in den Schweizer Alpen ist der Verlauf des Winters noch normal. Schon ein Temperaturanstieg um ein Grad würde die Zahl der schneesicheren Gebiete in Oberbayern um 90 Prozent und im Allgäu um 47 Prozent verringern. In Österreich, wo die Hälfte des Tourismusgeschäfts auf den Wintersport entfällt, wären nur 18 Prozent der bislang 190 schneesicheren Regionen betroffen. Weniger beeinträchtigt wäre die Schweiz:
Erst bei einem Temperaturanstieg um vier Grad wären die meisten Skigebiete im Berner Oberland, in der Zentralschweiz und den anderen Wintersport-Regionen nicht mehr schneesicher. Nur das Wallis und Graubünden würden dank ihrer sehr hohen Lage kaum betroffen, erklärte die OECD. Derzeit gelten 609 von 666 großen Skiregionen in den Alpen als schneesicher - das heißt, sie haben für mindestens 100 Tage im Jahr eine Schneedecke von über 30 Zentimeter.
Die Jahre 1994, 2000, 2002 und 2003 seien die wärmsten der letzten 500 Jahre gewesen, sagte der OECD-Klimaexperte Shardul Agrawala. Klimamodelle ließen eine beschleunigte Erwärmung erwarten. Bei einem Anstieg der durchschnittlichen regionalen Jahrestemperatur um ein Grad Celsius wären noch rund 500 Gebiete schneesicher, bei vier Grad noch 200 Skiregionen. In den Alpen mache sich der Klimawandel besonders deutlich bemerkbar.
Wenn die Temperaturen weiter stiegen, könnte auch der Einsatz von Schneekanonen problematisch werden, weil die Anlagen Wasser und Energie in Größenordnungen verbrauchen, dass die künstliche Beschneiung unrentabel werden könnte.
