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Thüringer SPD Chef reagiert auf Jendricke Aussagen

Keine riskanten Experimente mit Sozialleistungen

Donnerstag, 14. August 2025, 12:52 Uhr
Landrat Matthias Jendricke hat es mit Überlegungen zum Bürgergeld für Geflüchtete im Magazin "Stern" heute bis in die bundesweiten Nachrichten geschafft, nun äußert sich der Thüringer Parteikollege Georg Maier zu den Aussagen...

Jendricke war vom Magazin Stern unter anderem mit den Worten zitiert worden: "Wer in unser Land kommt und hier bisher nichts eingezahlt hat, darf Sozialleistungen nur noch als zinsloses Darlehen bekommen."

Neben Jendricke lässt das Magazin auch Marko Wolfram, den SPD Landrat aus Saalfeld-Rudolstadt zu Wort kommen. Man könne so positive Integrationsanreize schaffen, erklärten die beiden Genossen.

Eigentlich Parteifreunde, v.l.: Matthias Jendricke und Georg Maier, Jendrickes Vorschläge fanden dennoch offenbar wenig Anklang in Erfurt (Foto: nnz-Archiv) Eigentlich Parteifreunde, v.l.: Matthias Jendricke und Georg Maier, Jendrickes Vorschläge fanden dennoch offenbar wenig Anklang in Erfurt (Foto: nnz-Archiv)

Zum Vorschlag der beiden Landräte, äußert sich nun auch der SPD-Landesvorsitzende Georg Maier: „Die angestoßene Debatte darüber, wie wir geflüchtete Menschen schneller in den Arbeitsmarkt integrieren, ist wichtig und notwendig. Der Vorschlag, Geflüchteten Sozialleistungen nur noch als Darlehen zu gewähren, ist inhaltlich unausgereift und wirft verfassungsrechtliche Fragen auf. Schnell in Arbeit statt schnell ins Abseits: Integration braucht tragfähige Konzepte, nicht riskante Experimente mit Sozialleistungen.“
Autor: red

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