Einsatz von vollelektrischen Bussen zur CO₂-Reduktion
Nordhausen macht beim Klimaschutzkonzept aktiv mit
Freitag, 08. August 2025, 11:33 Uhr
Zum Start des neuen Schuljahres setzt der Landkreis Nordhausen nun insgesamt elf vollelektrische Busse im Linienverkehr ein, was zum Einsparen weit über 400 Tonnen CO₂ beiträgt.Der Landkreis geht in seiner Beschaffungspolitik jedoch nicht ideologisch vor sondern kauft auch weiterhin Dieselbusse, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll ist...
Damit haben wir jetzt die größte Elektrobusflotte im ländlichen Raum Thüringens. Die neuen E-Busse von MAN setzen dieses Erfolgsmodell fort und ermöglichen den emissionsfreien Betrieb auf Regionallinien aller Höhenprofile. Durch den weiteren Ausbau unserer Elektrobusflotte stärken wir auch unsere Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen, so Landrat Matthias Jendricke.
Thorsten Schwarz, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Nordhausen, Marcel Hardrath, Fachgebietsleiter Beteiligungen und ÖPNV, Landrat Matthias Jendricke mit drei der neuen E-Busse. (Foto: Pressestelle Landratsamt)
Die Elektrifizierung des ÖPNV ist ein zentraler Baustein unseres integrierten Klimaschutzkonzepts, das der Kreistag 2022 mit breiter Mehrheit beschlossen hat. Es definiert verbindliche Ziele für CO₂-Reduktion, den Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltige Mobilitätsprojekte im ganzen Landkreis.
2020 begann der Landkreis mit der Beschaffung der ersten sechs 12-Meter-Sileo-Busse, darunter seit 2023 auch ein vollelektrischer Gelenkbus. Gefördert wurde die Investition im Programm CO2-arme Mobilität in Thüringen mit rund 4,9 Mio. Euro, ergänzt durch Mittel der Thüringer Aufbaubank sowie des Bundes. Die neuen MAN Lion's City E erreichen eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern, Heizung und Klimatisierung inklusive. Über Nacht laden sie in knapp 2,5 Stunden an den Depots in Nordhausen und am Bahnhof Niedersachswerfen Ost, tagsüber sind Zwischenladungen möglich, erläutert Thorsten Schwarz, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH. Moderne Rekuperationssysteme führen die regenerative Bremsenergie zurück in die Batterien, sodass der Stromverbrauch im Schnitt nur rund 0,8 kWh pro Kilometer beträgt. Gleichzeitig sinken die laufenden Kosten des Fahrzeugunterhalts, da der Wartungs- und Unterhaltungsaufwand für Bremsen und Antriebssysteme sehr viel geringer als bei Dieselbussen ist. Die Investition in die vier neuen MAN-Fahrzeuge inklusive Ladekomponenten von insgesamt 2,4 Mio. Euro wurde mit 1,24 Mio. Euro im Landesförderprogramm betriebliche Investitionen im ÖPNV Thüringen gefördert.
Bereits in den ersten Jahren der Einführung legten die ersten sechs E-Busse über 700.000 Kilometer zurück und vermieden im Vergleich zu dieselbetriebenen Fahrzeugen rund 690 Tonnen CO₂. Mit den nun elf Elektrobussen werden jährlich weit über 400 Tonnen CO₂ eingespart. Der Landkreis gehe in seiner Beschaffungspolitik jedoch nicht ideologisch vor, so der Landrat, sondern kaufe auch weiterhin Dieselbusse, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll ist. So gestalten wir gemeinsam den Wandel zu einer unabhängigen Mobilität und leisten auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung in unserer Region, sagt Matthias Jendricke.
Autor: praDamit haben wir jetzt die größte Elektrobusflotte im ländlichen Raum Thüringens. Die neuen E-Busse von MAN setzen dieses Erfolgsmodell fort und ermöglichen den emissionsfreien Betrieb auf Regionallinien aller Höhenprofile. Durch den weiteren Ausbau unserer Elektrobusflotte stärken wir auch unsere Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen, so Landrat Matthias Jendricke.
Thorsten Schwarz, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Nordhausen, Marcel Hardrath, Fachgebietsleiter Beteiligungen und ÖPNV, Landrat Matthias Jendricke mit drei der neuen E-Busse. (Foto: Pressestelle Landratsamt)
Die Elektrifizierung des ÖPNV ist ein zentraler Baustein unseres integrierten Klimaschutzkonzepts, das der Kreistag 2022 mit breiter Mehrheit beschlossen hat. Es definiert verbindliche Ziele für CO₂-Reduktion, den Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltige Mobilitätsprojekte im ganzen Landkreis.
2020 begann der Landkreis mit der Beschaffung der ersten sechs 12-Meter-Sileo-Busse, darunter seit 2023 auch ein vollelektrischer Gelenkbus. Gefördert wurde die Investition im Programm CO2-arme Mobilität in Thüringen mit rund 4,9 Mio. Euro, ergänzt durch Mittel der Thüringer Aufbaubank sowie des Bundes. Die neuen MAN Lion's City E erreichen eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern, Heizung und Klimatisierung inklusive. Über Nacht laden sie in knapp 2,5 Stunden an den Depots in Nordhausen und am Bahnhof Niedersachswerfen Ost, tagsüber sind Zwischenladungen möglich, erläutert Thorsten Schwarz, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH. Moderne Rekuperationssysteme führen die regenerative Bremsenergie zurück in die Batterien, sodass der Stromverbrauch im Schnitt nur rund 0,8 kWh pro Kilometer beträgt. Gleichzeitig sinken die laufenden Kosten des Fahrzeugunterhalts, da der Wartungs- und Unterhaltungsaufwand für Bremsen und Antriebssysteme sehr viel geringer als bei Dieselbussen ist. Die Investition in die vier neuen MAN-Fahrzeuge inklusive Ladekomponenten von insgesamt 2,4 Mio. Euro wurde mit 1,24 Mio. Euro im Landesförderprogramm betriebliche Investitionen im ÖPNV Thüringen gefördert.
Bereits in den ersten Jahren der Einführung legten die ersten sechs E-Busse über 700.000 Kilometer zurück und vermieden im Vergleich zu dieselbetriebenen Fahrzeugen rund 690 Tonnen CO₂. Mit den nun elf Elektrobussen werden jährlich weit über 400 Tonnen CO₂ eingespart. Der Landkreis gehe in seiner Beschaffungspolitik jedoch nicht ideologisch vor, so der Landrat, sondern kaufe auch weiterhin Dieselbusse, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll ist. So gestalten wir gemeinsam den Wandel zu einer unabhängigen Mobilität und leisten auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung in unserer Region, sagt Matthias Jendricke.
