Vierte Frauenchronik in Arbeit
Mittwoch, 13. Dezember 2006, 15:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Tag für Tag ereignet sich etwas, das oft spurlos verschwindet. Damit einiges davon aber Spuren hinterlässt, gibt es Menschen, die es aufschreiben, so dass es gelesen und somit im Gedächtnis fest eingeprägt werden kann. Im Landkreis Nordhausen sind es Frauen.
Auf Initiative der langjährigen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes Nordhausen, Christel Ehrhold, wurde 1994 das Frauen-Archiv, ein Archiv zur gesellschaftlichen Entwicklung der Frauen im Landkreis Nordhausen, als ABM-Projekt ins Leben gerufen. Ziel des Projektes war es, eine Forschungs- und Dokumentationsstelle zu schaffen, die die Arbeits- und Lebensbedingungen und die rechtliche Stellung der Frauen in der Zeit von 1945 bis 1989 im Landkreis Nordhausen aufzeigt und dokumentiert. Der größte Erfolg der Mitarbeiterinnen des Frauen-Archivs bis heute ist die Veröffentlichung der Chroniken I (1945 – 1955), II (1956 – 1965) und III (1966 – 1975), die das Leben der Frauen im Landkreis Nordhausen widerspiegeln.
Nun soll die vierte und vorerst letzte Chronik der Frauen des Landkreises Nordhausen 1976 – 1989/90 entstehen. Und dazu benötigen die Mitarbeiterinnen, die als ABM-Kräfte ab Jan. 2007 an dieser Chronik arbeiten werden, die Hilfe der Menschen des Landkreises. Nun gilt es nämlich Zeitzeugnisse und Dokumente aus Archiven, von Dachböden und aus Kellern zu sammeln, die Einblick in das Leben und Handeln von Frauen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der ehemaligen DDR geben. Hierbei ist es erst einmal unerheblich, ob es die Berufstätigkeit der Frauen in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Gesundheitswesen, die Erwachsenenqualifizierung oder um sozialpolitischen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für berufstätige Frauen und Mütter geht.
Das heißt also, dass die Frauen im Archiv auf Berichte und Dokumentationen von Frauen der unterschiedlichsten Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten von der Hausfrau über die Arbeiterin bis hin zur Politikerin angewiesen sind, damit das breit gefächerte Spektrum der Erlebnisse und Geschehnisse auf allen Ebenen nicht in Vergessenheit gerät.
Und daher schon jetzt die dringende Bitte an alle Menschen aus dem Landkreis Nordhausen, vielleicht die bevorstehenden freien Tage zu nutzen und zu schauen, ob nicht auch auf dem eigenen Dachboden oder Keller oder in längst verstaubten Fotoalben Dokumente sind, die an die Damen vom Frauenarchiv ausgeliehen oder übergeben werden könnten. Wer also Geeignetes für die Frauenchronik Teil IV 1976 – 1990 zur Verfügung stellen kann, melde sich bitte in der Pressestelle des Landratsamtes Nordhausen. Die Originale können auch sofort wieder mitgenommen werden, wenn es gewünscht wird. Kontakt: Kathrin Guhl, 03631/911223 oder 911222.
Autor: nnzAuf Initiative der langjährigen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes Nordhausen, Christel Ehrhold, wurde 1994 das Frauen-Archiv, ein Archiv zur gesellschaftlichen Entwicklung der Frauen im Landkreis Nordhausen, als ABM-Projekt ins Leben gerufen. Ziel des Projektes war es, eine Forschungs- und Dokumentationsstelle zu schaffen, die die Arbeits- und Lebensbedingungen und die rechtliche Stellung der Frauen in der Zeit von 1945 bis 1989 im Landkreis Nordhausen aufzeigt und dokumentiert. Der größte Erfolg der Mitarbeiterinnen des Frauen-Archivs bis heute ist die Veröffentlichung der Chroniken I (1945 – 1955), II (1956 – 1965) und III (1966 – 1975), die das Leben der Frauen im Landkreis Nordhausen widerspiegeln.
Nun soll die vierte und vorerst letzte Chronik der Frauen des Landkreises Nordhausen 1976 – 1989/90 entstehen. Und dazu benötigen die Mitarbeiterinnen, die als ABM-Kräfte ab Jan. 2007 an dieser Chronik arbeiten werden, die Hilfe der Menschen des Landkreises. Nun gilt es nämlich Zeitzeugnisse und Dokumente aus Archiven, von Dachböden und aus Kellern zu sammeln, die Einblick in das Leben und Handeln von Frauen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der ehemaligen DDR geben. Hierbei ist es erst einmal unerheblich, ob es die Berufstätigkeit der Frauen in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Gesundheitswesen, die Erwachsenenqualifizierung oder um sozialpolitischen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für berufstätige Frauen und Mütter geht.
Das heißt also, dass die Frauen im Archiv auf Berichte und Dokumentationen von Frauen der unterschiedlichsten Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten von der Hausfrau über die Arbeiterin bis hin zur Politikerin angewiesen sind, damit das breit gefächerte Spektrum der Erlebnisse und Geschehnisse auf allen Ebenen nicht in Vergessenheit gerät.
Und daher schon jetzt die dringende Bitte an alle Menschen aus dem Landkreis Nordhausen, vielleicht die bevorstehenden freien Tage zu nutzen und zu schauen, ob nicht auch auf dem eigenen Dachboden oder Keller oder in längst verstaubten Fotoalben Dokumente sind, die an die Damen vom Frauenarchiv ausgeliehen oder übergeben werden könnten. Wer also Geeignetes für die Frauenchronik Teil IV 1976 – 1990 zur Verfügung stellen kann, melde sich bitte in der Pressestelle des Landratsamtes Nordhausen. Die Originale können auch sofort wieder mitgenommen werden, wenn es gewünscht wird. Kontakt: Kathrin Guhl, 03631/911223 oder 911222.
