nnz-doku: Offener Brief
Mittwoch, 13. Dezember 2006, 15:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Geschehen um den heilpädagogischen Kindergarten in Nordhausen nimmt langsam aber sicher dramatische Züge an. Jetzt greift die Kreisverwaltung zum Mittel eines Offenen Briefes an die betroffenen Eltern und an die Stadtverwaltung. Die nnz veröffentlicht das Schreiben innerhalb ihrer doku-Reihe.
Das Fortbestehen des Kindergartens Traumzauberbaum liegt im Interesse des Landkreises und auch der Stadtverwaltung, wenn man die Presseveröffentlichungen verfolgt. Das Interesse des Landkreises geht jedoch weiter als nur das Bekenntnis in der Presse zur Sicherung des Kindergartens. Wir haben den Elternvertretern und dem Träger gegenüber eine eindeutige Zusicherung zur gesetzlich geforderten Finanzierung durch den Landkreis ab Januar 2007 gegeben.Eine klare Zusicherung der Stadtverwaltung zur Finanzierung ihres Anteils wurde bisher noch nicht abgegeben. Eine Diskussion über ein Modellvorhaben zu eröffnen, dass uns und dem Träger gegenwärtig nur als Idee ohne Inhalt bekannt ist, ist äußerst schwierig und wir wären über weiterführende Informationen sehr dankbar.
Die öffentliche Diskussion über eine angeblich auch durch unsere Haltung entstehende Disposition der Einrichtung ist für uns nicht nachvollziehbar und bringt uns auch nicht weiter. Ich bitte Sie einfach, eine Aussage zum zukünftigen Status dieser Kindertageseinrichtung aus städtischer Sicht zu treffen. Um es abschließend noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Wir sehen keine Schließungsnotwendigkeit der Einrichtung in der Lessingstraße.
Wir favorisieren und empfehlen Ihnen im Interesse der Kinder und deren Eltern, das Konzept des Trägers zur Betreibung einer solchen Einrichtung anzuerkennen und die materielle Basis zu gewährleisten.
Inzwischen vorliegende Nachfragen von Eltern zur Neuanmeldung ohne Eingliederungshilfebedarf begrüßen wir sehr. Sie sind eine gute Grundlage für eine zügige Umwandlung des Kindergartens. Auch hier wäre der Einrichtung sehr geholfen, wenn sie von ihrem Haus erfahren könnte, ob sie diese Anmeldungen berücksichtigen darf.
Unabhängig der Lesart der Bedarfsfestlegungen vom September bis Dezember 2006 sollten wir für 2007 den Eltern der betroffenen Kinder und anderen an einer dortigen Betreuung interessierten Eltern diese Einrichtung auch für die Zukunft empfehlen.
Die Bedarfsplanung 2007 wird durch uns umgehend auf der Basis der durch die Stadt zuzuarbeitenden Bedarfe an Kindergartenplätzen, die auch den Kindergarten Traumzauberbaum enthalten sollten, erstellt und durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen.
Loni Grünwald, Zweite Beigeordnete
Autor: nnzDas Fortbestehen des Kindergartens Traumzauberbaum liegt im Interesse des Landkreises und auch der Stadtverwaltung, wenn man die Presseveröffentlichungen verfolgt. Das Interesse des Landkreises geht jedoch weiter als nur das Bekenntnis in der Presse zur Sicherung des Kindergartens. Wir haben den Elternvertretern und dem Träger gegenüber eine eindeutige Zusicherung zur gesetzlich geforderten Finanzierung durch den Landkreis ab Januar 2007 gegeben.Eine klare Zusicherung der Stadtverwaltung zur Finanzierung ihres Anteils wurde bisher noch nicht abgegeben. Eine Diskussion über ein Modellvorhaben zu eröffnen, dass uns und dem Träger gegenwärtig nur als Idee ohne Inhalt bekannt ist, ist äußerst schwierig und wir wären über weiterführende Informationen sehr dankbar.
Die öffentliche Diskussion über eine angeblich auch durch unsere Haltung entstehende Disposition der Einrichtung ist für uns nicht nachvollziehbar und bringt uns auch nicht weiter. Ich bitte Sie einfach, eine Aussage zum zukünftigen Status dieser Kindertageseinrichtung aus städtischer Sicht zu treffen. Um es abschließend noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Wir sehen keine Schließungsnotwendigkeit der Einrichtung in der Lessingstraße.
Wir favorisieren und empfehlen Ihnen im Interesse der Kinder und deren Eltern, das Konzept des Trägers zur Betreibung einer solchen Einrichtung anzuerkennen und die materielle Basis zu gewährleisten.
Inzwischen vorliegende Nachfragen von Eltern zur Neuanmeldung ohne Eingliederungshilfebedarf begrüßen wir sehr. Sie sind eine gute Grundlage für eine zügige Umwandlung des Kindergartens. Auch hier wäre der Einrichtung sehr geholfen, wenn sie von ihrem Haus erfahren könnte, ob sie diese Anmeldungen berücksichtigen darf.
Unabhängig der Lesart der Bedarfsfestlegungen vom September bis Dezember 2006 sollten wir für 2007 den Eltern der betroffenen Kinder und anderen an einer dortigen Betreuung interessierten Eltern diese Einrichtung auch für die Zukunft empfehlen.
Die Bedarfsplanung 2007 wird durch uns umgehend auf der Basis der durch die Stadt zuzuarbeitenden Bedarfe an Kindergartenplätzen, die auch den Kindergarten Traumzauberbaum enthalten sollten, erstellt und durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen.
Loni Grünwald, Zweite Beigeordnete
